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Mölzl sieht »Positives« beim Remis gegen Töging

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Er bereitete alle drei Treffer des SV Kirchanschöring vor: Yunus Karayün. (Foto: Butzhammer)

Zum zweiten Mal binnen acht Tagen mussten sich die Bayernliga-Kicker des SV Kirchanschöring mit einem Remis gegen einen Landesligisten begnügen: Dem 1:1 gegen den SV Erlbach folgte am vergangenen Samstag auf dem »erstaunlich guten Kunstrasen in St. Wolfgang« – so Trainer Patrick Mölzl – ein 3:3 gegen den FC Töging.


Auch wenn das Ergebnis nicht optimal passte, so war der Ex-Profi – der bereits heute mit Co-Trainer Dominik Hausner als kleine Vorhut ins Trainingslager nach Jesolo (Dienstag bis Sonntag) reisen wird – keineswegs unzufrieden: »Da wir ja 0:2 und 2:3 im Rückstand lagen, kann man schon auch etwas Positives rausziehen«, so Mölzl. Man dürfe bei der Bewertung der Leistung nicht vergessen, dass seine Truppe nach einer extrem harten und intensiven Trainingswoche völlig platt war.

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»Viele Laufduelle verlieren und im Kopf langsam sein«

»Ich habe schon vor dem Spiel gewusst, dass wir viele Laufduelle verlieren und auch im Kopf langsam sein werden«, betont der SVK-Trainer. Er ergänzte: »Es war definitiv keine berauschende Leistung von uns.«

Dies sei jedoch auch insofern »nicht so tragisch«, zumal die Töginger – zwei Tage nach ihrem 1:6 in Prien gegen den Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim – offensichtlich auf Wiedergutmachung bedacht waren. Sie hatten vor allem in puncto Aggressivität Vorteile gegenüber den Gelb-Schwarzen.

In der 28. Minute gingen die Mannen von Trainer Andi Bichlmaier in Front: Alexander Fuchshuber bediente Tim Bauernschuster, der zum 1:0 für den Außenseiter vollendete. Kurz vor der Pause erhöhte der Schnaitseer Thomas Hamberger für den Landesliga-Vertreter. Das war allerdings noch nicht der Schlusspunkt im ersten Durchgang, denn mit dem Pausenpfiff besorgte Martin Söll nach einer Standardsituation von Yunus Karayün den SVK-Anschlusstreffer.

Der Tabellenzehnte der Bayernliga Süd kam verbessert aus der Kabine und machte sofort Druck – A-Lizenz-Inhaber Mölzl hatte offenbar die richtigen Worte gefunden. Schneller Lohn war der Ausgleich durch Thaddäus Jells Kopfball wiederum nach einem Standard von Yunus Karayün (50.). Tögings Trainer Andi Bichlmaier brachte dann Endurance Ighagbon ins Spiel – eine Maßnahme, die Erfolg hatte, denn der FC-Joker traf in der 59. Minute zum 3:2 ins lange Eck.

Auch in der letzten halben Stunde hatten beide Mannschaften noch gelungene Aktionen zu bieten. Die beste der Kirchanschöringer sorgte für das 3:3 (70.), als der in Marquartstein wohnende Jell – sehr schön von Karayün freigespielt – eiskalt abschloss und seinen zweiten Treffer an diesem Nachmittag markierte.

»Bei den Gegentoren wieder zu unkonzentriert

Andi Bichlmaier zeigte sich nach dem Probelauf durchaus zufrieden. »Mir hat unser Spiel sehr gut gefallen, allerdings waren wir bei den Gegentoren wieder zu unkonzentriert.«

Sein »Anschöringer« Kollege Mölzl meinte: »Für die wenigen Zuschauer und auch mich – ich hab’ da draußen ganz schön gefroren – war das Spiel nicht sonderlich erwärmend. Ich würde das Niveau als 'überschaubar' bezeichnen.«

Während des Trainingscamps in Jesolo sei vorerst kein Test geplant. Die Generalprobe für den Bayernliga-Frühjahrsrunden-Start zu Hause gegen die DJK Vilzing (Samstag, 4. März, 14 Uhr) soll also erst am Samstag, 25. Februar, um 15 Uhr beim TSV 1860 Rosenheim steigen. Diese Begegnung soll dann übrigens auf Naturrasen – so zumindest der Wunsch von Mölzl und dem neuen Coach des Regionalligisten, Tobi Strobl – ausgetragen werden. cs