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Markus Eicher mit gemischter Bilanz

»Heute wäre ein Podestplatz schon schön gewesen. Claudia Pechstein und Stephanie Beckert sind ja gut gelaufen«, meinte er nach deren Rängen 4 und 5 über 3000 Meter. »Das ist ein bissl undankbar.«

Dennoch habe dieses Rennen Mut gemacht im Hinblick auf die Einzelstrecken-WM in Sotschi (21. bis 24. März): »Ireen Wüst ist derzeit in einer eigenen Liga, aber die Plätze 2 und 3 sind heiß umkämpft. Und Stephanie hat heute auf den letzten zwei Runden ihre Stärken noch nicht so ausgespielt, aber es war wieder ein Schritt nach vorn.«

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»Extrem zufrieden« war er mit der 5000-Meter-Vorstellung von Moritz Geisreiter, »und auch die 1500 Meter ist er ordentlich gelaufen.« Nicht vergessen dürfe man jedoch auch die Leistung von Patrick Beckert, der als Zehnter über 5000 Meter seine »persönliche Bestzeit in Europa« gelaufen sei.

Ein Schritt nach vorne war auch das 1500-Meter-Ergebnis von Monique Angermüller. Die Berlinerin hatte wegen ihres Trainingsrückstands die ersten Weltcups ausgelassen. Ihre Zeit dürfte wohl schon für eine WM-Teilnahme ausreichen, so der Inzeller. »Und sie kann in den nächsten Wochen noch ein wenig den Rückstand verringern – wenn alles richtig gut läuft, kann sie in Sotschi vielleicht sogar unter die besten Sechs laufen.«

Weniger glücklich war er mit seinen zwei Lokalmatadoren über die 1500 Meter. »Mit Gabi Hirschbichler war ich gestern nicht zufrieden, sie kann es besser«, meinte er. »Vielleicht war der Druck hier vor eigenem Publikum doch zu hoch.«

Das gelte auch für deren Bruder Hubert Hirschbichler, der im 1500-m-B-Rennen wegen eines Fehlstarts disqualifiziert wurde. »Das ist das Schlimmste, was dir als Sportler passieren kann. Er war vielleicht ein bissl übermotiviert, denn er war zuletzt im Training sehr gut drauf und wollte zeigen, was er kann«, so Eicher über den 21-Jährigen.

Beide Hirschbichlers können aber noch in drei Wochen in Erfurt im Weltcup antreten und sich hier eventuell noch einen WM-Platz sichern.

Wohl noch keine Aussicht darauf haben Isabell Ost (Berlin/13. der B-Gruppe hinter Gabi Hirschbichler) und Jennifer Bay (16. B-Gruppe). Bay war nach einem »Seuchenjahr« überhaupt erst kurzfristig für Inzell nominiert worden, bei Ost stellte sich heraus, dass sie am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt war. Daher fehle beiden noch die Substanz, so der Chef-Bundestrainer.

Dass es an diesem Wochenende schwierig gewesen sei, die Fans angesichts der großen Konkurrenz durch andere Veranstaltungen zu gewinnen, sei klar gewesen. »Aber die Stimmung hat gut gepasst, und die anderen Teams kommen gerne hier her. Und zum Sommereis (29. Juni bis 28. Juli/Anm. d. Red.) wollen die meisten von ihnen wieder hierher kommen«, freute sich Eicher. who