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Markus Jell ersetzt Stefan Pletschacher

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Er tritt statt Stefan Pletschacher bei der WM-Qualifikation in Schweden an: Markus Jell vom MSC Teisendorf, hier vor Jimmy Tuinstra. (Foto: Weitz)

Die WM-Qualifikation im Eisspeedway gerät – zum wiederholten Male – zu einer eher merkwürdigen Veranstaltung. Statt wie geplant in Kaujahoki (Finnland) und Örnsköldsvik (Schweden) findet an diesem Samstag nur ein Wettkampf statt, nämlich der in Schweden. In Finnland nämlich ist es zu warm, es konnte keine ausreichende Natureisbahn hergestellt werden.


So können diejenigen Piloten, die für Kaujahoki vorgesehen waren, sich nicht auf sportlicher Ebene qualifizieren. Es sei denn, ein Fahrer aus dem Feld von Örnsköldsvik macht einen Platz frei für einen anderen Piloten aus seinem Land. Das trifft nun auch auf Markus Jell vom MSC Teisendorf zu: Weil Stefan Pletschacher sich aus gesundheitlichen Gründen zum Startverzicht entschloss, darf nun Jell in Schweden antreten – und um einen Platz in der WM kämpfen.

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Pletschacher hatte sich eigentlich unbedingt einen WM-Platz sichern wollen, »aber ich bin gesundheitlich nicht da, wo ich hin will. Und deshalb bin ich auch heuer noch keinen Meter gefahren, so hat das alles keinen Sinn«, weiß er.

Der 41-Jährige entschied sich nach intensiven Überlegungen für einen Verzicht, von dem nun Jell profitiert. »Ich konzentriere mich auf die Deutsche Meisterschaft und eventuell die Team-Weltmeisterschaft. Außerdem hoffe ich trotz allem, dass ich für den Grand Prix in Inzell (14./15. März, d. Red.) berücksichtigt werde.«

Jell selbst hatte sich im Vorjahr den Titel als Deutscher Meister geholt, dennoch hätte der 37-Jährige wegen der Absage in Finnland nicht einmal den Kampf um ein WM-Ticket aufnehmen können. Während er nun doch antreten kann, bekommt Max Niedermaier (Edling) – der ebenfalls für Kaujahoki im Feld gestanden wäre – keine Qualifikations-Chance. Dabei war Niedermaier im Vorjahr als WM-Elfter zweitbester Deutscher.

Er muss nun auf eine der zwei permanenten Wildcards hoffen, die der Weltverband FIM noch vergibt – oder darauf, zumindest für Inzell per Veranstalter-Wildcard oder als Reservefahrer nominiert zu werden.

Bereits einen GP-Platz sicher hat dagegen Hans Weber (Schliersee): Denn die FIM nominierte bereits die sieben Erstplatzierten der vorherigen WM – darunter neben dem WM-Fünften aus Schliersee vier Russen und das Vater-Sohn-Duo Stefan und Niklas Svensson aus Schweden – für die WM.

Hinzu kommen die sechs Besten der WM-Qualifikation in Schweden, die zwei permanenten FIM-Wildcard-Piloten und pro Veranstaltungsort je ein vom Ausrichter genannter Fahrer.

»Dabei hätte sich der Max bei dem Feld in Schweden wohl sicher qualifiziert, ich hätte mir das auch zugetraut«, bedauert Pletschacher.

Nun vertreten Jell, der Inzeller Franz Mayerbüchler sowie der – mit italienischer Lizenz fahrende – Reit im Winkler Luca Bauer in Schweden die deutschen Farben. Wie viele von ihnen sich einen Platz unter den besten sechs Fahrern sichern können, hängt neben dem eigenen Können und der Tagesform auch etwas vom Glück ab.

Denn angesichts der Witterungs- und damit Eisverhältnisse könnte es sein, dass die Qualifikation vorzeitig beendet werden muss. »Ich habe mit einigen Fahrern gesprochen: Das Eis ist wohl relativ gut, aber das geplante Training musste bereits abgesagt werden«, weiß Pletschacher.

Normalerweise sind 20 Läufe geplant, sodass jeder Fahrer auf fünf Einsätze käme. Doch schon bei einem Abbruch nach insgesamt zwölf Läufen (d. h. pro Fahrer drei Rennen) wäre die Qualifikation gültig. Wer also von den Gegnern her den »leichteren« Auftakt erwischt, könnte hier im Vorteil sein ... who

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