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»Mal wieder die Vorgaben nicht erfüllt«

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Siegesgarant für Trostberg war ausgerechnet ein Ex-Inzeller. Florian Schwabl erzielte nicht nur das Siegtor zum 2:3, sondern riss sein Team auch durch vollen Einsatz und harte, aber faire Checks wie hier gegen Bernhard Balthasar mit. (Foto: S. Rockel)

Der DEC Inzell hat das Lokalderby in der Eishockey-Landesliga gegen die Trostberg Chiefs mit 2:3 verloren. Rund 900 Zuschauer sahen dabei ein spannendes, aber spielerisch über lange Strecken enttäuschendes Derby.


Nach einem zaghaften Beginn erzielte in der 4. Minute Rainer Roßmanith das 1:0 für die Gäste. Erst nach zehn Minuten zeigten die Hausherren erste Lebenszeichen und kamen durch Thomas Plenk (11.) zum Ausgleich. »Die ersten zehn Minuten sind sehr ruhig verlaufen«, meinte auch DEC-Trainer Thomas Schwabl. Der sah dann eine dominierende Heimmannschaft bis zur ersten Drittelpause, doch ins Tor wollte der Puck trotz guter Chancen nicht. Das gelang nach 47 Sekunden im zweiten Drittel Michael Sporysch im Überzahlspiel.

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Nach diesem Tor kehrte überraschenderweise keine Ruhe im Spiel des DEC ein. Hektische Aktionen in der Abwehr, die Inzeller »bettelten« quasi um den Ausgleich. Den besorgte dann auch Sergej Piskunow in Überzahl.

Piskunow musste wenig später mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vom Eis. Er hatte Sebastian Schwabl am Nacken verletzt. Zuvor musste bereits Gästeangreifer Florian Wehle das Spielfeld verlassen, er verlor zwei Zähne. Nach Ansicht von Chiefs-Trainer Stefan Feldner war die »Diszi« die spielentscheidende Szene. »Die Strafe geht in Ordnung. Wichtig war, dass wir die fünf Minuten in Unterzahl überstanden haben. Wir haben gewusst, wir haben drei Sturmreihen von hoher Qualität und werden im Schlussdrittel unsere Chance bekommen.«

Diese nutzte ausgerechnet Florian Schwabl: Der Ex-Inzeller wuchtete den Puck zu einem Traumtor unter die Latte. Danach folgten wütende Angriffe der Inzeller, denen allerdings meistens die Struktur fehlte. Dementsprechend verärgert zeigte sich Thomas Schwabl. »Wir hätten einen Punkt verdient. Wir haben sechzig Minuten gut gespielt und dreimal nicht aufgepasst, das müssen wir abstellen.« Als Beweis führte Schwabl die Schussstatistik während der 60 Minuten vor. 34 Mal schossen seine Stürmer auf den Kasten der Gäste, 13 Mal schafften es die Chiefs in Richtung Peter Zeller abzuziehen.

»Ich werde jetzt in der Kabine deutliche Worte an mein Team richten. Ich bin brutal verärgert, weil einige mal wieder ihre Vorgaben nicht erfüllt haben.« Konkret darauf angesprochen, meinte er säuerlich: »Man muss halt auch mit den gegnerischen Spielern mitgehen.« Leichter fiel seinem Kontrahenten Stefan Feldner das Schlusswort. »Wir hatten Geduld und großen Kampfgeist. Derbysieger, das ist ein gutes Gefühl.«

Statistik: DEC Inzell - Trostberg Chiefs 2:3 (1:1/1:1/0:1): Tore: (4.) 0:1 Rainer Roßmanith, (11.) 1:1 Thomas Plenk, (21.) 2:1 Michael Sporysch, (34.) Sergej Piskunow, (48.) 2:3 Florian Schwabl. – Strafen: DEC (10) - Chiefs (8 + 5 + Spieldauer für Sergej Piskunow). – Zuschauer: 900. SHu