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Markus Reiterberger mit schnellster Rennrunde

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Schnell unterwegs, aber mit der Platzierung nicht ganz zufrieden: der Obinger Markus Reiterberger. (Foto: FW-Fotografie)

Mittelprächtiger Lohn für eine starke Leistung: Beim Acht-Stunden-Rennen von Oschersleben, dem dritten Lauf im Rahmen der Langstrecken-Weltmeisterschaft, erreichte der Obinger Motorradrennfahrer Markus Reiterberger mit dem Team BMW Motorrad France Penz13.com den sechsten Gesamtplatz. Reiterberger sowie seine Teamkollegen Bastien Mackels (Belgien) und Pedro Vallcaneras (Spanien) holten mit ihrer BMW S 1000 RR außerdem den fünften Platz in ihrer Klasse (Superbike).


Doch es wäre noch mehr drin gewesen. »Einen Podestplatz hätten wir bestimmt schaffen können«, ist sich Reiterberger sicher. Denn das Team war sehr schnell unterwegs, und das, »obwohl uns bereits in der zweiten Runde der Schalthebel abgebrochen ist und wir nur noch mit einem Restteil schalten konnten. Das war anstrengend, hat aber nicht weiter gestört.«

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Problematischer war da schon, dass »wir ein schleichendes Problem mit der Kupplung hatten und die letztlich noch gut 40 Minuten vor dem Renn-ende austauschen mussten.« Das kostete wertvolle Zeit. Dabei »hat das Team einen unglaublichen Job gemacht und das in gut fünf Minuten behoben«, lobte Vallcaneras.

Reiterberger bestimmte in der ersten Stunde des Rennens das Geschehen, als er die Führung übernahm und sich um fast zehn Sekunden vom Feld absetzte. Reiterberger gelang auf seinem zweiten Einsatz in 1:26,816 Minuten sogar die schnellste Rundenzeit des Rennens. Allerdings kam noch weiteres Pech hinzu, so Teamchef Rico Penzkofer: »Wir mussten einen planmäßigen Boxenstopp in einer Safety-Car-Phase absolvieren. Da hätten wir aber nicht schneller arbeiten können und haben die grüne Ampel um Sekundenbruchteile verpasst.« So verlor man noch einmal gut 45 Sekunden, und so reichte es »nur« zum sechsten Platz.

Dennoch: Team und Fahrer haben bewiesen, dass sie in der Langstrecken-WM ganz an der Spitze mitmischen können. Für Reiterberger besonders erfreulich: Aus seinem Team in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) waren unter anderem Data-Mann Dirk Linnebacher, seine Fahrwerksbetreuer und Teamchef Werner Daemen mit ins Team von Rico Penzkofer integriert. Jetzt hat der 21-Jährige gut eineinhalb Wochen Pause, und da will er mit seinem IDM-Team noch einmal zu Testfahrten reisen, um sich auf den nächsten Wildcard-Einsatz im Rahmen der Superbike-WM (4. Oktober in Magny-Cours (Frankreich) vorzubereiten. Bevor es allerdings dorthin geht, hat Reiterberger zahlreiche weitere Termine in seinem Kalender. Zunächst ist er bei einer BMW-Presseveranstaltung in Spanien vor Ort, am 19./20. September findet das 24-Stunden-Rennen von Le Castellet (Frankreich) mit dem Team Penz13.com statt. Eine Woche später folgt das IDM-Finale in Hockenheim, wo Reiterberger ja bereits als vorzeitiger Titelgewinner der Superbike-IDM anreist und wohin sein Fanclub auch wieder eine Fanbusreise organisiert.

»WM-Dauergast« in der Saison 2016?

Am 3./4. Oktober möchte der Obinger dann bei seinem WM-Gaststart glänzen, doch er hofft, dass sich seine »Wildcard-Rolle« in der kommenden Saison in der WM zu einer »Dauergast-Rolle« ändert. »Noch ist nix fix, aber wir sind mit BMW in guten Gesprächen. Ich hoffe jedenfalls, dass ich in der kommenden Saison die komplette Superbike-WM mitfahren kann«, so der 21-Jährige.

Wann die Entscheidung fällt, ist unklar, »aber meistens ist das irgendwann im September«, meint er. Fällt sie dann noch nicht, könnte er mit einem gelungenen Auftritt in Magny-Cours noch einmal Eigenwerbung betreiben. who