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Er sorgte mit einer Bronzemedaille im Einzellauf für einen erfreulichen EM-Auftakt: Matthias Dorfer. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Nach Bronze für Ersatzmann Dorfer: Biathleten hoffen bei der EM auch im Sprint auf Spitzenplätze

Die Biathlon-Europameisterschaft am Arber wird am heutigen Freitag, 28. Januar, mit den Sprints der Männer (10.30 Uhr) und Frauen (14 Uhr) fortgesetzt. Und dabei hofft das Team des Deutschen Skiverbands auf weiteres Edelmetall, nachdem Matthias Dorfer vom SV Marzoll mit Bronze im Einzellauf für einen hervorragenden Auftakt gesorgt hatte.


Zudem machte das mannschaftlich geschlossen gute Ergebnis – vor allem bei den Frauen – Hoffnung darauf, dass es bei der Heim-EM für die deutsche Mannschaft weitere Spitzenplätze geben könnte.

Für Dorfer hatte mit seinem Erfolg ein Auf und Ab der Gefühle in diesem Winter ein glückliches Ende genommen: Zunächst war die Saison »bis Weihnachten überhaupt nicht gut gelaufen. Seitdem ging es aber sowohl im Laufen als auch im Schießen bergauf.« Der 28-Jährige rückte ins IBU-Cup-Team auf, doch ins EM-Aufgebot kam er zunächst nicht. Als der ursprünglich für die EM nominierte Marco Groß (SC Ruhpolding) krankheitsbedingt ausfiel, konnte er jedoch nachrücken.

»Da war ichganz schön stinkig«

»Wir hatten in Oberhof ein Ausscheidungsrennen um zwei noch offene EM-Plätze, das ich vor Florian Hollandt gewonnen habe. Trotzdem wurden wir erst beide nicht nominiert, da war ich ganz schön stinkig«, gibt er offen zu. Doch als Zusatzmotivation taugte das wohl sehr gut für das EM-Rennen. »Ich wusste zwar, dass die Form jetzt gut ist, aber mit einer Medaille hätte ich natürlich nicht gerechnet.«

Letztlich legte er die Grundlage für seinen dritten Platz mit einem fehlerfreien Schießen. Der 28-Jährige (+ 1:08,9 Minuten) musste sich nur dem Norweger Sverre Dahlen Aspenes (51:32,1 Minuten/0 Fehler) und dem Russen Anton Babikow (+ 11,6 Sekunden/0) geschlagen geben. Als Fünfte bot Philipp Horn (SV Frankenhain/+ 2:02,3/3) eine vor allem läuferisch starke Leistung.

Dorfer möchte im weiteren EM-Verlauf an seinen guten Einstand anknüpfen. »Wenn ich im Sprint beim Schießen wieder eine Null schaffe, könnte ein Platz in den Top Ten drin sein. Mehr wohl nicht, weil da viele brutal starke Läufer im Feld sind.« Doch mit einem solchen Ergebnis »hätte ich dann auch eine gute Ausgangsposition für den Verfolgungslauf.«

Drittbester Deutscher unter den 115 Teilnehmern auf der 20-km-Strecke war Dorfers Kollege vom Stützpunkt Ruhpolding, Dominic Schmuck vom SC Schleching (+ 4:29,3/3) auf dem 25. Platz. Die weiteren Platzierungen: 33. Lucas Fratzscher, WSV Oberhof + 5:11,2/5; 41. Justus Strelow, SG Stahl Schmiedeberg + 5:40,7/5; 81. Simon Kaiser, WSV Oberhof + 9:26,6/7.

Bei den Frauen gab es zwar keine Medaille für die deutschen Athletinnen, aber sie landeten allesamt unter den Top 30 im Feld der 96 Teilnehmerinnen.

Hettich vergibt Chancenim letzten Schießen

Nach dem dritten Schießen lag Janina Hettich (SC Schönwald) sogar auf Gold-Kurs – doch mit zwei Fehlschüssen beim vierten und letzten Durchgang handelte sich die 25-Jährige zwei Strafminuten ein und wurde mit 1:06,5 Minuten Rückstand auf Siegerin Jewgenija Burtasowa (Russland/44:22,9/0) Sechste. Silber holte sich Alina Stremous (Moldau/+ 12,1/1) vor der Russin Natalja Gerbulowa (+ 16,4/0).

Als Achte hielt Sophia Schneider vom SV Oberteisendorf (+ 1:17,9/1) sehr gut mit, Platz 14 belegte ihre Vereinskollegin Marion Wiesensarter (+ 2:02,2/1). Es folgten: 18. Juliane Frühwirt, SVM Tambach-Dietharz + 2:14,2/2; 24. Karolin Horchler, WSV Clausthal-Zellerfeld/Stützpunkt Ruhpolding+ 2:50,1/; 30. Hanna Kebinger, SC Partenkirchen + 3:54,3/3. Auf die Sprints am heutigen Freitag folgen am morgigen Samstag die Verfolgungsläufe der Männer (10.30 Uhr) und Frauen (13.30 Uhr). Den EM-Abschluss bilden am Sonntag die Mixed-Staffel (10.30 Uhr) und die Single-Mixed-Staffel (13.30 Uhr).

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