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Lohn für herausragende Leistungen

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Er soll von der Gemeinde Taching am See geehrt werden: Josef »Pepi« Ferstl.

Besondere Ehre für den wohl bekanntesten Sportler des Ortes: Im Rahmen einer kleinen Feier möchte die Gemeinde Taching am See ihren Mitbürger, den erfolgreichen Super-G-Fahrer und Abfahrtsläufer »Pepi« (Josef) Ferstl ehren. Neben den Fans können alle Bürger an dieser Ehrung, die am Montag, den 3. Juni (19 Uhr) stattfindet, teilnehmen. Die Ehrung soll ein Ausdruck öffentlicher Anerkennung für die sportlichen Spitzenleistungen von Pepi Ferstl sein.


Als Veranstaltungsort wählte man dafür das Festzelt der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK). In dem Zelt, das in der Nähe des Tachinger Strandbads aufgebaut ist. Dort feiert die KSK nämlich aktuell ihr 100. Gründungsjubiläum, das noch bis zum Montag dauert. Die Ehrung erfolgt also am letzten Tag der Feierlichkeiten noch vor dem eigentlichen Festprogramm gegen 19 Uhr. Daran schließt sich dann des »Wirtshaus-Liada-Singa« mit dem bekannten Andi Heindl an.

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Pepi Ferstl, der 1988 geboren ist und für den SC Hammer an den Start geht, hat heuer den Super-G in Kitzbühel gewonnen. Mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,08 Sekunden siegte der Tachinger vor dem Franzosen Johan Clarey. Ein Jahr nach dem Triumph von Thomas Dreßen in der Abfahrt auf der legendären Streif konnten die deutschen Fans abermals jubeln. Josef Ferstl gelang im Super-G mit der Startnummer eins ein Fabellauf. Nach Platz sieben in der Abfahrt drehte der für den SC Hammer startende 30-Jährige noch einmal richtig auf und legte eine Zeit vor, die niemand mehr knacken konnte. Für den jungen Mann aus Taching am See war es der zweite Weltcup-Sieg. Es ist der erste Erfolg eines Deutschen überhaupt bei einem Weltcup-Super-G auf der Streif.

Pepi Ferstl setzte damit eine Familientradition fort. Sein Vater Sepp war 1978 und 1979 in der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel erfolgreich.

Im Dezember 2017 gewann der 30-Jährige seinen ersten Weltcup, den Super-G in Gröden. Dies war der erste Weltcupsieg eines Deutschen in einer Speed-Disziplin nach 13 Jahren, in einem Super-G war es sogar der erste deutsche Sieg nach fast 27 Jahren. Und dann kam der Sensationssieg in Kitzbühel. Dafür verlieh ihm heuer der Landkreis Traunstein den Chiemgauer Panther. Einen Chiemgauer Panther erhielt zudem sein Vater Sepp Ferstl für sein Lebenswerk.

Überdies kam Pepi Ferstl auf den 6. Platz in der Gesamtwertung des Super-G-Weltcups. Bislang hat er an drei Weltmeisterschaften teilgenommen und wurde zweimal Deutscher Meister im Super-G und einmal in der Abfahrt. Zudem hatte er 2018 an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (Südkorea) teilgenommen. ca