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Mit einem Sieg in der Tasche und »mit Gänsehaut« ins Ziel

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Der Überseer Profi-Triathlet Julian Erhardt feierte in Heidelberg einen Sieg und führt damit jetzt die Gesamtwertung im BASF-Triathlon-Cup Rhein-Neckar an.

Jetzt hat Julian Erhardt alles selber in der Hand! Nach seinem Sieg in Heidelberg über die Kurzdistanz (1,7 km Schwimmen/35 km Radfahren/10 km Laufen) führt der Überseer Profi-Triathlet nun die Gesamtwertung im BASF-Triathlon-Cup Rhein-Neckar an und möchte diese natürlich auch im letzten Rennen der Serie am 26. August in Viernheim verteidigen. »Nach dem enttäuschenden Rennen in Ladenburg (Erhardt wurde da Vierter, Anm. d. Red.) wollte ich in Heidelberg zeigen, was ich wirklich drauf habe«, freute sich der 26-Jährige über seinen geglückten Coup.


Die erste gute Nachricht kam für ihn beim »Heidelbergman« bereits kurz vor dem Start, denn das Schwimmen wurde angesichts der Hitze ohne Neoprenanzug durchgeführt. »Das liegt mir mehr«, betonte Erhardt. Und in der Tat setzte er gleich beim Schwimmen Akzente. »Ich kam gut weg und sah nach einigen Metern, dass ich bereits an der Spitze des Feldes war«, hob er hervor. »Ich zog mein Ding konstant bis zum Ende der 1600 oder 1700 m langen Schwimmstrecke durch und konnte so mein erstes ,First out of the water' im Rhein-Neckar-Cup einfahren.«

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Wechsel auf das Rad verläuft problemlos

Der Wechsel auf das Rad klappte für ihn auch ohne Probleme. »Und so konnte ich den berüchtigten Anstieg zum Königsstuhl als Erster in Angriff nehmen«, freute er sich. Recht bald wurde Erhardt dann aber von Markus Rolli überholt und gegen Ende des langen Anstiegs kam auch noch Malte Plappert vorbeigefahren. »Dann folgten einige Führungswechsel und das Tempo war stets sehr hoch«, berichtete Erhardt.

Im Flachstück musste Plappert dann wieder abreißen lassen. »Ich überholte dann Markus erneut und konnte mir in der Abfahrt einen Vorsprung mit der schnellsten Radzeit des Tages von rund 30 Sekunden erarbeiten.«

Doch Erhardt hatte auf dem Rad auch mit einem Handicap zu kämpfen: Er verlor bereits nach einem Kilometer seine Radflasche und er hatte so lediglich 500 ml Wasser aus seiner zweiten Flasche zum Trinken dabei. » Deshalb musste mein Gel nach dem Wechsel zum Laufen direkt herhalten«, sagte er. »Aber meine Energievorräte haben gerade noch gehalten.«

Der 5 km Anstieg auf dem Philosophenweg waren dann wahrlich kein Spaziergang. »Da ich aber um die Stärke einiger meiner Konkurrenten beim Laufen wusste, lief ich bis zum Wendepunkt sehr flott mit Risiko.« Doch Erhardts Plan ging diesmal auf.

»Nach dem Wendepunkt konnte ich dann die Abstände nach hinten in etwa einschätzen«, betonte er. »Und so konnte ich die 5 km bergab zurück ein Stück weit genießen, da ich mir recht sicher war, dass ich das Rennen nach Hause laufen werde.« Überglücklich kam Julian Erhardt nach 2:02:01 Stunden ins Ziel. »Mit Gänsehaut«, betonte er, »ich war von der tollen Stimmung überwältigt. Vielen lieben Dank an dieser Stelle mal an die zahlreichen Zuschauer an der Strecke!«

Jetzt steht ein Trainingsblock an

Nun geht's für Julian Erhardt in einen dreiwöchigen Trainingsblock zu Hause weiter. Ende August steht dann in Viernheim eben das letzte Rennen des Triathlon-Cups Rhein-Neckar auf dem Programm, gleichzeitig wird das Rennen auch als Deutsche Meisterschaft auf der Olympischen Distanz ohne Windschatten gewertet. »Dort werde ich alles daran setzen, meine Führung in der Gesamtwertung des Cups zu verteidigen.«

Mit der Challenge Walchsee und der Challenge Davos stehen dann im September zum Abschluss der Saison noch zwei Mitteldistanzen auf Erhardts Plan. Und dann? »Dann geht's vermutlich erstmal in die Saisonpause.« SB