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»Meilensteine« für den SVK

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Mit Trainer Michael Kostner hat der SV Kirchanschöring bis zum Sommer 2019 verlängert. (Foto: Butzhammer)

Der Spielausfall vom vergangenen Wochenende hat dafür gesorgt, dass die Bayernliga-Fußballer des SV Kirchanschöring nun eine erste Englische Woche vor der Brust haben: Die Truppe von Trainer Michael Kostner startet am morgigen Samstag um 14 Uhr mit der Heimvorstellung gegen den ASV Neumarkt und muss dann am Dienstag um 17.15 Uhr zur Nachholpartie beim TSV Dachau antreten.


Zum Abschluss – und zugleich Auftakt der nächsten Englischen Woche – gastieren die Gelb-Schwarzen am Karsamstag, 31. März, um 15 Uhr beim TSV Schwabmünchen. Am Ostermontag, 2. April, (14 Uhr/gegen Heimstetten) und am Samstag, 7. April, (15 Uhr/gegen Sonthofen) geht es dann gleich mit einem Heimspiel-Doppelpack in diesem wahnsinnig dicht gedrängten Programm weiter.

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Der Vorteil: Die Spieler von Ex-Profi Kostner haben die Chance, binnen weniger Tage zahlreiche Punkte auf ihr Konto zu buchen. Der Nachteil: Die Englischen Wochen werden sicher an die Substanz gehen und eine gewisse Rotation nötig machen.

Kirchanschöring erwartet »ganz dicken Brocken«

»Am Samstag erwarten wir mit den Neumarktern einen ganz dicken Brocken«, sagt Kostner. »Sie haben die ersten beiden Spiele nach der Winterpause klar und zu Null gewonnen. Wie man aus Neumarkt hört, hat die Mannschaft den Relegationsplatz zur Regionalliga noch im Auge. Außerdem hat der ASV die wenigsten Gegentreffer aller 19 Mannschaften bekommen.«

Was außerdem für die Oberpfälzer sprechen könnte: »Uns hat während der Woche eine kleine Grippewelle erwischt«, klagt Kostner. »Daher muss ich kurzfristig entscheiden, wer einsatzfähig ist. Ich denke aber, im Fußball sind viele Sachen möglich, wenn man die richtige Einstellung und den Willen hat. Es ist aber klar, dass Neumarkt der Favorit ist.« Doch die SVK-Fußballer »werden natürlich versuchen, mit unseren Tugenden zu punkten«, redet der Trainer Klartext.

Einen faden Beigeschmack hatte die Absage von Dachau am vergangenen Samstag. Das betont auch Thaddäus Jell aus der Kirchanschöringer Abteilungsleitung: »Diese Absage war unglücklich«, formuliert er es noch relativ mild, »gerade weil in und um Dachau auch gespielt wurde. Wir haben das Gott sei Dank positiv nutzen können und einen ordentlichen Test gegen den TSV Moosach (2:1) bestritten.« Dabei habe man sehen können, dass es im Team einen Konkurrenzkampf um die Plätze gibt, »was uns für die nächsten Wochen weiterhilft«, meint Jell. »Es haben sich auch Leute aus der vermeintlichen zweite Reihe gezeigt«, freut sich der frühere SVK-Spieler, »in diesen Englischen Wochen mit neun Spielen in 28 Tagen wird der komplette Kader benötigt.«

Außerdem positiv: Thaddäus Jell kann bereits »ligaunabhängige« Vertragsverlängerungen vermelden. Neben Kostner haben Torwart Dominic Zmugg, Daniel Köck, Albert Eder, Max Sturm, Max Vogl, Max Streibl und Tobias Stöger bis Sommer 2019 verlängert, Yasin Gürcan sogar bis Sommer 2020. »Das sind Meilensteine«, freut sich Jell, »weil es nicht einfach ist, in so einer sportlich angespannten Lage, ligaunabhängige Zusagen zu bekommen.« Doch man habe alle »von unserem Weg, den wir eingeschlagen haben«, überzeugen können.

»Lange Zusammenarbeit« mit dem Trainer geplant

Zur Verlängerung von Kostner erklärte Jell, »dass wir mit ihm einen Vertrag bis Sommer 2019 haben, wobei wir tendenziell eine lange Zusammenarbeit planen – gerade, weil wir nicht wissen, wie die sportliche Situation im Sommer aussieht.« Mit den restlichen Spielern wolle man noch im März »die Kaderplanung zu 90 Prozent abschließen«.

Nun gilt es erst einmal, so schnell wie möglich die Punkte für den Klassenerhalt einzusacken. Und damit wollen die Kirchanschöringer gleich morgen weitermachen: »So wie sich die Mannschaft in den letzten Wochen und Trainingseinheiten präsentiert hat, sind wir zuversichtlich gestimmt, dass wir die drei Punkte behalten – und das ist ganz klar das Ziel«, sagt Jell. Im Hinspiel hatten sich die beiden Teams mit einem 1:1-Remis getrennt. cs