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»Muss das Training genau dosieren«

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Sie freut sich auf die kommende Wintersaison: Marina Wallner. (Foto: Wallner)

Nachdem in Sölden der Auftakt im alpinen Skiweltcup mit dem Riesenslalom der Damen und Herren über die Bühne gegangen ist, stehen die Slalom-Spezialisten noch in den Startlöchern. Im finnischen Levi finden Ende November zwei Slaloms der Damen statt.


Für dieses Rennen brennt auch Marina Wallner vom SC Inzell auf ihren Einsatz. Die 25-Jährige will dabei ihre vergangene Saison mit ihren gesundheitlichen Problemen endgültig vergessen machen. In dieser erwischte sie die Viruserkrankung Pfeiffersches Drüsenfieber.

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»Ich war fix und fertig und energielos. Der Weg zu einer gewissen Normalität hat lange gedauert«, erzählt die Inzellerin, die ein Jahr zuvor schon mit einem Kreuzbandriss Pech gehabt hatte. »Ich muss weiter abwarten und das Training genau dosieren. Mittlerweile schaut es ganz gut aus und ich habe alles im Griff«, zeigt sie sich kämpferisch.

Im Frühjahr wechselte Wallner die Skifirma und ist nun wieder zu Fischer-Ski zurückgekehrt. »Altbewährtes Material halt, da habe ich großes Vertrauen. Ich bin froh, dass der Wechsel zurück geklappt hat«, freut sich Wallner.

Ansonsten hat sie das Sommertraining trotz der Einschränkungen wegen der Corona-Maßnahmen gut überstanden. Alle Trainingseinheiten konnten in Europa absolviert werden, vor allem in der Schweiz auf Schnee. Für die neue Saison hat die 25-Jährige einige Erwartungen. Hauptziel ist die Teilnahme an der WM 2021 in Cortina. Sie will zunächst wieder zurück in die Top 30 der Startliste, auf längere Sicht in die Top 20.

»Schritt für Schritt muss das geschehen, ich will nichts überstürzen. Im Training habe ich etwas umgestellt, ich habe doch einiges an Substanz durch die Krankheit verloren«, sagt Wallner, die sich in dieser Saison auch auf einen neuen Trainer einstellen muss. Der Österreicher Georg Harzl ist neuer Techniktrainer der Damen. Wegen Corona ist noch einiges in der Schwebe, was den kommenden Winter betrifft. In Nordamerika wird es keine Weltcuprennen geben. Ob es bei den Rennen Zuschauer geben wird, ist völlig offen, volle Stadien sind kaum zu erwarten.

»Ich denke zum Beispiel an Flachau, das kann man sich ohne Fans gar nicht vorstellen. Obwohl, im Europacup bin ich quasi auch schon ohne Zuschauer gefahren, ich weiß also, wie sich das anfühlt.« SHu

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