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Neuer Anlauf im Ski-Weltcup

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Mit schwerem Gepäck in die neue Saison: Nicki Hronek.

Sie gilt quasi als das »Stehauf-Weibchen« im alpinen Skizirkus: Nicki Hronek aus Unterwössen startet am kommenden Samstag erneut einen Anlauf im Weltcup. Die 27-Jährige wurde für den Riesenslalom in Sölden nominiert. »Das freut mich sehr«, meint sie im Vorfeld.


Diese Entwicklung grenzt an ein medizinisches Wunder – und ist der Kämpfernatur der Sportlerin zu verdanken. Drei Kreuzbandrisse hatten sie immer wieder in ihrer Karriere gestoppt und immer wieder stand sie auf und kam auf die Skipisten zurück. »Ich habe die komplette Vorbereitung ohne Probleme machen können, es geht mir so gut wie lange nicht mehr«, erzählte sie kurz vor der Abreise nach Sölden.

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Gestärkt in ihrer Zuversicht wurde sie vom überraschenden Titelgewinn bei den Deutschen Meisterschaften Ende des vergangenen Winters im Riesenslalom. Immerhin konnte sie damals sogar die Topfavoritin Viktoria Rebensburg hinter sich lassen.

»Das war für mich ein Zeichen, dass sich alles zum Guten wenden wird. Ich habe gemerkt, dass ich immer noch schnell Skifahren kann«, freut sie sich rückblickend und fügt hinzu: »Ich liebe einfach das Skifahren.« Geholfen haben ihr aber auch das Vertrauen der Trainer und der Rückhalt der Familie und von ihren Freunden. In diesem Sommer blieb Hronek mit ihren Kolleginnen zur Vorbereitung in Europa. Überwiegend fanden die Trainingseinheiten in der Schweiz statt. »Da haben wir gute Trainingstage gehabt«, berichtet sie. Besonders gefreut hat sie sich darüber, dass sie bei einer Einheit sogar Kontakt mit ihrem jüngeren Bruder hatte. Tim Hronek ist im Weltcup als Skicrosser unterwegs. Geschwisterliche Treffen gibt es sonst fast nur im Sommer.

Hauptziel in diesem Winter ist neben einem fixen Platz im Weltcup auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Diese findet Anfang Februar 2019 im schwedischen Are statt. »Das wäre natürlich ein richtiges Schmankerl für mich«, gibt sie zu.

Vor vier Jahren hatte sie sich bei der WM in Vail/Colorado im Teambewerb ihren zweiten Kreuzbandriss zugezogen, kurz nachdem sie ihren ersten überstanden hatte. Ein halbes Jahr später kam die nächste schwere Knieverletzung. Diese kostete sie die WM 2017 und auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2018 in Südkorea. Nun hofft die sympathische Sportlerin, dass ihre Krankenakte zukünftig von neuen Einträgen verschont bleiben wird. SHu