weather-image
19°

Ludwig Trifellner lobt Jochen Reil: »Er macht das überragend«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Zumindest SBC-Verteidiger Max Bauer (rechts, hier im Duell mit dem Echinger Marco Juric) kehrt heute in den Traunsteiner Kader zurück. (Foto: Weitz)

Der SB Chiemgau Traunstein hat in der Fußball-Landesliga Südost eine Miniserie zu verteidigen: Seit drei Spielen ist die Mannschaft von Trainer Jochen Reil nämlich unbesiegt (ein Sieg sowie zwei Unentschieden) – und das ist durchaus beachtlich. Schließlich musste Reil etwa am vergangenen Wochenende aufgrund der anhaltenden Verletztenmisere ohne neun Stammspieler (!) auskommen. Und die Situation hat sich vor dem Heimspiel am heutigen Freitag um 19.30 Uhr gegen den SE Freising kaum entspannt. Lediglich Max Bauer hat seine Grippe auskuriert und wird wieder zum Kader stoßen.


»Das Risiko wäre einfach zu groß«

Anzeige

Immerhin könnte in den nächsten Wochen der eine oder andere Spieler zurückkommen. Patrick Schön und Waldemar Daniel sind wieder im Lauftraining. »Aber sie sind noch nicht zu 100 Prozent im Mannschaftstraining«, informiert SBC-Abteilungsleiter Ludwig Trifellner. »Deswegen wird sie Jochen Reil wohl gegen Freising auch noch nicht im Kader dabei haben. Das Risiko wäre einfach zu groß«, betont er. Trifellner selbst kann sich übrigens nicht erinnern, schon einmal eine solche Verletztenmisere in so einem Umfang miterlebt zu haben.

»Das ist schon ganz selten«

»Das ist schon ganz selten«, betont er. Man hätte in den vergangenen Wochen einfach viel Pech gehabt, denn es seien teilweise überharte Fouls gewesen, die die SBC-Spieler außer Gefecht gesetzt haben, blickte er zurück. Dass der SB Chiemgau trotzdem in der Tabelle als Rangsechster mit 17 Punkten aus 12 Spielen gut da steht, rechnet Trifellner übrigens Trainer Jochen Reil hoch an. »Er macht das überragend«, lobte er den Übungsleiter. »Er jammert nicht rum, baut die Perspektivspieler, die erst später ihre Chance bekommen hätten sollen, jetzt schon ein und richtet das System auf die momentane Situation aus.« Auch der Zusammenhalt in der Mannschaft sei enorm. »Das Team ist bereit, für Reil durchs Feuer zu gehen«, hat Trifellner festgestellt.

Reil wird auch heute gegen Freising wieder einen guten Matchplan brauchen. Denn: »Freising ist eine sehr spielstarke Mannschaft«, betont der Abteilungsleiter. Die Münchner Vereine hätten ohnehin einen großen Vorteil gegenüber den anderen Clubs in der Liga, sagt Trifellner. »Denn dort gibt's einfach viele Studenten, die gut Fußball spielen können und auch wollen.« Auch Freising, fügt Trifellner hinzu, hat genau aus diesem Grund viele gut ausgebildete Kicker in seinen Reihen. »Und die haben auch technisch was drauf.«

Dem SB Chiemgau, der bisher eine ausgeglichene Heimbilanz (zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen) vorzuweisen hat, steht heute gegen den Tabellenzehnten also wohl erneut ein heißer Tanz bevor. Doch Trifellner ist überzeugt: »Wenn wir wieder das abrufen können, was momentan bei uns drin ist, dann können wir auch gegen Freising drei Punkte holen.« SB