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Mölzl: »Müssen einfach ruhig bleiben«

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Er machte zuletzt seine Sache gut: der Ex-Freilassinger Thaddäus Jell. (Foto: Butzhammer)

Der Regionalliga-Absteiger kommt! Mit dem TSV Rain, der in der vergangenen Saison als Schlusslicht die bayerische Eliteliga verlassen musste, gastiert am morgigen Samstag um 14 Uhr eine Mannschaft beim Fußball-Bayernligisten SV Kirchanschöring, die vor allem in der Offensive einiges zu bieten hat. Mit 31 Treffern weisen die Kicker vom Lech den drittstärksten Angriff nach Spitzenreiter SV Pullach (34) und dem SV Heimstetten (33) auf.


»Anschörings« Torwart Lu Hoyer, der wie schon am vergangenen Samstag beim 0:0 in Kottern wieder den Vorzug gegenüber Christian Schlosser bekommt, könnte also durchaus stark beschäftigt werden. Mit ihrem Torverhältnis (31:20) können die Rainer nicht nur mit den Top-Teams mithalten, in dieser »Wertung« stehen sie sogar besser da als etwa der Rangzweite FC Unterföhring (27:23) oder der Dritte FC Pipinsried (24:21).

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Zwei treffsichere Spieler beim TSV Rain

Nur mit ihrem Tabellenplatz (7.) sind die TSV-Akteure nicht hundertprozentig zufrieden, diesbezüglich gibt es noch Luft nach oben. Zuletzt kassierten sie zwei Niederlagen (0:1 in Pullach, 1:2 gegen den TSV Dachau), die den Kontakt nach oben etwas abreißen ließen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Rainer mit Johannes Müller und Marco Friedl (je sieben »Kisten«) zwei eminent torgefährliche Spieler in ihren Reihen haben, die gemeinsam den fünften Rang der Torschützenliste einnehmen.

Eines haben also beide Teams gemeinsam: Sie wollen endlich wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Während die Gäste zuletzt zwei Nuller verbuchten, warten die Gelb-Schwarzen von Trainer Patrick Mölzl ja schon seit vier Begegnungen auf einen Dreier. Insgesamt positiv zu bewerten ist jedoch der jüngste SVK-Auftritt beim TSV Kottern. Dort wäre laut Teammanager Michael Wengler »sogar mehr drin gewesen als nur dieser eine Punkt.«

Und dass Mölzl mit seinen Jungs weitestgehend zufrieden war, wird auch durch dessen »Auswechselpolitik« bestätigt: Der Ex-Profi schöpfte das Kontingent nicht aus, brachte von der Bank nur Yasin Gürcan und Florian Hofmann. Eine gute Vorstellung gab laut Coach auch Thaddäus Jell (früher ESV Freilassing) ab, der nach abgelaufener Rotsperre wieder mit von der Partie war und auch gegen Rain gesetzt sein dürfte.

»Um gegen so eine Mannschaft bestehen zu können, brauchen wir sicherlich einen Sahnetag«, bringt Wengler dem morgigen Gegner großen Respekt entgegen, »jeder muss an seine Leistungsgrenze gehen. Ohne die Rückendeckung und stimmgewaltige Unterstützung unserer Zuschauer wird das nichts.«

Dennoch will Mölzl mit aller Macht die Punkte behalten: Es sei ja »ein Heimspiel«, meint er – und trotz der aktuell schwierigen Lage müsse man punkten. »Wir hatten die Verletzten, und die müssen jetzt spielen, obwohl sie wenig Training haben«, erklärt der 35-Jährige. Die Spieler müssten damit leben und »zurückkommen«, obwohl für Aufbaumaßnahmen im Amateurbereich wenig Zeit bleibe, »um die Jungs wieder auf den Stand zu bringen, der ganz einfach erforderlich ist – auch körperlich«.

Derzeit fehlt das Quäntchen Glück

Derzeit fehle zudem ein wenig das Quäntchen Glück, meint Mölzl, wobei er da nochmal konkret den jüngsten Auftritt in Kottern anspricht: »Wenn die Pullacher dort gespielt hätten«, behauptet der SVK-Cheftrainer, »hätten sie aus einem Drittel der Chancen etwas gemacht, weil es bei denen einfach läuft.« So sei eben Fußball, sagt Mölzl, er kenne das Geschehen jetzt auch schon ein bisschen länger. »Wir müssen einfach ruhig bleiben«, fordert er. cs