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Mit Schlechinger »Schliff« zum Olympia-Glück?

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Die Skier testen: Das gehört für »Muck« Bauer senior aus Schleching (vorn) zu den wichtigen Aufgaben, um den Biathleten des US-Teams möglichst gute Voraussetzungen für den Wettkampf bieten zu können. (Foto: privat)

Mit Chiemgauer Betreuung zum Erfolg: Das erhoffen sich die Biathleten des US-Teams bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Denn in Remigius »Muck« Bauer senior haben sie einen erfahrenen Skitechniker an Bord – und dessen Chef bei den amerikanischen Biathleten ist der Siegsdorfer Bernd Eisenbichler.


Bereits seit neun Jahren ist der Schlechinger »Muck« Bauer für die US-Athleten tätig, »es sind meine dritten Winterspiele mit ihnen«, berichtete er kurz vor seinem Abflug nach Sotschi.

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Seine Aufgabe ist es, die Skier zu strukturieren und zu wachsen, wobei er das Schleifen der Skier auch für die US-Langläufer mit übernimmt, das »Wachseln« ausschließlich für die Biathleten.

Die Maschine für die Skistruktur ist die Gleiche, wie er sie zu Hause in Schleching hat. Nach der Einkleidung des Teams in München gab es den gemeinsamen Abflug nach Russland, wo bereits am heutigen Dienstag die ersten Skitests auf dem Programm stehen.

Dass man nie auslernt in seinem Metier, weiß der Schlechinger genau. »Erfahrung ist wichtig, aber man macht jedes Jahr wieder neue Erfahrungen, man muss viel testen«, erklärt er. Schon im Vorjahr hatte das Team beim Weltcup in Sotschi die Strecken kennengelernt, derzeit »sind die Schneeverhältnisse gut, und mir ist schon berichtet worden, dass das Olympische Dorf sehr schön ist«, freut er sich.

Der Schlechinger ist inzwischen schon lange als Techniker aktiv. Bereits bei Fritz Fischer und Martina Zellner hatte er die Ski hergerichtet, war fünf Jahre Techniker bei der deutschen Mannschaft und betreute in seiner Laufbahn unter anderem Ricco Groß und Kati Wilhelm.

»Dann hat mich der Bernd Eisenbichler gefragt, ob ich beim US-Team mitmachen will«, so Bauer. Er begann dort seine Tätigkeit.

Sportlich gesehen ist er durchaus zuversichtlich für die Spiele: Tim Burke, Lowell Bailey und Susan Dunklee »haben echte Chancen auf einen Platz unter den besten Fünf – aber diese Chance haben ja gut 30 Leute«, weiß er auch um die enorme Leistungsdichte im Biathlon.

Auch deshalb bedauert er, »dass in den USA nur Medaillen zählen«, denn auch sonst sind die Leistungen der Biathleten durchaus hoch einzuschätzen. Tim Burke hatte heuer sogar zum Saisonauftakt in Östersund mit Rang 3 einen Podestplatz errungen, Susan Dunklee beim letzten Weltcup vor den Spielen – in Antholz – den vierten Platz errungen. Bailey war in dieser Saison im Weltcup mehrmals unter den beste 20 aufgetaucht.

Das gibt schon einmal genügend Selbstvertrauen. Um aber ganz weit vorne zu landen, brauche man neben der eigenen guten Leistung auch »ein bißl Glück« weiß »Muck« Bauer – und natürlich einen guten Ski ... who