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Manche wagten ihr erstes Rennen

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Eine Premiere gab es jetzt in der Max-Aicher-Arena: Gut 120 Schülerinnen und Schüler des Mittelschul-Verbundes Chiemgau-Süd wetteiferten auf Einladung der Grund- und Mittelschule Inzell auf zwei Kufen miteinander. Für Mitglieder der Trainingsgruppen des DEC Inzell war dies Routine, andere Schüler wagten mutig ihr erstes Eisschnelllauf-Rennen. »Es geht darum, dass sie einfach mal mitlaufen, Spaß haben und die Halle kennen lernen«, erklärte Inzells Vize-Schulleiter Helmut Ripper.


Beteiligt waren alle Jahrgangsstufen von 5 bis 9 aus Inzell, Ruhpolding, Siegsdorf und Bergen. Für das leibliche Wohl sorgten Eltern der Grund- und Mittelschule Inzell unter Leitung des Elternbeirats unter Vorsitz von Helmuth Wegscheider. Die zwei ehrenamtlichen Helfer des Roten Kreuzes mussten nur kleine Verletzungen wie Prellungen bei Stürzen behandeln. Vergleichswettkämpfe zwischen Schulen sind an sich außerhalb des Angebots der Landesstelle für Schulsport nicht gestattet. »Da es sich aber bei diesen vier Mittelschulen um einen Schulverbund handelt, funktioniert's«, erklärte Ripper.

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Natürlich spielte auch die Talentsuche eine Rolle. Deshalb engagierte sich Stützpunkttrainer Boudewinn Stift als Starthelfer. Die Startkommandos gab der pensionierte Inzeller Lehrer und erfahrene Starter Heinrich Beck. Jeder Schüler lief zuerst 100 Meter und dann 250 Meter. Für die Gesamtpunktzahl wurden beide Zeiten addiert.

So manchem war etwas Lampenfieber anzumerken. Naturgemäß gab es bei den Laufpaaren oft große Unterschiede. Trotzdem war für Spannung gesorgt, etwa bei den Buben der 6. Klassen, wo im neunten Paar Hans-Jörg Stolz von der Mittelschule Ruhpolding durch einen sensationellen 250-Meter-Lauf in 25:56 Sekunden die Karten nochmal neu mischte und sich 6,34 Punkte Gesamtvorsprung sicherte. Schneller als er mit 39,250 Punkten war bei den Buben aller Jahrgangsstufen nur Henry Lauber, der nach einem Jahr Pause neu durchstartete (34,650 Punkte) und David Stöberl (37,980 Punkte).

Bei den Mädchen waren die Allerjüngsten am schnellsten, und zwar Eva Helminger von der Mittelschule Ruhpolding (41,580 Punkte) und Kate Schinzeler von der Mittelschule Inzell (45,630 Punkte). Für Kate, die erst ein Jahr bei den »Pinguinen« beim DEC Inzell trainiert, war dies ein toller Erfolg, und so strahlte sie über beide Backen, als ihr Bürgermeister Martin Hobmaier die »Silbermedaille« umhängte.

Alle Teilnehmer erhielten Urkunden und die ersten Drei jeder Klassenstufe Medaillen. 13 Potestplätze gingen nach Siegsdorf, elf nach Ruhpolding und drei nach Inzell, was jedoch nicht weiter erstaunt, da die Mittelschulen Bergen und Inzell derzeit nur fünfte und sechste Klassen haben, sodass viele Inzeller und Bergener Schüler in Siegsdorf (M-Zug) oder Ruhpolding unterrichtet werden.

Bei den Rennen konnten auch die besten Läufer für das Bezirksfinale der Regierung von Oberbayern am 31. Januar gefunden werden. Aus dem Kreis Traunstein treten die Mittelschule Inzell, die Achental-Realschule Marquartstein und die Reiffenstuel Realschule aus Traunstein an. vm

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