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Nach drei Siegen in Folge geht der SBC diesmal wieder leer aus

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SBC-Spieler Samuel Schwarz (rechts) behielt in diesem  Zweikampf  gegen  Maximilian Siebald, dem zweifachen Torschützen der Ismaninger, die Oberhand. (Foto: Weitz)

Nach drei Siegen in Folge hat es den SB Chiemgau Traunstein im vorletzten Heimspiel dieses Jahres in der Fußball-Bayernliga Süd wieder erwischt:


Im Kellerduell gegen den FC Ismaning setzte es für die Elf von Trainer Stephan Schmidhuber vor 420 Zuschauern im Jakob-Schaumaier-Sportpark eine empfindliche 0:4-Niederlage, sie bleibt in der Tabelle aber auf Platz 17.

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»Zunächst möchte ich eine Gratulation an den Gegner aussprechen, der es geschafft hat, uns von der ersten Minute an den Zahn zu ziehen«, sagte Stephan Schmidhuber enttäuscht. »Man hat schon in den ersten zwei, drei Zweikämpfen gemerkt, dass da von unserer Seite keine Gegenwehr ist, zumindest nicht die, die man gegen so einen spielstarken Gegner haben muss«, kritisierte er.

Sein Gegenüber Rainer Elfinger freute sich natürlich sichtlich über den Sieg, denn zuletzt hagelte es für sein Team ja fünf Niederlagen in Folge. »Sie sehen einen überglücklichen Gästecoach«, betonte er. »Wir waren natürlich unter Druck, dass wir endlich den Bock umstoßen«, fügte er hinzu. »Ich denke, man hat von der ersten Sekunde an gesehen, dass wir das heute machen wollten. Der Wille war überragend.«

In der Tat übernahmen die Gäste von Beginn an das Kommando und drückten dem Spiel den Stempel auf. Ein Schuss von Bastian Fischer landete noch auf dem Tornetz (2.) und ein Versuch von Oliver Stefanovic (22.) ging über das Tor von SBC-Torwart Maximilian Tanzer.

Erst danach wurde der SBC stärker. Das erkannte auch Elfinger nahtlos an. »Wir hatten in der ersten Halbzeit eine Viertelstunde, da haben wir nicht gut ausgeschaut, da haben wir in der einen oder anderen Situation Glück gehabt.« Etwa als ein Kopfball von Samuel Schwarz nach Vorlage von Linor Shabani knapp über den Ismaninger Kasten ging (24.). Drei Minuten später jagte Shabani die Kugel aus 16 m dann ebenfalls über das Gehäuse und auch ein Versuch von Maximilian Probst wurde im letzten Moment unterbunden (30.). Die daraus resultierende Ecke köpfte Franz Eyrainer noch drüber.

Doppelschlag der Gäste in der ersten Halbzeit

Zwei Minuten später schlug Ismaning dann das erste Mal zu. Im Strafraum konnte Mijo Stijepic unbedrängt quer legen auf Maximilian Siebald, der nur noch einschieben musste. Im direkten Gegenzug wäre den Traunsteinern fast der Ausgleich geglückt, doch den Drehschuss von Probst, der schön von Geburtstagskind Stefan Mauerkirchner bedient wurde, wehrte Ismanings Tormann Sebastian Fritz stark ab. In der 36. Minute machten es die Ismaninger besser. Einen Schuss von Siebald wehrte Tanzer zunächst ab, doch der Ball landete vor den Füßen von Bastian Fischer, der zum 2:0 vollstreckte. »Wir haben die Fehler von Traunstein in der Vorwärtsbewegung ausgenutzt«, freute sich Elfinger.

Schmidhuber ärgerten die beiden Gegentore hingegen maßlos. »Wir stellen uns aus meiner Sicht sehr, sehr dumm an. Da gibt es ein bisschen was zum Aufbereiten.« Er lobte aber auch »die individuelle Klasse beim Gegner«. Und schob noch hinterher: »Es ist einfach eine gewisse Naivität bei unserer Mannschaft da«. Ihn ärgerte vor allem: »Wenn man mal 0:1 hinten ist, kann man das Spiel halt auch mal ein bisschen länger offen halten.« Das glückte seinem Team mit den beiden Gegentoren innerhalb von vier Minuten eben einmal mehr nicht. Schmidhuber wollte es dabei auch nicht als Ausrede gelten lassen, dass mit Sebastian Mayer und Alexander Köberich beide etatmäßige Innenverteidiger ausgefallen sind.

Nach dem Wechsel nahmen die Ismaninger etwas das Tempo raus und verwalteten das Ergebnis zunächst geschickt. Die Traunsteiner fanden dagegen kein Mittel – und so blieben Chancen Mangelware. Lediglich Probst (48.) und Alexander Schlosser (53.) hatten zu Beginn der Halbzeit noch Möglichkeiten.

Die Tore fielen aber wieder einmal auf der Gegenseite. Zunächst feierte Siebald seinen zweiten Treffer in diesem Spiel (71.), dann machte der kurz zuvor eingewechselte Kaan Aygün mit dem 4:0 (88.) endgültig den Deckel auf die Partie drauf. »Wir haben top gekämpft und uns endlich wieder dafür belohnt. Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient«, bilanzierte Elfinger. Das Fazit von Schmidhuber fiel anders aus: »Im Großen und Ganzen waren wir zu wenig offensiv und von hinten bin ich auch enttäuscht, weil wir einfach keinen Spielaufbau wollen.«

SB Chiemgau Traunstein: Tanzer, Bauer, A. Schlosser, Probst, Schwarz, Willberger (70. Maurer), Höhensteiger (46. Zeric), Daniel, Eyrainer, Shabani (46. Mazur), Mauerkirchner.

FC Ismaning: Fritz, Beck, Siedlitzki, Siebald, Soave, Stijepic, Fischer (83. Aygün), Stefanovic, Ehret, Zeisl, Killer.

Tore: 0:1 Siebald (32.); 0:2 Fischer (35.); 0:3 Siebald (71.); 0:4 Aygün (88.).

Zuschauer: 420.

Schiedsrichter: Weichert (München). SB

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