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»Nachtsitzung« für die beste Auswärtsmannschaft

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Für seine auswärts enorm starken Schützlinge geht es heute in Hallbergmoos zur Sache: Kirchanschörings Trainer Uli Habl. (Foto: Butzhammer)

Zu einer »Nachtsitzung« bricht der Fußball-Landesligist SV Kirchanschöring am heutigen Freitag nach Hallbergmoos auf. Im dortigen Sportpark tritt die Aschauer/Habl-Truppe um 19.30 Uhr beim gastgebenden VfB an, der zwar als Drittletzter die schwächste Abwehr der Liga aufweist (34 Gegentreffer), zuletzt jedoch im Kellerduell in Hebertsfelden ohne Gegentor blieb und einen eminent wichtigen 2:0-Erfolg landete.


Der SVK, derzeit Fünfter des Klassements mit sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter TSV Waldkirchen, reist zwar als Favorit an, doch der jüngste Auftritt bei der TuS Pfarrkirchen habe gezeigt, so Trainer Uli Habl, »dass es auch gegen die hinteren Mannschaften nicht leicht ist, zu bestehen. Die wehren sich mit Händen und Füßen.«

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Dennoch wolle man die imposante Serie auf des Gegners Plätzen fortsetzen und den sechsten Saison-Auswärtserfolg feiern. Mit 16 Punkten sind die »Anschöringer« das stärkste Auswärtsteam der Liga, mit einer Niederlage musste man bislang noch nie die Heimfahrt antreten (Bilanz: 5-1-0). »Und diesen Nimbus wollen wir natürlich schon verteidigen«, betont Habl, »aber dazu dürfte eine Leistung wie am letzten Samstag in Pfarrkirchen wohl kaum reichen.«

Habl, seine Trainerkollegen und die Mannschaft haben übrigens das Video vom denkwürdigen letzten Heimspiel gegen Waldkirchen (3:4-Pleite nach 3:0-Pausenführung) noch einmal genauestens analysiert. »Ich muss da vielen Zuschauern widersprechen, die behaupten, wir hätten in der zweiten Halbzeit nichts mehr getan«, erklärt der ehemalige Traunsteiner: »Fakt ist: In Pfarrkirchen waren wir schwächer, aber da hat keiner gemeckert, weil wir halt gewonnen haben. Und gegen Waldkirchen haben wir in der zweiten Halbzeit auch sehr gut gespielt – das hat das Video ganz klar gezeigt – und auch fünf hundertprozentige Chancen erarbeitet. Bis auf die Verwertung dieser Chancen und die individuellen Fehler, an deren Quote wir noch arbeiten müssen, war das Waldkirchen-Spiel also völlig in Ordnung. Da gibt es auch keinen Vorwurf mehr an die Mannschaft!«

In personeller Hinsicht wird sich beim SVK im Vergleich zum Auftritt in Pfarrkirchen übrigens fast nichts ändern. Bis auf Jakob Unkner, der die Fahrt nach Hallbergmoos aus privaten Gründen nicht mitmachen kann (für ihn wurde kein Akteur nachnominiert), ist der Kader sogar identisch mit dem aus der Vorwoche.

Vielleicht gelingt es ja SVK-Top-Torjäger Sebastian Leitmeier (12 Treffer) gegen die vermeintlich abwehrschwachen VfB-Kicker, sein Trefferkonto etwas aufzustocken. Derzeit liegt der Kirchanschöringer ja »nur« auf Platz zwei hinter Benjamin Held (SE Freising/14). Die dritte Position nimmt Manuel Mader (Waldkirchen/10) ein, Vierter ist der Ergoldinger Andreas Kasten (9). cs