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Mit starken Leistungen in den Weltcup

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Er holte sich mit einem Podestplatz im IBU-Cup nun auch die Nominierung für den Weltcup in Ruhpolding: Johannes Kühn vom WSV Reit im Winkl. (Foto: Wukits)

Mit starken Leistungen bei den Herren und zumindest teilweise sehr erfreulichen Ergebnissen bei den Damen kehrten die deutschen Biathleten vom IBU-Cup in Nove Mesto (Tschechien) zurück. Dort wurden bei Damen und Herren je zwei Sprints absolviert.


Herausragende Leistungen aus deutscher Sicht lieferten dabei im ersten Sprint die Schwestern Karolin (WSV Clausthal-Zellerfeld/Stützpunkt Ruhpolding) und Nadine Horchler (SC Willingen)) mit den Plätzen 4 und 5 ab, bei den Herren im zweiten Sprint Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl) und Florian Graf (WSV Eppenschlag/beide Stützpunkt). Der Tüßlinger Kühn wurde hier Dritter vor seinem Stützpunktkollegen, Sechster eine starke deutsche Herren-Auswahl angeführt.

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Und diese Leistungen wurden auch belohnt: Sowohl Johannes Kühn als auch Karolin Horchler wurden vom Deutschen Skiverband für den Weltcup in Ruhpolding nominiert, der am morgigen Mittwoch mit dem Einzellauf der Herren beginnt.

Bei den Damen ist mindestens im Einzellauf am Donnerstag auch Karolin Horchler dabei. »Sie hat sich auch am zweiten Tag ansprechend präsentiert«, lobt Trainer Remo Krug. Der Inzeller durfte sich vor allem über das Abschneiden der Herren freuen, die sich »sehr gut präsentiert« hatten.

Im ersten Sprint war Rang 21 von Kühn das »schlechteste« Ergebnis der sechs beteiligten Deutschen, im zweiten 10-km-Wettkampf Rang 20 von Philipp Horn (SVE Frankenhain) bei fünf deutschen Biathleten – denn Matthias Dorfer (SV Marzoll/Stützpunkt) war dabei nicht am Start.

Den Sieg bei 115 Teilnehmern im ersten Sprint sichert sich Fabien Claude (Frankreich). Sechster wurde Florian Graf (WSV Eppenschlag/+ 52,4 Sekunden/2 Schießfehler), Achter Matthias Bischl (SV Söchering/+ 57,6/0) vor Dorfer (+ 1:00,9 Minuten). Der 15. Rang ging an Steffen Bartscher (SK Winterberg/+ 1:16,2/1), Rang 19 an Horn (+ 1:25,0/2), Kühn landete trotz vier Schießfehlern (+ 1.34,1) auf Rang 21. Er sei wohl »zum Schießen jeweils etwas zu schnell hingelaufen«, vermutete Kühn anschließend.

Neue Taktik bringt Podestplatz

Tags darauf musste sich Kühn im Feld der 112 Sportler lediglich dem russischen Duo Petr Paschenko und Timofej Lapschin (+ 3,9/2) geschlagen geben und wurde mit 38,7 Sekunden Rückstand (2 Fehler) Dritter vor Graf (+ 39,1/0). Elfter wurde Bischl (+ 1:06,6/1) vor Bartscher (+ 1:07,2/2), Rang 20 ging an Horn (+ 1:28,1/2). Insgesamt waren die Bedingungen am zweiten Tag etwas besser, und Kühn hatte eine neue Taktik: »Ich bin etwas langsamer angegangen und auch auf der Schlussrunde habe ich erst nach dem ersten Berg Vollgas gegeben«, sagte er.

Beim Damenteam überzeugten die Routiniers. Im ersten Sprint (81 Damen) lag Olga Jakuschowa (Russland) vorn. Vierte wurde die 26-jährige Karolin Horchler (+ 27,9/0) vor ihrer 29-jährigen Schwester Nadine (+ 36,6/0).

Weitgehend treffsicher, aber läuferisch noch mit gewissem Rückstand präsentierten sich einige weitere deutsche Athletinnen. Rang 25 ging an Carolin Leunig (WSV Clausthal-Zellerfeld/+ 1:36,1/0), Rang 40 an Marie Heinrich (Großbreitenbacher SV/+ 2:07,4/1) und Rang 76 an Anna Siemoneit (SSV Altenberg/+ 4:51,4/5), die jedoch hier auch im Schießen noch Nachholbedarf hatte. Das galt auch für die junge Stützpunkt-Athletin Annika Knoll (SC Friedenweiler/+ 2:30,2) auf Rang 48, die allerdings läuferisch etwas näher an der Konkurrenz dran war.

Tags darauf gewann Anais Chevalier (Frankreich), unter 84 Teilnehmerinnen war Karolin Horchler (+ 51,3/1) auf Rang 7 beste Deutsche. Es folgten: 28. Nadine Horchler (+ 1:47,6/2); 31. Marie Heinrich (+ 1:56,5/0); 43. Anna Siemoneit (+ 2:19,6/1); 48. Annika Knoll (+ 2:27,2/3); 58. Carolin Leunig (+ 2:46,4/1).

Junge Garde braucht noch Zeit

»Da sind viele junge Mädels im Team, die brauchen natürlich noch etwas Zeit, um läuferisch an die Spitze heranzukommen. Da darf man keine Wunderdinge erwarten, aber sie geben ihr Bestes«, lobt Krug die junge Garde mit der 24-jährigen Leunig, der 22-jährigen Knoll und den beiden 21-jährigen Sportlerinnen Heinrich und Siemoneit.

»Keine Wunderdinge« hatte er auch von der dank guter Leistungen vom IBU-Cup in den Weltcup 4 aufgerückten Luise Kummer (SVE Frankenhain) erwartet, doch mit den Plätzen 48 (Sprint) und 51 (Verfolgung) »hat sie in etwa ihr Potenzial ausgeschöpft«, lobt Krug. Natürlich gelte auch für die 22-jährige Kummer, dass es noch Verbesserungsmöglichkeiten gebe. »Das ist eine für die Zukunft« – dieser Satz gilt sowohl für sie als auch für die weiteren jungen deutschen Damen. »Man muss sie halt kontinuierlich aufbauen«, mahnt er zur Geduld. who