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Max Niedermaier holt sich den Titel

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Er ließ in Berlin alle Konkurrenten hinter sich: Max Niedermaier. (Foto: Wukits)

Riesiger Ärger bei DM-Favorit Günther Bauer: Der Schlechinger verpasste bei der Deutschen Meisterschaft im Eisspeedway in Berlin seinen dritten Titelgewinn in Serie. Und das nicht etwa, weil er nicht schnell genug gefahren wäre. Der 45-Jährige war über ein umstrittenes Urteil des Schiedsrichters so verärgert, dass er schlichtweg den Rennbetrieb einstellte.


»Ich lasse mich doch von denen nicht vera...«, schimpfte er. Der Grund: Nachdem Günther Bauer seinen ersten Lauf gewonnen hatte, stürzte im zweiten Lauf vor ihm Hans Weber. »Dem ist einfach das Vorderrad eingeklappt, und ich war weit weg von ihm. Trotzdem wollten die mich als Sturzverursacher disqualifizieren«, ärgert sich der Routinier.

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So holte sich der zweitbeste Deutsche in der WM, Max Niedermaier (Edling), diesmal auch den nationalen Titel. Der 28-Jährige stellte damit wieder seine derzeit gute Form unter Beweis und siegte vor Hans Weber (Schliersee) und Markus Jell (Altfraunhofen). Jell hatte schon bei der tschechischen Duo-Meisterschaft die er gemeinsam mit Luca Bauer (Reit im Winkl) bestritt – gezeigt, dass er weitere Fortschritte gemacht hat. Entsprechend durfte er sich über seinen ersten DM-Podestplatz riesig freuen.

Rang 4 schaffte der Stralsunder Tobias Busch vor Sebastian Gegenbauer und Günther Bauers Sohn Luca Bauer (Reit im Winkl). Hinter dem Schweden Jonas Andersson und dem Niederländer Simon Reitsma folgte der Inzeller Franz Mayerbüchler als siebtbester Deutscher im Feld.

Für Günther und Luca Bauer, Max Niedermaier und Hans Weber geht es am heutigen Samstag (17 Uhr) in Berlin mit dem Grand Prix IX und am morgigen Sonntag (14 Uhr) mit dem GP X weiter. Zudem sind Markus Jell und Tobias Busch (Stralsund) als Reservefahrer dabei.

Daniil Iwanow will wieder fahren

Schon wieder gemeldet für den GP ist Daniil Iwanow. Nur zwei Wochen, nachdem sich der Russe in Almaty (Kasachstan) verletzt hatte und nach dem ersten Lauf des ersten Tages pausieren musste, will er in Berlin wieder aufs Eis – Eisspeedway-Piloten sind eben hart im Nehmen. Ob Iwanow schon wieder in Bestform antreten kann, bleibt abzuwarten.

Auf jeden Fall werden sich die in der WM-Gesamtwertung ganz vorne liegenden Dimitri Koltakow (105 Punkte) und Igor Konjonow (103) wohl im Titelkampf spannende Rennen liefern. Dabei will ihnen aber auch Titelverteidiger Dimitri Khomisewitsch (94/alle Russland) noch einmal näherrücken, um beim WM-Finale in Heerenveen (Niederlande/1. und 2. April) möglicherweise doch noch an diesem Duo vorbeizuziehen.

Für Günther Bauer beginnt der Rennsamstag (17 Uhr) gleich mit einem brutal schweren Lauf. Er muss gegen Dimitri Koltakow, Dimitri Khomisewitsch und den Schweden Ove Ledström antreten. Nicht leicht wird es anschließend aber auch für den neuen Deutschen Meister: Denn Max Niedermaier trifft auf den starken Franz Zorn (Österreich), Dinar Walejew (Russland) und Timo Kankunen (Finnland). Er möchte aber zumindest einen Punkt einfahren.

Gegen den routinierten Schweden Stefan Svensson, den Tschechen Jan Klatovsky und Daniil Iwanow (Russland) muss der Schlierseer Hans Weber bei seinem ersten Auftritt ran – Klatovsky sollte er dabei hinter sich lassen können. Luca Bauer ist gegen Niklas Svensson (Schweden), Igor Konjonow (Russland) und Harald Simon (anschließend) Außenseiter – aber vielleicht kann er ja für eine positive Überraschung sorgen.

Deutsches Trio stimmt sich auf die Team-WM in Inzell ein

Das deutsche Top-Trio Günther Bauer, Max Niedermaier und Hans Weber will sich auf jeden Fall mit einer guten Leistung schon einmal gut einstimmen auf den Heimauftritt am kommenden Wochenende: Da wird in der Inzeller Max-Aicher-Arena das Team-WM-Finale ausgetragen. who