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Nächstes Mal »wird das wieder anders«

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Er leitete eine gute Chance seiner Mannschaft mit ein, doch letztlich musste er mit dem SV Kirchanschöring diesmal eine Niederlage hinnehmen: Yasin Gürcan. (Foto: Butzhammer)

SV Kirchanschöring: Hoyer, Karayün, Willinger (69. Jell), Straßer (72. Höller), Omelanowsky, Gürcan, Vogl (60. Janietz), Köberich, Hofmann, Schild, Manuel Jung.


TSV Schwabmünchen: Thiel, Kusterer, Zerle, Danke, Rucht (79. Cam), Raffler, Schmidt, Wehringer (89. Bauer), Sedelmaier, Kling, Gollnhofer (75. Sandner).

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Schiedsrichter: Salb (München).

Tor: 1:0 Rucht (56.).

Zuschauer: 250.

Rote Karte: Raffler (88.) grobes Foulspiel / - .

Die zweite Niederlage im Jahr 2016 in der Fußball-Bayernliga Süd kassierten die Gelb-Schwarzen des SV Kirch-anschöring im Westen des Landkreises Augsburg. Beim abstiegsbedrohten TSV Schwabmünchen unterlag die Elf von Patrick Mölzl vor 250 Zuschauern in einem durchaus ansehnlichen Spiel am Ende etwas unglücklich mit 0:1.

»Man hat gemerkt, dass die Luft bei uns draußen ist, zumindest heute«, so Rudi Gaugler, der »Fußball-Vorstand« des SVK. Das werde am kommenden Samstag (15 Uhr, gegen den BCF Wolfratshausen) »sicherlich wieder anders.«

»Schwabmünchen war aggressiver. Dabei waren die harten Fouls unschön, wie schon in den vergangenen Spielen. Wir haben jetzt zwei schwerer verletzte Spieler zu beklagen, heute waren wieder einige Foulspiele von hinten dabei«, beklagte Gaugler. »Kampf gehört dazu, wenn man die Liga halten wollte, aber in dieser Art ist das nicht sportlich.«

Schwabmünchens Trainer, Tobias Strobl, umschrieb den Abstiegskampf einfach als »eine Druck-Situation.« Allerdings sei es nicht so schlimm wie bei 1860 München, wo es um Existenzen ginge. Der Verein wolle trotzdem unbedingt in der Bayernliga bleiben. »Der Konkurrenzkampf in der Liga ist gerade brutal und deshalb muss man um jeden Zentimeter kämpfen.« Das habe seine Mannschaft ab der 15. Minute gezeigt und über die volle Distanz auch durchgezogen.

Bis der TSV Schwabmünchen nach einer Viertelstunde ins Spiel fand, hätte der SVK durchaus mit 2:0 führen können, wenn nicht müssen. In der dritten Spielminute schickte Tobias Schild rechts Yasim Gürcan steil in den Sechzehner, der legte quer zu Yunus Karayün, doch dieser scheiterte alleine vor TSV-Torhüter Felix Thiel am Schlussmann. In der siebten Spielminute war es wieder Schild, der von rechts in den Sechzehner eindrang, doch sein Schuss wurde abgeblockt.

Die Mölzl-Elf war am Drücker, im Powerplay wanderte der Ball an der Sechzehnergrenze zu Alois Straßer, dem rutschte der Ball aus aussichtsreicher Position aber über den Fuß. Die Gastgeber setzten sich erstmals in der 25. Minute durch einen Kopfball von Kevin Sedlmaier in Szene. Bis zur Pause gestaltete der SVK das Spiel offen, war überlegen.

Nach dem Seitenwechsel war Schwabmünchen aggressiver. Andreas Rucht hatte in der 49. Minute eine Chance, dann das 1:0 in der 56. Minute: Wieder war es Rucht, der sich über rechts in den Strafraum durchtankte, die SVK-Abwehr alt aussehen ließ und das Leder von rechts an SVK-Torwart Lu Hoyer vorbei zum 1:0 für die Heimelf ins Netz schoss.

Danach war der SVK spielbestimmend, Schwabmünchen mit großem Einsatz darum bemüht, die drei wichtigen Zähler im Abstiegskampf über die Zeit zu retten. Letzte Aufregung in der 88. Minute: Nach einem Pass im linken Teil der SVK-Hälfte von Kevin Sedlmaier gingen Thaddäus Jell und Daniel Raffler zum Ball, beide verfehlten das Leder, doch Raffler traf Jell grob am Fuß. Der gut postierte Schiedsrichter Ben-Erik Salb zeigte trotz lautstarker Proteste der Platzherren dem Schwabmünchner sofort die Rote Karte.

Der SVK trifft nun am kommenden Wochenende auf die nächste Mannschaft, die im Abstiegsstrudel steckt. Erneute Blessuren sind da nicht auszuschließen. mw