Martin Stocker zum Ehrenschützenmeister ernannt

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24 Jahre leitete Martin Stocker als Schützenmeister die Schützengesellschaft Gscheuerwand Unterwössen. Seine Nachfolgerin Gabi Daxenberger-Wieland (rechts) nannte das eine »hervorragende Vereinsführung«. Für seine Verdienste wurde Stocker jetzt zum Ehrenschützenmeister ernannt. Das freute den Gauschützenmeister Klaus Daibe (links) als langjährigen Weggefährten. (Foto: Flug)

Ihren ersten Bericht als Schützenmeisterin der Schützengesellschaft Gscheuerwand Unterwössen erstattete Gabi Daxenberger-Wieland in der Jahreshauptversammlung des Vereins. Dem alten Schützenmeister bleibt der Verein verbunden: Martin Stocker ist jetzt Ehrenschützenmeister.


Im Vorjahr hatte die Mitgliederversammlung eine Satzungsänderung beschlossen. Die damalige Streichung des Dritten Schützenmeisters und die Einführung eines Zweiten Kassiers hat sich bewährt. Im Zuge der Anmeldung der Satzungsänderungen hatte das Finanzamt die SG aufgefordert, die Satzung den aktuellen Anforderungen für die Gemeinnützigkeit anzupassen. Die erforderlichen Änderungen beschloss die Mitgliederversammlung einstimmig. Peter Jochen ist nach einstimmigem Beschluss kommissarischer Schriftführer. Er entlastet damit die Schützenmeisterin, die dieses Amt zuvor kommissarisch geführt hatte. Bei den nächsten Neuwahlen soll Jochen das Amt offiziell übernehmen.

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Die Schützenmeisterin berichtete über eine dichte Reihe an Terminen des vergangenen Jahres. Hervorzuheben ist daraus die offizielle Amtseinführung von Pfarrer Martin Straßer in Reit im Winkl. Die Schützen hatten sich über die Einladung des Marquartsteiner Partnervereins gefreut, als der auf seinen nach dem Hochwasser hergestellten Schießstand einlud. Daxenberger-Wieland erinnerte sich an das Drei-Vereine-Schießen, von dem die Gscheuerwand als Sieger ein Fass Bier mitnehmen konnte. Die Schützen der Gscheuerwand beteiligten sich rege am Bataillonsfest der Gebirgsschützen. Dagegen beanstandete Daxenberger-Wieland die mäßige Beteiligung am Gauschützenball in Rottau. Die Schützenmeisterin freute sich darüber, dass viele Unterwössner am Tag der offenen Tür im Hallenbad die Gelegenheit genutzt hatten, die Räume der SG zu besichtigen. Einen Rekord konnte die Schützenmeisterin für das Gästeschießen vermelden. 109 Gäste im Jahr hatte es bisher noch nicht gegeben. Der Verein hat derzeit 122 Mitglieder, darunter 111 Aktive.

Leichtes Minus in der Kasse

Sportleiter Sepp Döllerer berichtete von einem zufriedenstellenden Jahr ohne herausragende, aber mit soliden Ergebnissen. Allerdings ist die Luftgewehrmannschaft mit 6:14 Punkten von der Gauliga in die Gauklasse abgestiegen. Kassier Siegfried Drexl hat für das vergangene Jahr ein leichtes Minus errechnet.

Schützenmeisterin Gabi Daxenberger-Wieland schaute auf das laufende Jahr. Sie lenkte den Blick auf die Gauversammlung in Oberwössen am 10. Februar. Dem Partnerverein SG Hochwand stellt die Gscheuerwand im März ihren Schießstand über dem Hallenbad zur Verfügung. Die Oberwössner richten dort zu ihrem 125-jährigen Bestehen das Gauschießen des Schützengaus Traunstein aus. Deren Schützenmeister Andreas Voit erläuterte die Einzelheiten. In Abstimmung mit der Gscheuerwand wird die SG Hochwand den gesamten Schießbetrieb und die Versorgung der Schützen in Unterwössen übernehmen. Als Gegenleistung finanziert die SG Hochwand dem Unterwössner Partnerverein eine der zwölf neuen Seilzugeinrichtungen auf dem Schießstand. Die schafft die Gscheuerwand auch im Hinblick auf das Gauschießen im Februar an. Die Kosten werden sich zwischen 2500 und 3000 Euro belaufen. Voit unterstrich die gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinen.

Bürgermeister Ludwig Entfellner freute sich für die Gemeinde über die kontinuierliche Fortführung erfolgreicher Vereinsarbeit nach dem Vorstandswechsel. Sympathisch und frisch vertrete die neue Schützenmeisterin den Verein nach außen. Weil der ehemalige Schützenmeister Martin Stocker bei den Neuwahlen krank gefehlt habe, wolle er an dessen Leistungen erinnern.

Entfellner lobt Zusammenarbeit der Vereine

Allgemein lobte Entfellner die Zusammenarbeit der Schützenvereine im Ort. Er dankte der Gscheuerwand für die Attraktionen des Gästeschießens. Die Unterwössner Schützen brächten sich in das Dorfleben ein. Gauschützenmeister Klaus Daiber lobte den reibungslosen Vorstandswechsel. Die Jahresberichte seien hervorragend ausgefallen. Daiber freut die gute Zusammenarbeit von Unter- und Oberwössen zum Gauschießen: »Das wird eine gute Sache!« Zusammen mit der Ersten Schützenmeisterin ehrte der Gauschützenmeister für fünfzigjährige Mitgliedschaft Elisabeth Bachmann und Josef Kurz-Hörterer. Annemarie Waack, Christa Bachmann, Ivo Oberauer und Anton Greimel sind 40 Jahre Mitglied.

Herzliche Grüße übermittelte Ivo Oberauer von der Gebirgsschützenkompanie Wössen/Achental. Oberauer freut sich, über das vorbildliche Miteinander aller Schützen im Dorf. Gabi Daxenberger-Wieland schloss die Versammlung mit einem umfangreichen Dank an die Mitglieder und die vielen helfenden Hände. lukk

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