Marco Groß rückt ins Team nach

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Er darf beim IBU-Cup in Norwegen für die DSV-Auswahl an den Start gehen: Marco Groß vom SC Ruhpolding. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Nach einem starken Auftakt für das deutsche Team (drei Siege bei den Damen, einer bei den Männern) in Idre (Schweden) geht es ab dem heutigen Mittwoch (10 Uhr) für die deutschen Biathleten zur zweiten Station des IBU-Cups in Sjusjöen (Norwegen). Dabei gibt es einige Veränderungen im Kader.


Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl) rückt wie geplant in den Weltcup auf, Marco Groß (SC Ruhpolding) in den IBU-Cup, wo er den angeschlagenen Philipp Lipowitz (DAV Ulm) ersetzt. Bei den Damen wechselt Juliane Frühwirt (SVM Tambach-Dietharz) aus dem Weltcup in den IBU-Cup, wo sie den Platz von Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld/Stützpunkt Ruhpolding) einnimmt.

Kühn ist mit dem Weltcup-Team ab dem morgigen Donnerstag in Östersund (Schweden) gefordert. Der 30-Jährige hatte seine Anwartschaft auf einen Weltcupplatz beim IBU-Cup in Idre nachdrücklich unter Beweis gestellt: Er wurde Dritter des ersten Sprints sowie Vierter des zweiten Sprints und des Verfolgungslaufs. Aus dem Weltcup in den IBU-Cup wechselt dafür Justus Strelow (SG Stahl Schmiedeberg).

Weil zugleich Philipp Lipowitz (DAV Ulm) angeschlagen war und in Idre bereits das zweite Sprint-Rennen auslassen musste, rückt Ersatzmann Marco Groß (SC Ruhpolding) auf. Der 26-Jährige hatte ja unter anderem eines der beiden DSV-internen Qualifikationsrennen für das IBU-Cup-Team gewonnen und wurde nun am Flughafen in Lillehammer von Trainer Remo Krug (Inzell) abgeholt.

Ebenfalls angeschlagen war im Vorfeld der Wettkämpfe in Idre Johannes Donhauser (SC Ruhpolding). Er hatte daher vorsichtshalber den ersten Sprint ausgelassen, war dann aber im zweiten 10-km-Wettkampf (28.) und im Verfolgungslauf (20.) im Einsatz – wenn auch noch nicht in absoluter Bestform. »Ich hoffe, dass es bei ihm jetzt in Norwegen noch besser geht«, sagt Krug, der für den Perspektivkader der deutschen Männer verantwortlich ist.

Er konnte sich zum Auftakt darüber freuen, dass neben Kühn auch Lucas Fratzscher (WSV Oberhof/1./2./6.) und David Zobel (SC Partenkirchen/15./5./5.) an der Spitze mitgemischt hatten. Dies ist auch das Ziel, denn damit kann man sich auch für Einsätze im Weltcup empfehlen.

Bei den Damen – für deren Perspektivkader Tobias Reiter (Oberwössen) verantwortlich ist – war klar, dass aus dem Weltcup eine Sportlerin »absteigen« musste. Denn nur beim Weltcup-Auftakt hatte der DSV dank Vanessa Voigt (SV Rotterode) persönlichem Startrecht (als IBU-Cup-Siegerin des vorigen Winters) sieben Startplätze, nun sind es wieder sechs. Der »Abstieg« traf Nachwuchs-Biathletin Juliane Frühwirt (SVM Tambach-Dietharz/23 Jahre) – und hat damit zur Folge, dass aus dem IBU-Cup-Team der Vorwoche eine Sportlerin weichen muss.

Dabei war vereinbart worden, dass dieses Los eine der drei routinierten Athletinnen – Franziska Hildebrand (34 Jahre), Karolin Horchler (32/beide WSV Clausthal-Zellerfeld) und Maren Hammerschmidt (32/SK Winterberg/alle Stützpunkt Ruhpolding) – treffen würde. Letztlich musste Horchler (52./13./21.) nach Hause fliegen, weil Hildebrand (39./1./1.) und Hammerschmidt (6./20./10.) mit ihren insgesamt starken Vorstellungen die bessere Bilanz aufwiesen.

»Die Bedingungen waren grundsätzlich gut, vor allem vom Schnee her, der auch gleichbleibend in der Qualität war. Aber es war sehr kalt und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, und zum Teil war der Wind am Stand sehr tückisch«, blickt Krug zurück. Der tückische Schießstand hatte im ersten Sprint auch Hildebrand (vier Schießfehler) zu schaffen gemacht, »da hat sie am Stand nicht gut reagiert.« Dank starker Laufleistung kam sie auf den 39. Rang und gewann die beiden folgenden Rennen.

Den ersten 7,5-km-Wettkampf hatte ihre Stützpunkt-Kollegin Marion Wiesensarter (SV Oberteisendorf) gewonnen. Sie hatte im zweiten Sprint (3 Fehler) ebenfalls am Schießstand Probleme.

Viele Strafrunden musste auch Juniorin Lisa Spark vom SC Traunstein (4 im ersten, 5 im zweiten Sprint) hinnehmen. Für sie war der Start in Idre jedoch eine wertvolle Erfahrung. Daher bleibt die 21-Jährige auch im Team für Sjusjöen und soll Schritt für Schritt an höhere Aufgaben herangeführt werden.

In Norwegen beginnt am heutigen Mittwoch um 10 Uhr die Qualifikation (4,5 km) der Männer für den »Super-Sprint«, das Finale (7,5 km) um 11.50 Uhr. Bei den Damen finden Qualifikation (13.40 Uhr) und Finale (15.20 Uhr) am Nachmittag statt. Am Freitag stehen die »normalen« Sprints auf dem Programm, am Samstag die Massenstart-Wettbewerbe – allerdings als »Massenstart 60« mit versetztem Start (zwei Gruppen), der es ermöglicht, dass statt der üblichen 30 hier sogar 60 Sportler teilnehmen können.

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