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Michael Ager holt endlich seinen ersten Sieg

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Rasant um die »Zielkurve« kurz vor dem Wechsel auf die Laufstrecke: Sieger Michael Ager hatte stets einen guten Vorsprung aufs restliche Feld. (Foto: Bittner)

»Der Wettergott ist doch ein Reichenhaller«, freute sich Moderator Boris Bregar, als der letzte Wettkämpfer ins Ziel lief. Ein trockenes Fenster am vergangenen Wochenende zu erwischen, war gar nicht so leicht – der 36. Seewirt-Thumsee-Triathlon hat’s geschafft. Lediglich als sich alle Teilnehmer auf der Radstrecke befanden, zog ein fünfminütiger Regenschauer über das Areal hinweg. Die meisten ließen sich davon aber nicht beeindrucken und drückten in die Pedale.


Nach einer 400 Meter langen Vierecks-Schwimmstrecke im 18,5 Grad kalten Wasser – Neoprenanzüge waren erlaubt – wurden die Athleten nahe des Seewirts von vielen Zuschauern zurück am Ufer begrüßt. Es folgten 18 höchst anspruchsvolle Rad-Kilometer – zweimal musste der Antoniberg erklommen werden – ehe wie eh und je zwei Laufrunden um den Reichenhaller Badesee den Abschluss bildeten.

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Spannendes Duell um Platz zwei

Nach Platz sechs vor drei Jahren und Rang drei im letzten war Michael Ager diesmal an der Reihe: Einer der Top-Triathleten dieser Saison aus Grassau kam »sehr glücklich« ins Ziel: »Heute hat endlich einmal alles gepasst«, strahlte der Gesamtführende der fünf Bewerbe umfassenden »Sparkassen-Trophy« über seinen ersten Thumsee-Sieg. Die Siegerzeit: starke 53:14 Minuten. Damit war der Deutsche Meister der Polizisten über die olympische Distanz 1:12 Minuten schneller als letztes Jahr bei trockenen Bedingungen.

Sein Teamkollege und 2018-Champion Julian Erhardt war diesmal nicht mit am Start. Rang 2 sicherte sich der Halleiner Sebastian Hanusch, der sich mit dem Thundorfer Herbert Enzinger vom RSV Freilassing ein spannendes Duell um diesen Silberrang lieferte – am Ende lief der Salzburger nur fünf Sekunden vor dem 25-jährigen Thumsee-Sieger von 2017 ins Ziel. Der Vierte des letzten Jahres kam mitten aus den Wettkämpfen in der II. Bundesliga, bei allem Ehrgeiz diente ihm der Bewerb des TSV Bad Reichenhall in erster Linie zum »im Rhythmus bleiben«. Nach 2016 war es bei Enzingers insgesamt bereits neunter Teilnahme zum zweiten Mal der Bronzeplatz. 2015 gewann er als Staffel-Läufer mit einem Aufhamer Team. Das Thumsee-Ergebnis stand im Grunde schon nach dem Schwimmen fest, die besten drei kamen bereits so aus dem Wasser und stiegen auch in dieser Reihung vom Rad.

Auf Rang vier folgte der starker Laufathlet Florian Holzinger (56:46) vom TuS Feuchtwangen. Mit Josef Kamml (58:20) folgte auf Rang 5 bereits der beste Starter des Ausrichters TSV Bad Reichenhall.

Als besondere Gäste begrüßte Organisator Werner Mayer mit seinem Helferteam, das alles im Griff hatte, ein slowakisches Trio: Dabei stach Juray Fronc in 59:08 als starker Gesamtachter heraus. Sie befanden sich im Trainingslager in Zell am See und verschoben ihre Heimfahrt um einen Tag, um noch am Thumsee teilnehmen zu können. Fronc beeindruckte die Zuschauer vor allem mit seinen spektakulären Rad-Abfahrten, auf dem Rahmen sitzend in bestmöglicher Aerodynamik. Um international zu bleiben: Marie Laimgruber (1. Platz/TW 30) ist Tschechin genauso wie Jana Jedelska (2. Platz/TW 25). Weit angereiste Teilnehmer kamen heuer zudem aus Dortmund und Ratingen. Die Damen-Konkurrenz gewann Michael Agers Teamkollegin Sarah Schönfelder aus Grassau in 1:02:13 Stunden, im gesamten Feld landete sie damit auf dem hervorragenden 17. Platz. Für den TSV Bad Reichenhall fuhr Nina Koller (1:02:45) einen schönen Erfolg als Damen-Zweite und Gesamt-21. unter den 126 Einzelstartern ein. Im Ziel war die 21-Jährige, die für das Tri-Team Schongau in der II. Bundesliga an den Start geht, dennoch nicht glücklich und meinte aufgelöst: »Ich habe diesmal mit dem Sieg geliebäugelt.« Am Ende fehlten ihr 31 Sekunden auf Platz 1. Bronze sicherte sich Dominique Angerer (1:03:19) vom Trumer Tri-Team.

Beste der elf gestarteten Dreier-Staffeln war unter den Augen von Kur-GmbH-Geschäftsführerin Gabriella Squarra jene aus Weißbach bei Lofer vor den Landsleuten aus Unken sowie zwei Angerer Trios mit Wasti Helminger, Markus Baumgartner und Albert Hinterstoißer beziehungsweise Stephanie Mayer, Lukas Krammer und Daniel Wimmer. Johannes Hirschbichler von der Sieger-Kombo des USV Weißbach wurde heuer Dritter der Österreichischen Meisterschaft im Einzelzeitfahren – in 28:58 Minuten erzielte er eine Thumsee-Fabel-Zeit auf dem Rad, rund vier Minuten unter den stets stärksten Marken der besten Einzelstarter.

Großer Dank ging im Anschluss an die Wasserwacht und die Reichenhaller Feuerwehr. Alle 159 Gestarteten erreichten sicher das Ziel, BTV-Kampfrichter Dag Jungbluth hatte nichts zu beanstanden. Am kommenden Samstag folgt der nächste Triathlon der Trophy in Schnaitsee. bit