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Nachwuchs hat die besseren Nerven

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Mächtig ins Zeug legten sich Pferde, Fahrer und Beifahrer bei der Chiemgaumeisterschaft in Pertenstein – hier Martin Rey vom RuFV Gut Eppenstatt mit Kathrin Leukert und den Pferden Askaban und Nemo.

Mit drei Siegen in allen drei Wertungsprüfungen sicherte sich der jüngste Teilnehmer des Fahrturniers in Pertenstein unangefochten den Titel als Chiemgaumeister der Einspänner. Der 15-jährige Georg Siegmund (Pferdefreunde am Wendelstein) aus Raubling, Mitglied im Bayernkader Fahren, fuhr mit seiner Haflingerstute Uccella in der Dressur, im Hindernis- und im Kegelfahren unangefochten von Sieg zu Sieg.


Knapp geschlagen geben musste sich seine 17-jährige Schwester Magdalena, sie belegte mit ihrem Haflinger Werino Platz 2 in der Meisterschaft. »Der Junge hat halt die besseren Nerven« kommentierte Vater Georg Siegmund den Erfolg seiner Kinder. Gegen die Unbekümmertheit und forsche Fahrweise der Jugend setzte Heidi Knerr von der PSG Traunstorf ihre jahrzehntelange Erfahrung – mit Erfolg: Sie wurde mit dem imposanten Friesen »Hein« Dritte in der Gesamtwertung und war damit die einzige Seniorin auf dem Treppchen. Auf den weiteren Spitzenplätzen folgten: 4. Ingrid Rey, Barnabas, Reit- und Fahrverein Gut Eppenstatt; 5. Lisa Höck, Hanni, Reit- und Fahrverein Neubeuern; 6. Helga Oberleitner, Nadino, RuFV Gut Eppenstatt.

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22 Teilnehmer am ersten Tag

Waren am ersten Tag mit 22 Teilnehmern (zwei sogar aus Österreich) alle Prüfungen gut besetzt, so starteten am zweiten Tag trotz bester Turnierbedingungen vor dem idyllischen Pertensteiner Wasserschloss lediglich sechs Zweispänner in den Wettbewerb. Trotzdem konnten die Zuschauer vom Schlosscafé aus rasanten und spannenden Sport verfolgen.

In der Meisterschaft siegte Ingrid Rey (Reit- und Fahrverein Gut Eppenstatt) mit ihren Friesen Fleur und Barnabas vor Sylvia Zwickl (TSV Neubeuern) mit den Ponys Cindy und Farriers Nancy und Josef Holzleitner vom gastgebenden Verein Pertenstein mit den Haflingern Aramis und Damaris. Auf den nächsten Plätzen folgten: 4. Martin Rey, Askaban und Nemo, RuFV Gut Eppenstatt; 5. Heidi Mösenlechner, Nasiri und Niklas, PF Fridolfing; 6. Fridolin Wiesböck, Montoya und Midnights Beach, TSV Neubeuern.

Turnierrichter Johann Thieß machte nicht nur dem Organisator Lenz Vodermeier und seinem Team ein riesengroßes Kompliment für die Organisation dieser Meisterschaft, er lobte auch die teilnehmenden Fahrer. Die guten Bewertungen in der Dressur, so Thieß, machten deutlich, dass sich die Fahrleistungen gegenüber den Vorjahren verbessert hätten. Eine tolle Ausgangsbasis für alle Teilnehmer der Wettbewerbsserie »Fahren um den Chiemgaucup«, die bei den Turnieren in Unterneukirchen (30. und 31. Juli) und Eppenstatt (8. und 9. Oktober) erneut gegeneinander antreten wollen. fb