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Mölzl fordert: »Chancen nutzen«

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Für ihn gab es ein Lob vom Trainer: Manuel Jung, der zuletzt in Deisenhofen über die volle Spielzeit für den SV Kirchanschöring am Ball war. (Foto: Butzhammer)

Für den SV Kirchanschöring ist derzeit jedes Spiel ein Endspiel. Noch neun Begegnungen stehen in der laufenden Saison der Fußball-Landesliga Südost an, fünf davon darf der momentane Tabellenführer vor eigenem Publikum absolvieren. Zur Heimpremiere der Frühjahrsrunde gastiert am heutigen Samstag (14.30 Uhr) der Tabellenneunte Türkgücü-Ataspor München im Stadion an der Laufener Straße, das sicher wieder bestens besucht sein wird.


»Da kommt ein ganz, ganz unangenehmer Gegner, der auswärts richtig stark ist, mit einer unfassbar guten Offensive, das sieht man an den geschossenen Toren«, zeigt sich Kirchanschörings Spielertrainer Patrick Mölzl trotz des 2:0-Hinspielsieges seiner Crew respektvoll. Man sehe jedoch auch, »dass die Türken defensiv anfällig sind, und im Prinzip sagt das schon alles, was wir am Samstag zu tun haben.«

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Mölzl fordert im Klartext: »Wir müssen stabil gegen den Ball arbeiten und einfach die Chancen nutzen, die wir kriegen. Die werden wir wieder kriegen, die haben wir immer bekommen – auch in den letzten Spielen.« Ein Beispiel sei die Großchance von Manuel Jung jüngst in Deisenhofen gewesen, als der Ex-Freilassinger den Ball aus drei Metern nicht im leeren Kasten unterbrachte, »außerdem standen wir fünfmal blank am Sechzehner, da hätte auch mal ein Tor fallen dürfen«, so Mölzl.

Der Spielertrainer der Gelb-Schwarzen betont, er mache sich noch überhaupt keine Sorgen. Er sei trotz des Fehlstarts und der Torflaute – die ja schon in der Vorbereitung begonnen hat – »unfassbar entspannt«, zumal seine Mannschaft ja genügend Chancen herausarbeite. Auch die Stimmung sei nach wie vor gut, betont Mölzl: »Es herrscht keinerlei Missstimmung, ganz im Gegenteil: eher Aufbruchstimmung. Und genauso muss es auch sein.«

Wie die Aufstellung gegen den früheren Verein von Mölzls Vater Erhan Önal tatsächlich aussehen wird, konnte der »Anschöringer« Cheftrainer noch nicht sagen, »weil es gut sein kann, dass ich mich erst am Spieltag endgültig entscheide.« Gespannt darf man jedenfalls sein, ob Lu Hoyer oder der Ex-Waginger Michael Endlmaier anstelle des gesperrten Dennis Kracker den Kasten hütet. Auch das wollte Mölzl noch nicht verraten – zumindest nicht der Öffentlichkeit.

Ein Lob hatte er nach dem Deisenhofen-Spiel für die beiden Neuzugänge Manuel Jung (spielte die vollen 90 Minuten in der Offensive) und Petrit Nika (kam in der letzten halben Stunde zum Einsatz) übrig. »Manuel hat einen sehr guten Job gemacht, und auch Petrit, der am Anfang – als er zu uns gekommen ist – etwas Probleme hatte, ist in den letzten zwei Wochen immer stärker geworden«, erklärte Mölzl.

Nun hofft er, dass seine Elf das umsetzen kann, was in den Übungseinheiten schon gut funktioniert, in den vergangenen Wochen aber nicht in Zählbares umgemünzt werden konnte.

»Ich sehe ja, wie die Jungs trainieren, und weiß ja, was sie können«, gibt sich der Trainer optimistisch, dass heute der erste Dreier im Jahr 2015 verbucht und damit ein bärenstarker Saisonendspurt eingeläutet wird. Freilich hätte der frühere Profi nichts dagegen, wenn der aktuelle Tabellenrang bis zum Schluss gehalten und der erstmalige Bayernliga-Aufstieg in der SVK-Geschichte gefeiert wird. cs

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