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Luca Grünwald überraschend bei zwei WM-Läufen dabei

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So flott war er zuletzt in der Klasse Supersport in der IDM unterwegs, am Wochenende fährt er in der Moto-3-Klasse beim Grand Prix in Australien mit: Luca Grünwald. (Foto: Grünwald)

Tolle Überraschung für Luca Grünwald: Der Waldkraiburger Motorradrennfahrer darf bei den WM-Läufen in Australien und Japan als Ersatz für den verletzten Florian Alt (Nürmbrecht) in der Moto-3-Klasse an den Start gehen.


Am vergangenen Wochenende war Luca Grünwald noch beim Saisonfinale der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft am Lausitzring im Einsatz (wir berichteten), wo er zum vierten Mal in seiner Neulings-Saison in der Supersport-Klasse auf das Podium fuhr.

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Am Montag darauf drückte der 18-Jährige wieder die Schulbank in seiner Ausbildung, bis er kurz vor Mittag per Telefon gefragt wurde, ob er anstelle von Florian Alt bei Kiefer Racing die Grand Prix in Australien und Japan bestreiten möchte.

Stammfahrer Alt hatte zuletzt bei der WM-Runde in Malaysia knapp oberhalb des rechten Handgelenks einen Bruch erlitten.

Natürlich sagte Grünwald für beide Rennen zu. Das größere Problem war es, kurzfristig eine Reise nach Australien und gleich weiter nach Japan zu organisieren – unter anderem musste er sich Visa für beide Länder besorgen und die Flüge buchen.

In der Moto-3-WM schnupperte der Waldkraiburger im vergangenen Jahr mit Wildcards am Sachsenring und in Brünn bereits Grand-Prix-Luft. Am Sachsenring kam Grünwald damals nach einer hervorragenden Leistung auf Rang acht ins Ziel! Damals fuhr er eine Honda, heuer wartet mit der Kalex-KTM des deutschen Teams eine Umstellung auf ihn.

Der nationale Moto-3-Meister 2012 und Gesamtsiebte in der Supersport-Klasse dieses Jahres freut sich riesig auf die beiden Rennen, obwohl fehlende Streckenkenntnisse die Aufgabe nicht leichter machen. »Ich freue mich riesig über die Gelegenheit, die Rennen auf Phillip Island und in Motegi fahren zu dürfen. Noch dazu in einem deutschen Team und quasi mit deutschen Material«, so der 18-Jährige. »Ursprünglich war geplant, dass ich dieses Wochenende beim Superstock-Finale in Jerez starten werde. Aber dann hat Herr Kiefer angefragt«, so Grünwald.

Für die hohen Reisekosten fand der Waldkraiburger zu seiner Freude gleich einige Unterstützer.

Bereits in Australien

Inzwischen ist Grünwald bereits in Australien. »Es war Stress und Hektik pur, dafür habe ich den langen Flug umso mehr genossen – es ist ja meine erste Übersee-Reise«, berichtet er.

»Die Umstellung wegen der großen Zeitdifferenz und die Akklimatisierung sind mir soweit gut gelungen. Und mein erster Eindruck von der Strecke hier auf Phillip Island und der Umgebung ist überwältigend. Auf diesem flüssigen Kurs ist der Fahrspaß bestimmt enorm.«

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