Nächster Glanz-Auftritt von Sarah Schönfelder

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Sarah Schönfelder von Triathlon Grassau darf sich ab sofort Bayerische Meisterin über die Mitteldistanz nennen. Die junge Triathletin holte sich den Titel beim Rennen in Ingolstadt. (Foto: Michael Windbichler)

Grassau - Was für eine erfolgreiche Saison für Sarah Schönfelder von Triathlon Grassau: Die junge Athletin startete in diesem Jahr ja erstmals auf der Mitteldistanz und feierte dabei bei der Challenge Walchsee (2. Platz in der W 18-24 beim Open Race) und mit dem Gesamtsieg beim Allgäu Triathlon tolle Erfolge, nun setzte sie dem Ganzen noch die Krone auf: Beim Triathlon in Ingolstadt sicherte sie sich den Titel der Bayerischen Meisterin über die Mitteldistanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 78 Kilometer Radfahren, 20,2 Kilometer Laufen).

»Das übertrifft alles, was ich mir vorgenommen haben«, freut sich die 23-Jährige auch Tage nach ihrem großen Erfolg noch. »Meine erste Saison auf der Mitteldistanz hat wirklich sehr gut geklappt«, ergänzt sie. »Ich bin sehr zufrieden.«

Im Gesamtklassement wurde sie in 4:00:09 Stunden Dritte hinter den beiden Profi-Starterinnen Elena Illeditsch (TSV Greding/3:53:43 Stunden) und Franzi Reng (TSV Mannheim/3:56:06). Die ersten beiden durften aufgrund ihres Profi-Status aber nicht an der Bayerischen Meisterschaft teilnehmen und fielen damit aus dieser Wertung heraus.

Dabei verlief der Start für Schönfelder nicht ganz nach Wunsch. Bei den Frauen bildete sich beim Schwimmen schnell eine starke Gruppe. Aber: »Das Schwimmen lief bescheiden«, erzählt Schönfelder im Gespräch mit unserer Sportredaktion. Ihre Gruppe sei auf ein Männer-Feld aufgeschwommen, das vor den Frauen gestartet war. »Da mussten wir uns dann durchschlängeln und ich habe dabei auch eine Hand ins Gesicht bekommen und Wasser geschluckt.« Auf Platz 8 liegend stieg die Marquartsteinerin, die mittlerweile in Nürnberg lebt und studiert, aus dem Wasser. Doch davon zeigte sie sich unbeeindruckt. »Ich habe mich total fit gefühlt«, sagt sie. Der Lohn: Schönfelder konnte einmal mehr ihre ganze Radstärke ausspielen und sammelte eine nach der anderen Dame vor ihr schnell wieder ein. Bald führte sie das Feld zusammen mit Illeditsch an. »Aber ich konnte mich dann nicht mehr richtig absetzen«, berichtet sie. »Es war relativ windig und ein flacher Kurs liegt mir einfach nicht so.« Dennoch hatte Schönfelder am Ende die beste Radzeit des Tages bei den Frauen – und darauf war sie stolz.

Nach den zwei Radrunden kam sie auch als Erste in die Wechselzone. Sarah Schönfelder wusste, dass sie mit Illeditsch und der früheren Marathon-Läuferin Reng zwei ganz starke Läuferinnen als Konkurrenz hatte. Und beiden spielten auf der Laufstrecke auch ihre Stärken aus. Sarah Schönfelder reihte sich als Dritte ein und musste bei der letzten Disziplin dann auch kämpfen. »Ich hatte leider Magenprobleme«, berichtet sie. Doch Platz drei und der Bayerische Meistertitel waren nie gefährdet, denn die Viertplatzierte Christine Pietzner (Tristar Regensburg) hatte am Ende einen deutlichen Rückstand (4:09:45).

Mit diesem Erfolg in der Tasche beendet Sarah Schönfelder für dieses Jahr nun ihre Triathlon-Saison. »Ich brauche jetzt auch mental eine Pause«, sagt sie. Die nächsten zwei bis drei Wochen werde sie aber noch ganz gemütlich weiter trainieren, ehe sie in eine dreiwöchige Saisonpause geht. »Und dann beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison.« Schönfelder hat auch schon einen groben Saisonplan im Kopf, wie es 2022 für sie weitergehen wird. »Ich will unbedingt wieder beim Allgäu Triathlon starten«, sagt sie. Auch die Challenge Walchsee und die Challenge Almere-Amsterdam hat sie ins Auge gefasst. »Es sollten auf jeden Fall hüglige Radstrecken sein, die liegen mir mehr.« Und auf jeden Fall will sie auf der Mitteldistanz weitermachen. Auch die Langdistanz habe sie im Kopf. »Das reizt mich schon. Aber da braucht mein Körper noch etwas Zeit.« SB

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