»Mal sehen, was rausspringt«

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Auf und davon: Daniel Leitz’ Tempo ist vielen Gegenspielern zu hoch. (Foto: Butzhammer)

Fast ein Jahrzehnt lang hat Daniel Leitz – der Tempodribbler »mit eingebauter Torgarantie« – den Fußball des ESV Freilassing geprägt. Doch nach der Herbstrunde 2019 verließ er die Grenzstadt in Richtung Alpenrepublik – genauer gesagt wechselte er ins nördliche Salzburger Land zum SV Bürmoos. Leitz verfügt mit seinen 27 Jahren nun auch über die nötige Routine, um seine Stärken effizient auszuspielen.

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Mit dem SVB nimmt er aktuell Tabellenrang zwei der Salzburger Liga hinter dem USC Eugendorf ein. Im Gespräch mit unserer Redaktion gibt der Industrie-Kaufmann und Hobby-Bergsteiger – der früher auch Angebote von höherklassigen oberbayerischen Vereinen hatte – aber auch offen zu, dass er eine Rückkehr zu den »Eisenbahnern« nicht ausschließt. Leitz betont jedoch zugleich, dass eine Rückkehr zum ESV derzeit kein Thema sei.

Beim ESV konnten Sie den ein oder anderen Karriere-Höhepunkt feiern. Fassen Sie doch diese Erfolge nochmal kurz für uns zusammen.

In den neun Jahren, die ich beim ESV erleben durfte, stehen ganz klar die beiden Aufstiege – erst als Kreisliga-Meister 2012 in die Bezirksliga, dann als Bezirksliga-Meister 2016 in die Landesliga – ganz oben in meinen Erinnerungen. Stark war sicher auch der Klassenerhalt in der Landesliga, denn in früheren Jahren war es den Freilassingern nach ihren beiden Landesliga-Aufstiegen ja nicht gelungen, drin zu bleiben.

Fehlt Ihnen der ESV schon sehr nach knapp einem Jahr in Bürmoos?

Der ESV bleibt mein Herzensverein, aber ich habe außerhalb des Fußballplatzes noch guten Kontakt zu den Verantwortlichen und zu meinen Freunden. Von denen bekomme ich noch einiges mit.

Wie läuft’s beim SV Bürmoos?

Da läuft es aktuell sehr gut. Wir stehen auf Platz zwei, haben vor der coronabedingten Pause sechs Spiele in Folge gewonnen.

Haben Sie auch schon den einen oder anderen Treffer gemacht?

(Leitz lacht): Ja klar: Acht Tore in neun Spielen, damit kann ich sehr zufrieden sein. Ich denke, ich bin im neuen Team gut integriert.

Was ist das Besondere an Ihrem jetzigen Club?

Bürmoos ist ein Verein, der dem ESV sehr ähnelt. Das Verhältnis untereinander ist sehr familiär, zudem haben wir eine sehr junge Mannschaft, in der ich der Zweitälteste bin. Der Spaßfaktor ist außerhalb von Training und Spiel hoch.

Im Sommer haben Sie ja ein paar Teamkollegen bekommen, die man auch in Südostbayern bestens kennt ...

Ja, da sind durchaus ein paar bekannte Gesichter zu uns gekommen: Manuel Jung, der beim SV Kirchanschöring gespielt hat, Maxi Tanzer und Enis Kuka vom ESV. Auch dank dieser tollen Jungs stehen wir in Österreichs Vierter Liga weit vorne.

Welche Ziele haben Sie für den weiteren Saisonverlauf?

Ich will einfach mit meiner Mannschaft erfolgreich Fußball spielen. Mal sehen, was am Ende dabei rausspringt.

Können Sie sich eine Rückkehr nach Südostbayern vorstellen. Wenn ja, wohin?

Klar kann ich mir eine Rückkehr zum ESV vorstellen, muss allerdings auch dazu sagen: derzeit nicht. Aber wer weiß schon, was in Zukunft passiert und wie es mit dem Fußball überhaupt weitergeht.

Was war das Charakteristische an den österreichischen Lockdowns, was hat Sie an der Art und Weise wie der Fußball betroffen war, am meisten genervt?

Ich denke, dazu kann man nicht viel sagen. Man muss sich an die Vorgaben der Regierung halten, da die Gesundheit aller Menschen im Vordergrund steht. Was richtig oder nicht richtig ist, das möchte – glaube ich – keiner von uns entscheiden müssen.

Wann kehrt der ESV zurück in die Landesliga, die er 2018 zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte nach unten verlassen musste?

Ich würde es dem ESV wünschen, so schnell wie möglich wieder in der Landesliga zu spielen. Ich denke, der Verein gehört dort auch hin, wenn man die Strukturen in Freilassing sieht. cs

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