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Meisterkampf nach der Gesellenprüfung

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Er ist erstmals mit neuer Reifenmarke im Rennen unterwegs: Der Waldkraiburger Luca Grünwald.

Auf zur »zweiten Halbzeit«: Das ist das Motto für die Teilnehmer der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (Superbike IDM), für die an diesem Wochenende auf dem Schleizer Dreieck das fünfte von acht Renn-Wochenenden auf dem Programm steht.


Spannung herrscht dabei in der »Königsklasse« Superbike. Derzeit führt der Australier Damian Cudlin (133 Punkte) die Gesamtwertung knapp vor dem Obinger Markus Reiterberger (129) sowie Titelverteidiger Erwan Nigon (beide Team Van Zon Remeha BMW/122) an. Doch da pro Renn-Veranstaltung je zwei Superbike-Läufe ausgetragen werden, dürfen sich auch die beiden Yamaha-Piloten Matej Smrz (Tschechien/95) und Gareth Jones (Australien/90) noch gute Chancen auf den Titelgewinn ausrechnen.

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Um seine Chancen hier zu wahren, will Cudlin trotz eines Schienbeinbruchs vor einer Woche unbedingt mitmischen. Es ist ungewiss, ob er antreten kann, aber versuchen will es der ehrgeizige Australier auf jeden Fall.

Unbelastet kann dagegen der junge Obinger Markus Reiterberger an den Start gehen: Vor wenigen Tagen bestand der 19-Jährige seine Gesellenprüfung und kann sich jetzt noch stärker auf den Sport konzentrieren. Das muss er auch, denn Teamkollege Erwan Nigon machte vor der »Sommerpause« mit einem Doppelsieg am Red Bull Ring mächtig Boden gut.

Ebenfalls auf gute Platzierungen hofft ein zweites heimisches Talent an diesem Wochenende: Luca Grünwald. Der Waldkraiburger hat als Neuling in der Supersport-Klasse nach acht Durchgängen schon zwei Podestplätze und viele vordere Platzierungen auf seinem Konto, wenngleich es zuletzt in Spielberg erstmals ein etwas durchwachsenes Wochenende gab. Doch der 18-Jährige will seinen hervorragenden fünften Platz in der Gesamtwertung behalten.

Zudem setzt der Waldkraiburger auf neues Reifenmaterial: »In der Sommerpause haben wir vor drei Wochen einen Test eingelegt, bei dem wir Reifenmaterial von Dunlop und Pirelli verglichen haben. Auf Anhieb merkte ich die Vorteile von Pirelli, sodass es schnell klar war, für die zweite Saisonhälfte das Fabrikat zu wechseln«, berichtet er.

Für den Titelkampf steht ein spannender Dreikampf zwischen Roman Stamm (Schweiz/149 Punkte), Stefan Kerschbaumer (Österreich/142) und Kevin Wahr (Nagold/136) an. Ebenfalls auf dem Programm stehen wieder die Serien Superstock, die Nachwuchs-Wettbewerbe ADAC Junior Cup und Yamaha-R6-Cup sowie die ebenfalls hauptsächlich für den Nachwuchs gedachte Moto-3-Klasse. Auch die spektakulären Seitenwagen sind wieder zu bestaunen.

Auf der ältesten Naturrennstrecke in Deutschland wurde 1923 erstmals ein Rennen ausgetragen. Den 90. »Geburtstag« des Schleizer Dreiecks feierte man in diesem Jahr mit einer Festwoche im Juni.

Die Strecke hat eine Länge von 3,805 km. Ursprünglich war die Runde wesentlich länger. Bereits 1988 wurde aus Sicherheitsgründen die Rennstrecke auf 6,8 km verkürzt, 2004 wurde das Dreieck dann den neuesten Sicherheitsanforderungen angepasst und weist nun gut 3,8 km Länge auf. Doch da hier je Runde 14 Kurven anstehen, haben die Piloten kräftig zu tun. Da steht ihnen ein wirklich »heißes« Wochenende bevor ... who