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Matsch, Dreck, Regen - egal

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Elegant-dynamisch um die Kurven, in denen aufgrund des Regens größte Vorsicht geboten war: Peter Huber (vorn) und Titelverteidiger Herbert Enzinger, der sich bei seinem Heimrennen wieder Platz 1 holte. (Foto: Bittner)

Beim 2. Cross-Duathlon in Ainring herrschten wie bereits beim Debüt des RSV Freilassing vor zwei Jahren wieder schwierige Bedingungen. Temperaturen im einstelligen Bereich, mitunter Regen, ein matschiger Rasen-Untergrund im Erlebnisbad auf der Laufstrecke, eine rutschige Angelegenheit auf Asphalt, Kies und Erde beim Rad-Parcours rund ums Moos – Vorsicht war also geboten, bei den teils engen Haarnadelkurven. Dennoch war die Stimmung gut, und der Sieger von 2017 verteidigte seinen Titel erfolgreich: Triathlet Herbert Enzinger setzte sich auch in diesem Jahr wieder an die Spitze.


Die gute Stimmung ließen sich weder die Organisatoren des RSV Freilassing um Ralf Hirmke und Triathlon-Abteilungsleiter Walter Müller, noch die Athleten nehmen. Mit 57 Teilnehmern erfuhr die zweite Auflage des Wettbewerbs einen Mini-Rückgang um zwei Sportler. »Es hatten sehr viel mehr gemeldet. Wohl wegen des nicht optimalen Wetters blieben viele zu Hause – sie haben definitiv etwas verpasst«, so Hirmke.

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Der Wettkampf bestand aus zweimal Laufen – über 3,3 und 2,2 Kilometer – und dazwischen aus einmal Radfahren über 19 Kilometer mit 230 Höhenmetern. Hans Rausch vom Nußdorfer Lauftreff kam ein wenig zu spät zum Start, die Konkurrenten warteten schmunzelnd auf den Nachzügler.

Rasch bildete sich ein Quartett mit Herbert Enzinger, Wolfgang Klinger, Bernd Tröbelsperger und Nik Hirmke an der Spitze. Als es aufs Rad ging, war Enzinger dann erstmal allein, die zweite Runde »begleitete« ihn Staffel-Radler Peter Huber. Von ihm konnte sich der Titelverteidiger schließlich wieder lösen und am Ende einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg landen. In 57:49 Minuten war der Thundorfer um gut zwei Minuten schneller als vor zwei Jahren. Der 25-Jährige erzielte auf allen drei Einzelstrecken die Bestzeit.

Als zweitbester Einzelstarter lief Nik Hirmke ins Ziel, der ursprünglich mit seiner Freundin Nadja in der Staffel starten wollte – sie musste jedoch aufgrund eines grippalen Infektes absagen. Somit entschied sich der bayerische Spitzen-Triathlet spontan, solo anzutreten. Den Bronzerang sicherte sich ein weiterer Lokalmatador: Wolfgang Klinger vom SC Anger kam mit etwas über drei Minuten Rückstand auf Enzinger ins Ziel – erstaunlich, gehört doch das Radeln nicht zu seinen zentralen Disziplinen.

Bei den Damen siegt Carina Schrempf

Die kleine Damen-Konkurrenz mit drei Sportlerinnen entschied die starke Salzburgerin Carina Schrempf in 1:08:49 Stunden für sich. Anna Wimmer von der TG Salzachtal wurde Zweite, Steffi Brenninger aus Traunstein Dritte.

Beste Staffel war Esin Racing mit Lukas Hufnagel und Peter Huber, die 29 Sekunden nach Einzelsieger Enzinger ins Ziel kamen. Bei den Frauen bildeten Monika Mühlberger und Bianca Kaindl vom RSV Freilassing das beste Duo.

Der eine oder andere war am Ende nicht mehr zu identifizieren: Nach der Radstrecke waren fast alle – vor allem jene, die im Pulk unterwegs gewesen waren – von oben bis unten mit Dreck verschmiert. Die warme Dusche im Ainringer Erlebnisbad tat deshalb im Anschluss umso besser.

Bei der Siegerehrung gab es Pokale mit Handtüchern und hochwertigen USB-Sticks für die Gesamtbesten. Bei einer Tombola konnten ein Tandemflug, Massage- und Einkaufsgutscheine sowie Laufschuhe gewonnen werden.

Insgesamt waren 33 Helfer vor Ort im Einsatz. Die Streckensperrung in Thundorf regelte die Freiwillige Feuerwehr Ainring – »das macht uns das Leben erheblich leichter«, freute sich Ralf Hirmke, der für die sportliche Organisation des Wettbewerbs verantwortlich zeichnete. Die sehr guten Rückmeldungen seitens der Teilnehmer motivierten die Cross-Duathlon-Macher übrigens für eine 3. Auflage 2020. bit