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Nächster Doppelsieg für Markus Reiterberger

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Allein auf weiter Flur: Superbike-Pilot Markus Reiterberger dominierte auch beim IDM-Lauf in Oschersleben. (Foto: Felix Wiessmann FW-Fotografie & Design)

Das war eine souveräne Vorstellung: Beim vorletzten Lauf zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft in Oschersleben dominierte wieder einmal Markus Reiterberger die »Königsklasse« Superbike 1000.


Der Obinger vom Team Van Zon-Remeha-BMW holte mit jeweils gut zehn Sekunden Vorsprung seinen fünften Doppelsieg in Folge – als Meister stand er schon seit seinem Triumph bei der vorherigen IDM-Veranstaltung am Lausitzring fest.

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Beste Trainingszeit und Dreifacherfolg

Als »Zugabe« sorgte er zudem wieder in beiden Läufen für die schnellste Rennrunde und hatte auch im Zeittraining klar die Bestzeit erzielt. Eine »Zugabe« gab es aber auch für sein Team: Beim ersten Lauf in Oschersleben standen Jan Bühn (2.) und Danny de Boer (3.) mit auf dem Podest – auch sie gehören der Van-Zon-Remeha-Mannschaft um Teamchef Werner Daemen an: Noch nie zuvor war das Siegerpodest komplett in der Hand eines Teams gewesen!

Rang 4 ging an Florian Alt (Yamaha MGM) vor Jan Halbich (Honda Holzhauer Racing Promotion). Den 9. Platz sicherte sich der Waldkraiburger Luca Grünwald (Suzuki Mayer/Passau), der sich in einem harten Dreikampf vor Bastien Mackels (Yamaha MGM) und Lucy Glöckner (Kawasaki Schnock Team) durchsetzte. Im zweiten Durchgang lag Markus Reiterberger dann vor Danny de Boer sowie Florian Alt. Vierter wurde Jan Bühn vor Jan Halbich, den 13. Rang erkämpfte Luca Grünwald.

Während Reiterberger (295 Punkte) das Klassement souverän anführt, gibt es dahinter einen großen Kampf um die folgenden Plätze. Florian Alt und Jan Bühn liegen mit je 154 Zählern auf den Rängen 2 und 3, doch auch Danny de Boer (144) kann sich noch Hoffnungen darauf machen, nach dem IDM-Finale in Hockenheim (29. September bis 1. Oktober) als Vizemeister die Saison zu beenden. Gesamtfünfter ist derzeit der Österreicher Stefan Kerschbaumer (Yamaha MPB Racing/123) vor Jan Halbich (121), Dominic Vincon (BMW Stilgenbauer/118) und Grünwald (92).

Am kommenden Wochenende stellt sich Markus Reiterberger einer weiteren Herausforderung: Am Sonntag (Rennbeginn 13 Uhr) ist er beim Sandbahnrennen in Pfarrkirchen am Start. Zunächst hatte der 23-Jährige beim »Training für Jedermann« auf der Sandbahn mit einer Enduromaschine geübt. Später ließ er sich eine Sandbahnmaschine von Markus Eibl leihen – und war sofort Feuer und Flamme, einen Start in der nationalen Klasse (B-Lizenz) zu absolvieren. Die Startberechtigung war für ihn kein Problem, »denn ich habe ohnehin die A-Lizenz und darf alles fahren.«

»Ich habe lange auf die Maschine gespart und das Motorrad mit der Hilfe von Kumpels und Sponsoren aufgebaut. Wir haben auch ein eigenes Design«, freut sich der 23-Jährige.

Damit erfüllt sich für Markus Reiterberger ein Traum, denn sein Vater Thomas war Sandbahnrennen gefahren, »und damit bin ich aufgewachsen. Aber er hat gesagt, ich soll mich auf den Straßenrennsport konzentrieren – was ja auch gut war.« Doch die Faszination bleib, und nun will er auf der langen Bahn, bei der – je nach Streckenbedingungen – 160 bis 200 Stundenkilometer erreicht werden können, mitmischen. Die Maschinen werden ohne Bremse gefahren, auch das ist für ihn als Straßenrennfahrer gewöhnungsbedürftig.

»Da bin ich fast vom Motorrad gefallen«

Noch gewöhnungsbedürftiger ist freilich der Sand, der von den Konkurrenten aufgewirbelt wird. Man dürfe auf keinen Fall in den Strahl des Konkurrenten kommen. »Das hat der Markus Eibl mir mal gezeigt, da bin ich fast vom Motorrad gefallen«, erinnert sich der Obinger an seinen ersten Test. Nun fühlt er sich gerüstet für die neue Herausforderung.

Die Konzentration liegt aber natürlich beim Straßenrennen, wo er heuer noch beim 24-Stunden-Rennen in Le Castellet sowie beim IDM-Finale in Hockenheim fahren wird. Die Planungen für die kommende Saison laufen schon. Noch sind die Details unklar, doch eines steht schon fest: »Es geht auf jeden Fall weiter«, freut sich Reiterberger. Sportliche Argumente hat er ja genug geliefert ... who