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Neue Langstreckenrennen in Inzell

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Hauptorganisator Wolfgang Fehringer und Sabine Klein mit Sohn Tobias sowie den Siberian Huskys Zoey und Damon. (Foto: Bittner)

Das traditionell große Schlittenhunde-Wochenende in Inzell erhält in dieser Saison ein neues Format: Diesmal gibt es allein einen Bewerb über Mittel- und Langdistanzen, erneut ausgerichtet vom Schlittenhundesport Bayern mit Hauptorganisator Wolfgang Fehringer. Von 2. bis 4. Februar 2018 geht es also über die mittleren und langen Distanzen, sogenannte Longtrails bis zu 30 Kilometern und 1 000 Höhenmetern sowie die Mitteldistanzen mit rund 23 Kilometern Länge und 800 Höhenmetern. Gespanne von zwei bis zu zehn Hunden werden am Start erwartet.


Vier Veranstalter aus Tschechien, der Schweiz, Deutschland und Österreich hatten im Sommer 2016 eine Vier-Länder-Schlittenhunde-Challenge gegründet. Ein Nachfolgewerk des traditionellen »Iron-Sleddog-Man«, das viele Jahre Bestand hatte und durch den plötzlichen Tod von Organisator Walter Treichl aus Oberösterreich im vergangenen Jahr nicht mehr durchführbar war. Jetzt heißt der Bewerb offiziell »The Ultimate Sleddog Challenge«, wie Wolfgang Fehringer informiert. Dabei bleibt jedes der vier Rennen als solches eigenständig, basierend auf der Idee des »Iron Sleddog Man«, der früher Destne in Tschechien, den Wildkogel und Innerkrems in Österreich verband. Der Wildkogel fällt nun weg, dafür sind Inzell und die Schweiz, mit dem »Trans Alp« in Gryon im Kanton Waadt, neu im Programm. Es geht um den Titel »Ultimate Sleddog Challenge-Finisher«: Dazu müssen drei der vier Bewerbe in der Rennkategorie beendet werden, wobei die Teilnahme in der Innerkrems bezüglich der Titelvergabe erforderlich ist. Der Titel wird an Nordische und offene Gespanne vergeben. In Inzell rechnen die Organisatoren mit bis zu 3 000 Besuchern an den drei Renntagen.

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»Wir haben überlegt, nach wie vor alle Distanzen und Klassen im Sprint und der Langdistanz anzubieten. Aber da bekommen wir rasch über 20 Kategorien zusammen. Das macht mit bis zu 200 Startern vor allem die Zeitnahme unglaublich schwierig und unübersichtlich. Deshalb haben wir uns nun dazu entschlossen, ein reines Langdistanz-Rennen zu organisieren«, so Wolfgang Fehringer. Würde in Inzell erneut ein Renn-Wochenende mit allen Klassen stattfinden, wäre der Umfang jener der EM vom Februar 2017 ähnlich. Tritt dann das bei einer Freiluft-Veranstaltung immer mögliche »Worst Case«-Szenario – kein Schnee – ein, bleiben der Veranstalter und alle, die damit zu tun haben, auf den Kosten sitzen. »Das kann man heutzutage fast nicht mehr riskieren«, so Fehringer.

Bei den geplanten Langdistanz-Rennen kommen größere Schlitten mit Biwak-Ausrüstung zum Einsatz: Sie wiegen bis zu 70 Kilo, der Musher hat eine vorgeschriebene Mindestausstattung mit Zelt, Schlafsack, Kocher, Reservekleidung, Hundefutter und vielem mehr ordentlich im Schlittensack verstaut. Die Schlitten und die komplette Ausrüstung werden den Zuschauern am Renn-Wochenende präsentiert und erläutert. »Mal eine ganz neue Dimension unseres Sports«, freut sich Wolfgang Fehringer.

Wichtig ist dem Orga-Team vor allem Zuschauerfreundlichkeit: »Wir wollen offen bleiben, ein Sport zum Anfassen«, so Fehringer. Die Anmeldung für die »Ultimate Sleddog Challenge« in Inzell Anfang Februar ist ab sofort im Internet unter www.schlittenhundesportbayern.de möglich. Hans-Joachim Bittner

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