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Nächstes Jahr ist London das große Ziel

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Benedikt Huber – hier bei der Leichtathletik-EM in Amsterdam – stellte beim Marathon-Staffelbewerb in Frankfurt am Main mit seinen drei Mannschaftskollegen die zweitschnellste Staffel. Die Wertung der gemischten Staffeln entschied man klar für sich. (Foto: Werner Oberauer)

Nach der mit Abstand erfolgreichsten Saison seiner Karriere mit dem deutschen Meistertitel über 800 Meter, dem Sieg bei den Deutschen Staffelmeisterschaften (3 x 1000 Meter), den bayerischen Meistertiteln über 800 und 1500 Meter und der sensationellen Halbfinalteilnahme bei seiner EM-Premiere ist Benedikt Huber seit zwei Monaten wieder im Training.


»Im August habe ich nach dem Team-Gold bei den Deutschen Staffelmeisterschaften zwei Wochen Pause gemacht und dann wieder langsam mit dem Trainieren begonnen«, erzählte der 27-jährige Pallinger. Nun machte er sich auf den Weg nach Frankfurt am Main, um dort am Sonntag mit einigen Mannschaftskollegen von der LG Telis Finanz Regensburg den Marathon-Staffelwettbewerb zu absolvieren. Die Reise nach Hessen sollte sich lohnen, denn Huber trug auf seinem knapp 13 Kilometer langen Laufabschnitt mit einer Klassezeit zum 2. Platz bei.

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Erfolg mit der gemischten Staffel

In der Wertung der gemischten Staffeln belegte das Quartett sogar den ersten Rang. Nach seinem Sommerurlaub war Huber erst beim gut besetzten 16. Salzach-Brückenlauf (8,8 Kilometer) in Burghausen wieder ins Wettkampfgeschehen eingestiegen und trug sich gleich in die Siegerliste ein. Dabei verwies er Josef Diensthuber vom LG Gendorf Wacker Burghausen und dem für WSV Reit im Winkl startenden deutschen Biathleten Johannes Kühn aus Tüßling auf die Plätze. Es war Hubers vierter Triumph in Burghausen.

In diesem Jahr plant er noch Starts beim Alzauenlauf am 12. November in Trostberg, beim Nikolauslauf am 4. Dezember in Regensburg und beim Vorsilvesterlauf am 29. Dezember in Aschau. Im Januar wird er dann mit seinen Regensburger Teamkollegen ein dreiwöchiges Trainingslager in Südafrika absolvieren. Auch wenn es sich um ein Höhentrainingslager handle, werde er sicher nicht zum Berglauf wechseln, scherzte Huber. Die folgende Hallensaison nehme er nur zum Teil mit, denn sein Hauptaugenmerk gelte klar der kommenden Freiluftsaison. Sein großes Ziel ist im nächsten Jahr die Leichtathletik-WM in London. »Das ist sicherlich hochgesteckt, aber ich probiere alles, um mich dafür zu qualifizieren«, so Huber.

27-Jähriger schafft erneut den Sprung in den DLV-Kader

Weitere Saisonziele sind die Titelverteidigungen bei den Deutschen und Bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften sowie die Team-Europameisterschaft. Die knapp verpasste Olympia-Teilnahme wurmt ihn immer noch ein wenig. »Mit etwas Glück wäre die 800-Meter-Norm von 1:46 Minuten drin gewesen, zweimal bin ich ja heuer eine 1:46er-Zeit gelaufen, jetzt probiere ich es in vier Jahren nochmal«, gibt der Pallinger die Marschroute vor.

Die nächsten Olympischen Sommerspiele sind 2020 im japanischen Tokio. Wenn er dann 30 Jahre alt sein werde, könne er sich gut vorstellen, sich verstärkt auf die 1500-Meter-Distanz zu konzentrieren. Noch habe er über 800 Meter aber immer noch Luft nach oben. »Da geht noch was«, ist sich Huber sicher. Nachdem er bei der Europameisterschaft erstmals im DLV-Kader stand, ist er vor zwei Wochen auch für die kommende Saison offiziell in diesen berufen worden. mmü