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Lukas Bombik holt die Bronzemedaille

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Bei der Weltmeisterschaft setzte sich Lukas Bombik (hinten) vom TSV Bergen auch gegen seinen deutschen Kaderkollegen Max Strauch durch. (Foto: DJJV/Eschenfelder)

Lukas Bombik vom TSV Bergen hat sich bei der Ju-Jutsu-Weltmeisterschaft in Malmö (Schweden) die Bronzemedaille in der Klasse bis 94 kg gesichert. Bei der WM waren insgesamt knapp 600 Teilnehmer aus über 50 Nationen angetreten.


In der Woche vor der WM hatte Lukas Bombik noch mit einer Erkältung zu kämpfen, bei der Anreise stand aber nur noch der Wettkampf im Fokus. Wobei er den ersten Sieg an der Waage errang: Mit einer Punktlandung von 93,9 Kilogramm startete Lukas Bombik in den Einzelwettkampf.

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Im ersten Kampf war der portugiesische Athlet Tiago Balao sein Gegner. Lukas Bombik legte gut los, verbuchte bereits in der Anfangsphase viele Punkte und dominierte den Kampf. Durch einen überzeugenden Wurf beendete er den Kampf dann sogar vorzeitig erfolgreich.

Für den Athleten vom TSV Bergen ging es dann aber etwas frustrierend weiter: Der Gegner im zweiten Kampf – der Russe Dmitry Marchenko – wandte eine verbotene Technik an, die von der Kampfrichterin nicht erkannt, sondern sogar mit Punkten belohnt wurde. Der Gegner nutzte die dadurch entstandene Verwirrung von Lukas Bombik aus und holte sich den Sieg.

Im dritten Kampf gegen den Polen Tomasz Dobrzynski war der Bergener Athlet aber wieder mental fit, sodass er durch einen schnellen Punktevorsprung und einen sauberen Wurf, gefolgt von einer erfolgreichen Haltetechnik, den vorzeitigen Sieg davontrug. Zumindest Bronze war für ihn nun wieder in Reichweite.

Im nächsten Kampf traf Lukas Bombik auf einen Bundeskaderkollegen: Max Strauch wurde von dem Bergener zuerst stark unter Druck gesetzt, im Verlauf des Kampfs holte er aber leicht auf. Eine Befreiung aus einer Haltetechnik und ein darauffolgender Konter des Gegners führten bei Lukas Bombik zu einer erneuten Verletzung an der schon von Beginn an lädierten Schulter. Der Kampf musste für eine Behandlungspause durch den deutschen Teamarzt unterbrochen werden, der Lukas Bombik für eine Fortsetzung des Kampfs freigab. Der Kämpfer biss sich weiter durch und gewann den Kampf schließlich durch technische Überlegenheit.

Im entscheidenden Kampf um die Bronzemedaille war schließlich Illarion Adrianidis aus Griechenland sein Gegner. Der ganze Frust aus der unnötigen Niederlage gegen den Russen aus dem zweiten Kampf und der starke Wille, die Medaille vom Vorjahr zu verteidigen, ließen Lukas Bombik diesen Kampf dann vorzeitig und überlegen gewinnen. Für Lukas Bombik war mit der Bronzemedaille im Einzelwettkampf ein versöhnlicher Abschluss erreicht.

Am Sonntag stand dann der Teamwettkampf auf dem Programm. Hierbei kämpfen mehrere Athleten der entsprechenden Nationen in den jeweiligen Gewichtsklassen gegeneinander, jeder Sieg bringt einen Punkt und die Nation, die nach elf Kämpfen mindestens sechs Punkte hat, gewinnt und kommt eine Runde weiter. Deutschland musste gleich im ersten Kampf gegen Frankreich antreten, die ein sehr starkes und – bei diesem Wettkampfmodus bedeutend – ausgeglichenes Team hatten.

Lukas Bombik trat direkt im ersten Kampf gegen Alexandre Perez an, der sich am Vortag zum Vizeweltmeister in seiner Gewichtsklasse gekrönt hatte. Der Bergener holte die ersten Punkte, hatte seinen Gegner gut im Griff und erzielte so den ersten Punkt für Deutschland. Die folgenden Kämpfe gestalten sich jeweils sehr knapp und spannend, letztendlich verlor Deutschland aber hauchdünn mit 5:6 Punkten und schied somit aus der Hauptrunde aus. Das Team aus Frankreich setzte sich im Finale gegen Polen durch und sicherte sich so den Titel.

In der zweiten Runde traf Deutschland auf Russland. Wieder musste Lukas Bombik den ersten Kampf der Begegnung bestreiten – und zwar gegen denselben Russen, gegen den er am Vortag unglücklich ausgeschieden war.

Lukas Bombik ließ sich nicht beirren, er wollte in diesem Kampf zeigen, dass seine Niederlage am Samstag zu Unrecht erfolgt war – und das zeigte er auf beeindruckende Art und Weise. Obwohl der Gegner von Beginn an aggressiv kämpfte, war Lukas ihm immer einen Schritt voraus. Am Ende errang er einen souveränen Sieg mit 18:7 Punkten – eine direkte Wiedergutmachung für den Vortag und ein Beweis seiner kämpferischen, aber auch mentalen Stärke.

Die folgenden Kämpfe des deutschen Teams waren weiter extrem knapp und spannend, letztendlich verlor Deutschland und schied aus dem Teamwettkampf ohne Medaille aus. Lukas Bombik war insgesamt dennoch zufrieden mit dem Verlauf der WM: Von seinen sieben Kämpfen gewann er sechs.

Für den Athleten des TSV Bergen geht damit ein erfolgreiches Jahr zu Ende: Vor der WM-Bronzemedaille hatte er bereits die Goldmedaille bei der Deutschen Meisterschaft und Silber bei der Europameisterschaft in Polen geholt. fb

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