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Neue Herausforderung für Gerald Straßhofer

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Auf diesem Bild trägt Gerald Straßhofer noch das offizielle T-Shirt des SB Chiemgau Traunstein, künftig wird der Trainer-A-Linzen-Inhaber beim Fußball-Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim als Co-Trainer arbeiten.

Gerald Straßhofer bricht seine Zelte beim SB Chiemgau Traunstein ab – und zwar mit sofortiger Wirkung. Damit muss der Verein jetzt auf die Schnelle einen neuen Trainer für seine Reserve suchen, die in der Fußball-Kreisliga II spielt. Straßhofer hatte erst im November als einer der zehn besten Lehrgangsteilnehmer an der Sportschule Hennef die Trainer-A-Lizenz erworben (wir berichteten), jetzt nimmt er eine neue Herausforderung beim TSV 1860 Rosenheim an und wird beim Regionalligisten Co-Trainer des neuen Chefs Thomas Kasparetti.


»Das Angebot kam für mich überraschend. Aber wenn man eine solche Möglichkeit bekommt, dann muss man diese annehmen«, sagte Straßhofer unserer Zeitung. Gleich nach den ersten Gesprächen mit Thomas Kasparetti sei für ihn klar gewesen, dass »wir auf einer Wellenlänge sind«. Mit seiner neuen Mannschaft möchte Straßhofer den Klassenerhalt schaffen.

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Seitens des SB Chiemgau legte man seinem langjährigen Trainer keine Steine in den Weg. »Wir wünschen Gerry auf seinem weiteren Weg alles Gute«, sagte der kommissarische SBC-Abteilungsleiter Michael Wirth.

Der SB Chiemgau II wird bis auf weiteres vom bisherigen Co-Trainer Karl Blaim betreut. Es soll laut Wirth aber ein Nachfolger für Straßhofer gefunden werden. »Die ersten Namen haben wir bereits diskutiert«, sagte er. Die neue Baustelle sei jetzt überraschend gekommen, gab Wirth zu. »Das ist jetzt auch nicht ganz so einfach.«

Dennoch zeigte sich Michael Wirth zuversichtlich für die Frühjahrsrunde. Diese beginnt für die SBC-Reserve am 30. März (16.15 Uhr) mit dem Spiel beim TuS Prien. Ziel sei es, dass der Aufsteiger die Klasse halte, betonte Wirth. »Die Zweite Mannschaft soll ein Sprungbrett für unsere U-19-Spieler in den Herrenbereich sein und da ist es gut, wenn wir in der Kreisliga spielen.«

Aktuell steht das Team auf Rang 12 (16 Spiele/14 Punkte) und rangiert damit auf den ersten der beiden Abstiegsrelegationsplätze. Das rettende Ufer, das der TuS Prien (16/19) einnimmt, ist bereits fünf Punkte entfernt. Also alles andere als eine leichte Aufgabe für den neuen Mann. Dennoch zeigte sich auch der Ex-Trainer Gerald Straßhofer überzeugt davon, dass der SBC II das schaffen wird. »Sie werden das packen.«

Auch ansonsten stellt sich der SB Chiemgau in der Fußballabteilung wieder einmal neu auf. Nachdem der bisherige Abteilungsleiter und Sportliche Leiter, Rainer Hörgl, ja Anfang des Jahres nicht ganz freiwillig zurückgetreten ist, gibt es mittlerweile eine genaue Aufgabenteilung zwischen den beiden anderen Abteilungsleitern. Michael Wirth soll künftig die Schnittstelle zwischen dem Jugend- und dem Herrenbereich sein, Jochen Schmid kümmert sich weiter hauptsächlich um den Herrenbereich. Diese Konstellation gilt vorerst bis zum 30. Juni, informierte Michael Wirth.

Übrigens soll demnächst wohl auch eine neue Sportliche Leitung präsentiert werden. Michael Wirth wollte dies auf Nachfrage weder bestätigen noch dementieren. Gerüchten zufolge sollen Uli Habl und Stefan Hafner, der ja erst vor ein paar Monaten sein Amt als komissarischer Vorstand Sport niedergelegt hatte, diesen Bereich künftig abdecken.

Auch im Jugendbereich steht dem SB Chiemgau demnächst wieder eine hohe Hürde bevor. Das BFV-Nachwuchsleistungszentrum wird im März routinemäßig überprüft. Aktuell gibt es nach dem Hörgl-Rücktritt ja keinen Leiter für das BFV-NLZ. »Wir haben die Aufgaben des NLZ-Leiters momentan auf mehrere Schultern verteilt«, informierte Wirth. Im Kollektiv könne man diese Aufgaben auch stemmen. »Wir machen unsere Hausaufgaben«, versicherte er. »Ich bin guter Dinge, dass wir diese Herausforderungen auch weiter stemmen werden.«

Vor größeren Herausforderungen steht aktuell auch die Erste Mannschaft. Das Team von Spielertrainer Yunus Karayün kann nach wie vor nicht auf dem eigenen Kunstrasenplatz trainiren. Das Testderby gegen den Bezirksligisten ESV Freilassing musste deshalb auch verlegt werden. Gespielt wird jetzt am morgigen Samstag um 14 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Freilassing.

Doch trotz der schwierigen Trainingsbedingungen ist Michael Wirth zuversichtlich, dass die Erste Mannschaft in der Landesliga Südost den Klassenerhalt packen wird. »Unser Trainer-Trio harmoniert gut und die Stimmung ist gut«, betonte er. Auch die ersten beiden Testspiele in Westerndorf gegen den österreichischen Regionalligisten FC Kufstein (3:6) und den Bayernligisten TuS Holzkirchen (0:0) machten den kommissarischen Abteilungsleiter optimistisch. »Wir sind auf einem guten Weg.«

Der ehemalige Kapitän des SB Chiemgau Traunstein, Max Bauer, hat indes einen neuen Verein gefunden. Der Defensivmann wird künftig für Austria Salzburg in der Salzburger Liga – der vierthöchsten Spielklasse in Österreich – die Fußballschuhe schnüren SB

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