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Auch er trug mit einem Treffer zum Heimsieg des SVK bei: Albert Deiter (am Ball). (Foto: Butzhammer)

Vor 357 Zuschauern gewann der SV Kirchanschöring in der Bayernliga Süd gegen den TSV 1865 Dachau mit 3:1 (1:1). Zum Beginn gab es eine Gedenkminute für den im letzten Heimspiel verstorbenen Herbert Voggenberger, SVK-Vorstand Rudi Gaugler dankte dem Edelfan in einer kurzen Ansprache.


Auf dem Feld hatte der SVK von Beginn an die besseren Tormöglichkeiten. So schoss Albert Deiter nach Vorarbeit von Tobias Schild über den Kasten der Gäste aus Dachau (8. Minute). Minuten später war es wieder Deiter, der die Führung verpasste (14.).

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Die Gäste aus dem Nordwesten Münchens kamen erstmals über rechts zur ersten Torgelegenheit, allerdings fand sich in der Mitte kein Abnehmer (18.). Für den SVK schlenzte Manuel Omelanowsky den Ball nur knapp am rechten Pfosten vorbei (22.), dafür erntete er Szenenapplaus.

Die Führung für die Gäste aus Dachau fiel dann nach einem Freistoß von der rechten Seite, Sebastian Breys Hereingabe konnte die SVK-Abwehr noch meistern, doch den Abpraller nutzte Mario Maric mit einem Schuss an den vielen SVK-Abwehrbeinen vorbei ins linke untere Toreck zum 0:1 (20.). Vier Minuten später pflückte SVK-Torwart Stefan Schönberger einen Lupfer von Christian Doll herunter.

Sehenswert war der Ausgleich für die Gelb-Schwarzen: Omelanowsky tänzelte am Sechzehner um die Abwehrspieler des TSV, legte zurück auf Anton Peter und der schoss das Leder gekonnt über den Dachauer Schlussmann Maximilian Mayer ins rechte obere Eck zum 1:1 (32.). Manuel Jung hätte die Kostner-Elf vor der Pause sogar noch in Führung bringen können, May-er flog allerdings ins richtige Eck und parierte zur Ecke (39.). Auch ein weiterer Deiter-Vorstoß wurde vom Ex-Löwen-Profi und Spielertrainer Fabian Lamotte per Flugkopfball zur Ecke geklärt (44.).

In der zweiten Halbzeit gab es auf beiden Seiten lange keine brisanten Aktionen, einzig SVK-Kapitän Tobias Janietz schoss nach einer Ecke von Florian Hofmann am linken Pfosten vorbei (59.). Umso mehr feierten die Zuschauer die SVK-Führung, als Omelanowsky über links in Szene gesetzt wurde, gen Gästekasten zog, hereinflankte und in der Mitte Deiter akrobatisch den Ball zum 2:1 (63.) über die Linie des Gästetores beförderte.

20 Minuten vor dem Schlusspfiff lenkte Schönberger einen Drehschuss von Robin Volland mit einer Glanztat zur Ecke, Dachaus Lamotte war in der Folgesituation der Ausgleich nicht gegönnt. Omelanowsky erntete ein Raunen im Publikum, als er zweimal von links kommend nur knapp das Dachauer Tor verfehlte (72./77.). Am Ende gelang es der Kostner-Elf trotzdem noch, für die endgültige Entscheidung zu sorgen: Einen langen Ball auf die linke Seite nahm Omelanowsky mit, zog mit dem Leder gen Tor und netzte rechts unten ein - 3:1 (92.).

Nach Ansicht von Dachaus Spielertrainer Lamotte waren beide Teams defensiv ausgerichtet und hätten abwartend gespielt. Seine Mannschaft sollte »schnell umschalten«, und so hätte das relativ frühe 1:0 »uns eigentlich in die Karten spielen sollen.« Der 1:1-Ausgleich sei aus TSV-Sicht »viel zu früh« gefallen, danach sei Kirchanschöring williger und effizienter gewesen und habe die wenigen Möglichkeiten vor dem Tor einfach ausgenutzt. »So war es insgesamt zu wenig, um hier einen Punkt zu holen«, beklagte er.

SVK-Trainer Kostner bescheinigte seiner Mannschaft »Qualität«. Er sah es als wichtig an, früh den Ausgleich geschafft zu haben. Der SVK habe versucht, »die Schnittstellen zuzustellen, weil Dachau über die Außen eben pfeilschnelle« Leute hat.« In der zweiten Halbzeit habe sein Team »sehr geduldig« gespielt, den Plan des Trainerteams zu 100 Prozent umgesetzt – und der sei am Ende auch aufgegangen.

SV Kirchanschöring: Schönberger, Janietz, Peter (72. Daniel), Deiter (91. Urban), Kraus, Pöllner, Omelanowsky (93. Birner), Hofmann, Schild, Reiter, Jung.

TSV Dachau: Mayer, Lamotte, Weiser, Weiß, Höckendorff, Brey, Volland, Maric (72. Schäffer), Doll, Ceker (37. Breuer), Kikuchi (79. Richter).

Tore: 0:1 Maric (20.), 1:1 Peter (32.), 2:1 Deiter (63.), 3:1 Omelanowsky (92.).

Schiedsrichter: Matthias Zacher (SV Nußdorf/Inn).

Zuschauer: 357. mw