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Mit ganz viel Leidenschaft dabei

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Professor Dr. Rupert Ketterl kümmerte sich wieder mit fünf weiteren Ärzten um die medizinische Betreuung der Zuschauer und auch der Athleten. (Foto: Brenninger)

Zum letzten Mal ist Professor Dr. Rupert Ketterl als Chefarzt der Unfallchirurgie und der Orthopädie des Klinikums Traunstein/Trostberg beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding im Einsatz gewesen. Denn in wenigen Monaten – genauer gesagt am 31. Mai – geht er in den wohlverdienten Ruhestand. »Aber dem Biathlon werde ich trotzdem erhalten bleiben«, betont der Arzt. Sprich: Er wird auch in den nächsten Jahren den Weltcup betreuen – und das sind überaus gute Nachrichten für die Fans und auch für die Athleten.


Denn das eingespielte Ärzteteam ist mit viel Herzblut dabei. Und das übrigens nicht nur beim Weltcup, sondern auch beim Deutschlandpokal, beim Bayernpokal oder bei diversen anderen Biathlon-Veranstaltungen in der Chiemgau-Arena.

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Die sechs Ärzte kümmern sich dabei rund um die Uhr um die Zuschauer. Sie sind aber auch für die Biathlon-Teams zuständig. »Vor allem die kleineren Mannschaften reisen ja oft ohne medizinische Betreuung an«, erklärt Ketterl, der seit 1996 den Weltcup betreut.

Und es sei natürlich schön, wenn man mit den Athleten in Kontakt komme. Und die schätzen die fachliche Kompetenz von Professor Dr. Ketterl und seinem Team. Der Arbeitstag beginnt dabei schon morgens – und die Ärzte sind über Funk ständig erreichbar.

So gut es geht, können sie sich aber meistens auch die Rennen anschauen. »Und natürlich fiebern wir da mit. Es sind schließlich auch einige Athleten dabei, die wir schon einmal behandelt haben«, sagt der Professor. Da drücke man dann natürlich besonders die Daumen. Geht's für die Sportler Richtung Ziel, ist Ketterl übrigens ganz nah dran – und das aus einem guten Grund. »Sollte jemand der Athleten dort ein Problem haben, dann können wir sofort reagieren«, betont er.

Bei den Biathleten gab's diesmal keine größeren Zwischenfälle. Und auch bei den Zuschauern sei nichts Dramatisches dabei gewesen, betont er. »Die Verhältnisse in der Arena waren wirklich wieder top«, lobt er die Organisatoren. Das Team kann übrigens viele Behandlungen auch direkt in der Arena machen. Nur bei größeren Sachen geht's ins Klinikum Traunstein.

Der Katastrophenfall, der erst am Freitag im Landkreis Traunstein aufgehoben wurde, beschäftigte übrigens auch das Ärzteteam. »Die ersten Tage hat hier schon eine andere Stimmung als sonst geherrscht«, sagt Ketterl. »Aber es war alles bestens geregelt.« SB