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Medaillensatz ist jetzt komplett – Pallinger wird bei DM Dritter

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Benedikt Huber (von links) kam am Sieger Marc Reuther nicht vorbei, überholte aber Christian von Eitzen noch und sicherte sich so über 800 Meter den 3. Platz.
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Im 800-m-Finale der Frauen gewann Christina Hering (links) vor der Pidingerin Katharina Trost.

Marc Reuther (LG Eintracht Frankfurt) ist seiner Favoritenrolle über 800 Meter bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Berlin voll gerecht geworden. Der Deutsche Hallenmeister von 2018 holte in 1:47,22 Minuten seinen ersten nationalen Titel im Freien. Der 29-jährige Pallinger Benedikt Huber (LG Telis Finanz Regensburg), der sich im Vorjahr über die doppelte Stadionrunde seinen dritten Deutschen Meistertitel in Folge geholt hatte, musste sich mit einer Laufzeit von 1:48,01 Minuten hinter dem amtierenden deutschen Hallenmeister Robert Farken (SC DHfK Leipzig/1:47,48) mit Rang drei begnügen.


Dank seiner Endschnelligkeit hatte Huber aber Christian von Eitzen (LC Rehlingen) auf der Zielgeraden noch auf den 4. Platz verdrängt und war auch den beiden vor ihm liegenden Konkurrenten noch etwas nähergekommen. »Mein Ziel, im Finale direkt hinter Reuther zu rennen und auf Kontakt zu bleiben, ist leider nicht aufgegangen«, sagte Benedikt Huber. Stattdessen habe er öfter außen und somit den weiteren Weg laufen müssen und sei auch von der Konkurrenz etwas ausgebremst worden.

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Schon nach seinem Halbfinale hatte der Pallinger »Selfmademan«, wie ihn der ZDF-Kommentator beim sonntäglichen Finale bezeichnete, befürchten müssen, dass der 23-jährige Reuther heuer nicht zu schlagen sein würde. Mit 75 Hundertstelsekunden Vorsprung vor Huber war dieser im ersten Halbfinale ungefährdet ins Ziel eingelaufen.

Jeweils die drei Erstplatzierten der beiden Halbfinals und zwei Zeitschnellste qualifizierten sich für das Finale. Während Reuther als bisher einziger deutscher 800-Meter-Läufer sein WM-Ticket gelöst hat, wird Benedikt Huber sein großes Ziel WM-Qualifikation wohl ad acta legen. »Ich werde noch mal mit meinem Trainer Kurt Ring telefonieren, denke aber, dass ich mich jetzt voll auf die kommende Hallensaison vorbereiten werde, weil man dort viele Punkte für die Weltrangliste sammeln kann und die ist für die Qualifikation für Olympia 2020 im kommenden Jahr von großer Bedeutung«, erklärte der Pallinger, bei dem die tolle Atmosphäre im sehr gut besuchten Berliner Olympiastadion einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Das will er unbedingt noch einmal erleben und so hat er noch in Berlin mit seinem Regensburger Trainer Ring vereinbart, die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 2020 in Braunschweig gemeinsam anzugehen. Sein Medaillensatz bei nationalen Titelkämpfen ist schon jetzt komplett, denn neben seinen 800-Meter-Siegen 2016, 2017 und 2018 hatte er 2015 bereits Silber in der 1000-Meter-Staffel gewonnen. 2016 kam in diesem Staffelwettbewerb eine weitere Goldmedaille hinzu – und jetzt eben Bronze.

Bei den Frauen holte sich über die 800 m Christina Hering den vierten Titel in Folge, das WM-Ticket konnte sie aber nicht lösen. Die 24-Jährige verpasste mit ihrer Laufzeit von 2:01,37 Minuten die erforderliche Norm für die in knapp zwei Monaten stattfindende WM in Doha/Katar knapp. Hinter Hering liefen ihre Teamkolleginnen Katharina Trost (2:01,68) auf Platz zwei. »Ich freue mich auch über Silber, es ist meine erste DM-Medaille im Freien bei den Erwachsenen«, so die Pidingerin Trost. mmü/SB