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Mit dem letzten Aufgebot einen Punkt geholt

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Florian Marchl (links, hier im Duell mit dem Ampfinger Harald Weiß) führte den SB Chiemgau Traunstein diesmal als Kapitän aufs Feld. (Foto: Butzhammer)

Der SB Chiemgau Traunstein hat seine Mini-Serie fortgesetzt: Nach dem 0:0-Remis gestern Nachmittag beim SV Türkgücü-Ataspor München sind die Landesliga-Fußballer aus der Großen Kreisstadt seit drei Partien unbesiegt. Mit nunmehr fünf Unentschieden sind sie neben vier anderen Teams der Liga auch die Remis-Könige – ein »Titel«, der nicht unbedingt den allergrößten Wert hat.


Die Türken, die auf ihren bislang erfolgreichsten Torschützen Onur Kaya (sechs Treffer) verzichten mussten (offenbar gab es interne Probleme), waren ja – in unmittelbarer Nähe der Abstiegsränge liegend – unter dem größeren Erfolgsdruck gestanden. Doch sie konnten ebenso wenig wie der Tabellensechste aus dem Chiemgau entscheidende Torgefahr ausstrahlen.

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Vor nur 80 Besuchern auf der Bezirkssportanlage an der Heinrich-Wieland-Straße sorgten zwei »Nicht-Türken« für die ersten Torannäherungen der Türken: der Togolese Burkibar Cisse und der Kroate Andrej Skoro per Freistoß.

Doch auch die Gäste versteckten sich nicht und hatten Möglichkeiten durch Maxi Probst (sein Abschluss ging nur knapp daneben) und Dominik Schlosser, dessen 16-Meter-Schuss Münchens Tormann Alexander Heep unschädlich machte.

Auch nach der Pause fightete das Ensemble um den diesmal als Kapitän aufgelaufenen Florian Marchl engagiert und hielt dem spielerischen Übergewicht der Hausherren stand. Glück hatten die Türken, als ein weiterer Probst-Versuch von einem Schienbein noch leicht abgefälscht wurde – sonst wäre die Kugel im langen Eck eingeschlagen. Auch ein Linksschuss von Daniel Willberger war absolut nennenswert, auch wenn das Spielgerät knapp am Kasten der Heimelf vorbei strich. Auf Gastgeber-Seite waren es Özgür Sütlü und der Chilene »Jero« Gonzales Duran, die den Kasten von Issa Ndiaye in Gefahr brachten, jedoch ebenfalls kein Glück im Abschluss hatten.

Reil zeigt sich sehr zufrieden mit dem Unentschieden

»Ich bin mit dem Punkt und der Leistung der Mannschaft absolut zufrieden«, resümierte SBC-Trainer Jochen Reil, »ich finde das Ergebnis auch gerecht. Denn wenn man mit der individuellen Qualität, die die Türken ja zweifellos besitzen, nicht mehr zustande bringt, hat man den Sieg auch nicht verdient.«

Die Partie war übrigens sehr fair. Der Unparteiische Florian Wernz (SpVgg Langerringen) kam mit drei gelben Karten aus, zückte zwei auf SBC-Seite (Markus Wendlinger, Christian Wimmer) und eine für die Türken (Serkan Türkcan). Am kommenden Freitag (19.30 Uhr) geht es für die Traunsteiner mit einer Heimvorstellung gegen SE Freising weiter. Dann will sich die Crew von Jochen Reil in der Offensive wieder etwas durchschlagskräftiger präsentieren.

Und dann könnte auch Max Bauer, der gestern wegen Krankheit kurzfristig ausfiel, eventuell wieder dabei sein. »Ich will ja nicht jammern, aber vom Kader, den ich vor Saisonbeginn zur Verfügung hatte, haben mir diesmal neun Mann gefehlt. Das ist schon eine Menge«, erklärte Reil. Umso erfreulicher ist, dass die Rumpf-Elf etwas Zählbares aus der Landeshauptstadt mit nach Hause brachte.

SV Türkgücü-Ataspor München: Heep, Bornhauser, Skoro, Kilic, Kirmeyer, Ötkün, Gonzalez Duran, Cisse (76. Kaygisiz), Türkcan, Sütlü, Vatany.

SB Chiemgau Traunstein: Ndiaye, Frisch, Dominik Schlosser, Probst, Thudt, Willberger, Mook, Wendlinger (67. Wimmer), Marchl, Weiß, Galanek (80. Steinmaßl).

Schiedsrichter: Wernz (SpVgg Langerringen).

Zuschauer: 80.

Tore: Fehlanzeige. cs