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Mit Minimalfußball zur Maximalausbeute

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Stephan Schmidhuber trug sich gegen Türk Gücü erneut in die Torschützenliste des SV Kirchanschöring ein. (Foto: Butzhammer)

Der Fußball-Landesligist SV Kirchanschöring hat den nächsten Härtetest bei Türk Gücü Ataspor München erfolgreich mit einem 2:0-Sieg bestanden. Dabei zeigten sich die Gelb-Schwarzen in der Lage, sich den Bedingungen anzupassen. So standen anstatt spielerischer Finesse diesmal kämpferische und willensstarke Tugenden auf dem Programm. Nach dem dritten Sieg in Serie – und das ohne Gegentreffer – hat der SVK seinen zweiten Tabellenplatz verteidigt, wobei jetzt schon wieder hart daran gearbeitet wird, gegen den FC Ergolding den nächsten »Dreier« einzusacken. »Da wird dann auch wieder Fußball gespielt«, versprach Spielertrainer Pat-rick Mölzl.


Dabei gestaltete sich der Beginn der Partie relativ schwierig für die »Anschöringer«, denn die Türken begannen druckvoll und wollten ihren Heimvorteil auf dem Kunstrasen ausspielen. So stellte sich in den Anfangsminuten ein Übergewicht für die Platzherren dar, allerdings ohne wirklich für höchste Torgefahr zu sorgen. In der Folge ging stattdessen immer mehr die Taktik des SVK auf, sich auf eine kompakte, tief stehende Ordnung zu konzentrierten, um nach Ballgewinnen geradlinig nach vorne zu spielen.

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Große Torgefahr beschworen die Männer von der Ache damit aber dennoch nicht herauf. Umso glücklicher war man am Ende darüber, dass man unmittelbar vor dem Pausenpfiff etwas Hilfe vom Unparteiischen Mathias Zacher aus Nußdorf am Inn bekam. Dieser entschied nach einem unscheinbaren Luftkampf im Strafraum der Türken auf Elfmeter. Unter energischen Protesten der Gastgeber, die den fünften Elfmeter im siebten Spiel gegen sich hinnehmen mussten, legte sich Christian Heinrich den Ball zurecht. Der Routinier ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und versenkte den Ball souverän im unteren Eck.

Nach der Pause standen die Gastgeber unter Zugzwang, was der Mölzl-Truppe durchaus in die Karten spielte. Diese stand – wie schon in den Spielen zuvor – sehr kompakt, wobei sich die Truppe um Kapitän Albert Eder diesmal weiter zurückzog. Dadurch entstand kaum Raum für Türk Gücü, das vehement anrannte, allerdings im letzten Drittel glücklos blieb. Besser machte es der SV Kirchanschöring rund acht Minuten vor Schluss. Nachdem Christian Heinrich nach einem guten Dribbling noch beim Abschluss gestört wurde, kam der Ball zu Stephan Schmidhuber, der das Leder kaltschnäuzig zum 2:0 versenkte.

»Heute hat die glücklichere Mannschaft gewonnen, aber wir sind sehr froh über die drei Punkte. Wir haben sehr einfachen Fußball gespielt und ganz tief gestanden. Das ist nicht ganz meine Art, aber heute war es absolut erforderlich«, bilanzierte Patrick Mölzl. bts