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Nach 18 Jahren Wettkampfpause gleich Europameister

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Michael Hackl ist Europameister im Steinheben. Der 49-Jährige präsentierte stolz seine Medaille. (Foto: Brenninger)

Vor 18 Jahren hat Michael Hackl eigentlich schon aufgehört. Damals hatte der Steinheber in seiner Sportart nämlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt.


Der mittlerweile 49-jährige Traunsteiner war unter anderem internationaler österreichischer Meister und Grenzlandmeister. Er fing damals dann lieber wieder zum Fußballspielen an. Doch im vergangenen Jahr schaute er sich die Ergebnisse der Weltmeisterschaften im Steinheben an. »Und dann hat mich der Ehrgeiz wieder gepackt«, erzählt er lachend.

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Der Lohn: Michael Hackl startete nun im österreichischen Purgstall an der Erlauf bei den Europameisterschaften und holte sich auf Anhieb in seiner Klasse Ü 50 den Titel – und das mit einem neuen Rekordergebnis. »Das ist schon etwas Besonderes, wenn man sein Comeback mit einem Titel feiern kann«, erzählt er nicht ohne Stolz.

Auch die Konkurrenz präsentiert sich bärenstark

Denn schließlich war auch die Konkurrenz aus Deutschland, Österreich, Slowenien und Finnland bärenstark. Doch Hackl meisterte schon die Qualifikation mit Bravour und legte dann im alles entscheidenden Durchgang noch was drauf. Er hob den 225 kg schweren Stein auf 116,0 cm – was ihm neben dem Titel eben auch noch das Rekordergebnis in dieser Altersklasse bescherte. Damit gab er Alois Leber, der den Stein auf ebenfalls starke 114,8 cm hob, das Nachsehen.

Zudem startete Hackl auch noch in der offenen Klasse bis 110 kg und erreichte da den starken 4. Platz. Dabei musste er einen 275 kg schweren Stein heben und schaffte 83 cm. »Mit diesem Ergebnis habe ich einige der jüngeren Starter ganz schön ärgern können«, freut er sich. Den Sieg sicherte sich hier der Österreicher Roman Janker mit 100,7 cm vor seinen Landsleuten Vinzenz Helmreich (97,7 cm) und Klaus Steinbock (91,2 cm).

»Ich möchte jetzt wieder am Ball bleiben«

Um diese Topergebnisse erzielen zu können, musste Michael Hackl davor aber hart trainieren. »Die Vorbereitung habe ich im Oktober begonnen, das war alles sehr intensiv«, erzählt der gebürtige Österreicher, der ansonsten bei der DJK Traunstein noch beim Stockschießen aktiv ist.

Und nun? »Ich möchte jetzt wieder am Ball bleiben«, sagt Hackl. Er hat auch schon konkret einige Wettbewerbe für dieses Jahr ins Auge gefasst. Er wird bei der alpenländischen Meisterschaft in Garmisch-Partenkirchen und bei der Österreichischen Meisterschaft starten. Und auch für 2018 gibt es schon einen Termin, sofern er zustande kommen wird. Dann wird nämlich wohl wieder eine Weltmeisterschaft im Steinheben in Österreich stattfinden. »Das ist ein Ziel von mir«, betont Michael Hackl. Er möchte nun nämlich keine 18 Jahre mehr auf den nächsten Titel warten. SB

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