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Medaillen für Prechtl und Wagenbauer

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Er wurde bei den Bayerischen Meisterschaften Vizemeister im Speerwurf: Florian Prechtl.

Starke Leistungen zeigten die Teilnehmer aus der Region bei den Bayerischen Meisterschaften der Leichtathleten.


Die Titelkämpfe wurden im Rosenaustadion in Augsburg ausgetragen. Dabei gab es zwei Medaillen für die LG Festina Rupertiwinkel sowie ein Titelgewinn für den SV Ruhpolding.

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Insgesamt gingen fast 800 Athleten der Allgemeinen Klasse und der Jugendklassen U 20 und U 18 an den Start. Neben optimalen Witterungsbedingungen und bester Organisation trug auch die neu sanierte, schnelle Laufbahn zu vielen Topergebnissen der bayerischen Spitzenathleten bei.

Die wohl wertvollsten Leistungen gelangen dem Münchner Nachwuchswerfer Linus Limmer (SG Stadtwerke München), der den bayerischen U-18-Rekord mit dem 700-Gramm-Speer auf 70,29 Meter steigerte sowie 100-Meter-Sieger Maximilian Entholzer (FC Passau). Dieser lief mit 10,29 Sekunden auf Rang fünf der deutschen Bestenliste.

Maria Haslberger (TSV Teisendorf) qualifizierte sich als Vorlaufsiegerin über die gleiche Distanz in 12,26 Sekunden sicher für das Frauenfinale. Auch hier kam die Siegerin vom 1. FC Passau. Julia Hofer siegte im Finale in 11,82 Sekunden vor Sina Stein (LAZ Obernburg/Miltenberg/11,96). Maria Haslberger zeigte ihren bislang schnellsten 100-Meter-Lauf ihrer Karriere und überraschte mit sehr guten 12,02 Sekunden und Platz drei. Kleiner Wermutstropfen war die etwas über dem Reglement liegende Windunterstützung von 2,2 m/sec (erlaubt 2,0 m/sec), die eine Aufnahme in die Bestenlisten ausschließt.

Auf der 200-m-Distanz qualifizierte sich Maria Haslberger (25,45) abermals klar fürs Finale. Ihre Vereinskameradin Lydia Apprich steigerte ihre Saisonleistung auf 26,88 Sekunden und wurde Gesamtzehnte. Haslberger überzeugte im Finallauf mit 25,47 Sekunden und Platz vier. Siegerin wurde erneut Julia Hofer (24,68).

Im Speerwerfen der Männer konnte Florian Prechtl (TSV Teisendorf) nach langwieriger Verletzung wieder an seine gute Form anknüpfen. Gleich im ersten Durchgang warf er sich mit 60,02 Meter auf Platz zwei. Nach einigen technischen Problemen steigerte er sich im Finaldurchgang auf die Saisonbestweite von 63,63 Meter und sicherte damit seine Vizemeisterschaft ab. Klarer Sieger wurde der U-23-EM-Teilnehmer Jonas Bonewitt (LG SW München/70,71 m).

Beim Weitsprung der weiblichen U 20 kam Sigrun Häusl (TSV Waging) nicht wie gewohnt zurecht und belegte mit 4,76 Meter Platz 14. Besser erging es in der U 18 der Teisendorferin Christine Wiesinger. Mit 4,98 Meter belegte sie bei ihren ersten Landesmeisterschaften Rang elf.

Starke Rennen zeigten auf den Mittelstrecken die Athleten aus der Region. Benedikt Huber (Palling, LG Telis Finanz Regensburg) verteidigte seinen Titel über 800 Meter in 1:52,63 Minuten vor Marco Kurzdörfer (LG Höchstadt/Aisch). Katharina Trost (Piding, LG SW München) forderte auf der gleichen Distanz der Regensburgerin Julia Kick in einem engen Finale alles ab und unterlag nur denkbar knapp in 2:05,59 zu 2:05,25.

In den technischen Disziplinen am Start waren Johanna Feil und Michael Wagenbauer vom SV Ruhpolding. Johanna Feil hatte beim Diskuswurf – wie auch einige Konkurrentinnen – Probleme mit dem rauen Ring. Sie wurde bei keinem Wurf mit der Drehung fertig, womit am Ende nur 33,85 m zu Buche standen. So fehlten fünf Meter zu ihrer Bestleistung und dies bedeutete den 6. Platz bei den Frauen.

Dagegen holte sich Michael Wagenbauer im Diskuswurf der U 18 den Titel. Bereits der erste Wurf landete auf über 41 m. Im zweiten Versuch packte er sogar noch einen drauf und ließ den Diskus auf tolle 48,67 m segeln. Damit übte er riesigen Druck auf seinen Konkurrenten Fabian Frühholz von den Stadtwerken München aus, den dieser nicht mehr kontern konnte. Somit sicherte sich Wagenbauer erneut mit neuer Bestleistung und zugleich neuem Kreisrekord den Bayerischen Meistertitel. fb