Mit dem Bayern-Achter zum DM-Titel

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Auf dem Weg zum Sieg: Der Bayern-Achter mit den Wagingern Toni Schmid und Louis Wolf hatte hier schon den entscheidenden Vorsprung herausgeholt. (Foto: Waginger Ruderverein)

Großer Erfolg für die beiden Waginger Nachwuchsruderer Toni Schmid und Louis Wolf: Im U-17-Bayern-Achter holten sie sich bei den Deutschen Meisterschaften in ihrer Altersklasse die Goldmedaille. Zudem erreichten sie mit dem Vierer das A-Finale und wurden dort Sechste.


Bei den Deutschen Meisterschaften aus dem U-17-, U-19- und U23-Bereich hatten insgesamt 1350 Athleten gemeldet – ein hervorragendes Meldeergebnis, nach einer Saison, in der noch kaum Regatten ausgetragen werden konnten. Und so war auch das gesamte Wettkampf-Wochenende durch strenge Hygieneauflagen gekennzeichnet. Jede Person, die das Gelände betreten wollte, musste akkreditiert sein und sich täglich einem Corona-Test unterziehen. Die 750 Zuschauerplätze, welche zugelassen wurden, waren nach nur viereinhalb Stunden ausverkauft. Die jungen Athleten zeigten sich aber professionell und bereiteten sich konzentriert auf ihre Rennen vor.

Die beiden Waginger Toni Schmid und Louis Wolf starteten zunächst im Vorlauf im Vierer ohne ihre Kameraden Tim Katzbichler (Vilshofen) und Daniel Martin (Aschaffenburg). Mit dem 3. Platz im Vorlauf mussten sie den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen.

Im Hoffnungslauf tags darauf fuhren sie von Beginn an gemeinsam mit dem Boot aus Hamburg an der Spitze des Feldes. Mit langen kräftigen Druckschlägen setzten sie sich von den anderen Booten aus Berlin, Minden und dem zweiten bayerischen Boot ab. Ein zweiter Platz, zehn Sekunden vor Platz drei, reichte ihnen dann für den Einzug in das A-Finale.

Im Finale erwischten sie keinen besonders guten Start und fanden nur schwer in das Rennen. 500 Meter vor dem Ziel lagen sie noch auf Rang fünf, bevor im Endspurt auch das Boot aus Hamburg an ihnen vorbeizog und sie den sechsten Rang erreichten. Es siegte die Mannschaft aus Baden-Württemberg.

Im U-17-Achter gingen Toni Schmid und Louis Wolf in einer bayerischen Renngemeinschaft mit Emil und Moritz Weighart, Joseph Schuler (alle aus Regensburg), Tim Katzbichler (Vilshofen), Felix Rieder (München) und Daniel Martin (Aschaffenburg) an den Start. Spannend war schon der Selektionsprozess seit Herbst 2020 verlaufen: Toni Schmid und Louis Wolf gehörten zu den besten bayerischen Ruderern dieser Altersklasse, und als sich der stärkste Zweier aus Würzburg für einen Start im Zweier ohne entschied, war für die beiden Waginger der Weg in den Achter frei.

Bereits durch Siege auf den Regatten in Villach im September letzten Jahres und in Linz vor vier Wochen zeigte die Mannschaft, dass durchaus Potenzial in ihr steckt. Durch ein gemeinsames Trainingslagerwochenende in Aschaffenburg versuchte man, nochmal die Koordination und den Bootslauf zu harmonisieren.

Im Achter hatten insgesamt sechs Boote gemeldet, sodass keine Vorentscheidungen gefahren wurden. Lediglich ein Bahnverteilungsrennen, in dem ermittelt wird, wer in welcher Bahn im Finale starten darf, wurde gefahren. Hier schon zeigte sich die Stärke des Bayern-Achters: Von Beginn an setzte sich die bayerische Mannschaft an die Spitze des Feldes, kontrollierte dann souverän das Feld und kam mit sechs Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Im Finale ging die Crew um Steuermann Pierre Hacker (Aschaffenburg) von Beginn an in Führung, nur das Boot aus Nordrhein-Westfalen vermochte dem hohen Tempo zu folgen. Die 1000-m-Marke überquerte der Bayern-Achter in führender Position, dicht gefolgt von den Booten aus NRW und dem Achter aus Hamburg, während sich der Abstand zu den anderen drei Booten schon vergrößert hatte.

Im Schlussspurt erhöhte das bayerische Boot nochmal die Schlagzahl und kam mit einer dreiviertel Bootslänge Vorsprung als Erster über die Ziellinie. Die Freude bei der Mannschaft war riesengroß, war doch das Konzept der Trainer, die stärksten bayerischen Junioren im Achter zu sammeln, aufgegangen. Für die Waginger Toni Schmid und Louis Wolf wurde mit dem Titelgewinn ihr Trainingsfleiß der vergangenen Jahre belohnt.

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