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Mit blitzschnellen Armzügen zum Tagessieg

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Kommen immer besser in Schwung: die Inzeller Brüder Hans (links) und Florian Schwabl. (Foto: Schick)

Nicht zu stoppen war der Inzeller Dreierpack beim Sonnwend-Ranggeln in Ruhpolding-Zell auf dem kleinen Wirtsanger beim Häusler. Allerdings ging die Hogmoar-Trophäe – gestiftet von Richard Schmiederer – nicht wie von vielen erwartet an Titelverteidiger Thomas Plenk, sondern an Hans Schwabl.


Der 25-jährige Inzeller hatte, ebenso wie Plenk, mit drei Schultersiegen aus den Vorrunden das Punktemaximum erreicht und sich so eine optimale Ausgangsbasis für das Finale geschaffen. Im Endkampf drängten beide Kontrahenten mit sehenswerten Angriffen auf eine Entscheidung, doch nach Ablauf der offiziellen sechs Minuten endete das Duell unentschieden. Aufgrund der kürzeren Gesamtkampfzeit war Hans Schwabl nun im Vorteil und stand als neuer Chiemgau-Hogmoar 2013 fest. Dritter wurde sein Bruder Florian.

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Seinen Schüler-Hogmoar erfolgreich verteidigen konnte indes Severin Moultrie. Das Nachwuchstalent aus Paul Siebers Kaderschmiede war lediglich im ersten Kampf gegen Vinzenz Veilleux ernsthaft gefordert, den er nach vier Minuten aber schultern konnte. Dann aber drehte Severin mächtig auf und machte mit seinen Gegnern kurzen Prozess. Dies bekam auch Überraschungsfinalist Michael Eisenberger zu spüren, der nach 17 Sekunden unterlegen war.

Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Nachwuchsförderung, die innerhalb des Chiemgauer Ranggler- und Haklervereins seit Jahrzehnten groß geschrieben wird. Deshalb hatten die jungen Pfoadbuam neben dem Hogmoar-Entscheid zusätzlich noch die Möglichkeit, weitere Kämpfe unter Wettkampfbedingungen zu bestreiten. Die Ergebnisse:

Schüler 6 bis 8 Jahre: 1. Sem Sieber, 2. Alex Auer, 3. Robin Obermayer, alle Ruhpolding. – Schüler 8 bis 18 Jahre: 1. Vinzenz Veilleux, 2. Severin Moultrie, 3. Michael Eisenberger, 4. Kevin Hackländer, 5. Patrick Steuer, alle Ruhpolding.

Der Hogmoartitel gab Auftrieb: Bereits einen Tag nach seinem Erfolg beim Sonnwend-Ranggeln stand Hans Schwabl beim Alpencupturnier in Leogang wieder ganz oben auf dem Siegertreppchen. Mit dem Tagessieg in der Klasse IV zeigte der Inzeller vor 600 Zuschauern erneut seine aufsteigende Form und holte damit wichtige Punkte für den angepeilten Aufstieg in die Klasse III. Mit zwei souveränen Schultersiegen (zweimal Armzug, ein Knüpfer) sicherte sich Schwabl den Einzug ins Finale gegen Marcel Nindl aus Uttendorf, den er nach 30 Sekunden ebenfalls mit einem blitzschnellen Armzug auf die Grasnarbe legte.

Erfreulich auch der erste internationale Einsatz seines Bruders Florian, der auf Anhieb auf dem dritten Platz landete. Schwabl profitierte von einem Freilos in der ersten Runde, ließ sich auch von der folgenden Niederlage nicht einschüchtern und markierte immerhin einen Schultersieg und ein Unentschieden.

Keinen guten Tag erwischte dagegen Thomas Plenk, der sowohl in der Klasse III in der Vorrunde hängen blieb und im Hogmoar-Entscheid gegen den Führenden in der Alpencupwertung, Hermann Höllwart aus Österreich, das Nachsehen hatte. Auch für den Nachwuchs lief es diesmal nicht so gut. Lediglich Patrick Steuer gewann seinen ersten Kampf, musste dann aber in der mit 23 Teilnehmern stark besetzten Klasse 8 bis 10 Jahre die Segel streichen.

Die nächsten sportlichen Prüfsteine: am 7. Juli das Länderranggeln in Rauris, am 13. Juli das Internationale Schüler- und Jugendranggeln in Zell am See, am 14. Juli die Staatsmeisterschaft in Matrei/Osttirol und am 28. Juli das Hundstein-Ranggeln, das zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. ls

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