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Leitmeier schnürte Doppelpack

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Trotz intensiver Bewachung war Sebastian Leitmeier nicht zu stoppen: Gegen Ergolding trug sich der Kirchanschöringer zweimal in die Torschützenliste ein. (Foto: Butzhammer)

Der SV Kirchanschöring hat einen ordentlichen Rückrunden-Auftakt in der Fußball-Landesliga Südost erwischt: Die Mannschaft des Trainerduos Uli Habl/Sepp Aschauer erreichte beim Tabellennachbarn FC Ergolding, gegen den man im Hinspiel noch eine 0:3-Niederlage kassiert hatte, ein beachtliches 2:2-Remis. In den Schlussminuten waren die Gäste dem Sieg sogar näher als die Niederbayern.


Der Punktgewinn der »Anschöringer« ist umso bemerkenswerter, da mit Sepp Thanbichler ein »Oldie« zwischen den Pfosten stand, da Dennis Kracker (verletzt) und Lukas Hoyer (beruflich verhindert) diesmal ausfielen. Auf Thanbichler war absolut Verlass.

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Die Partie begann gleich mit einem Paukenschlag, denn eine Freistoßflanke von Manuel Omelanowsky klatschte an den Innenpfosten des Ergoldinger Kastens und von dort ins Feld zurück – Riesenglück für die Platzherren!

So gesehen war die SVK-Führung nach einer knappen Viertelstunde gar nicht einmal so unverdient: Stephan Schmidhuber bediente Sebastian Leitmeier per Lochpass und der SVK-Torjäger markierte allein vor FCE-Schlussmann Michael Hanglberger das 1:0 für Gelb-Schwarz (14.).

Im Gegenzug hatte Thanbichler das Glück des Tüchtigen, als Ali Attieh aus 16 Meter das Lattenkreuz anvisierte. Der SVK-Routinier zwischen den Pfosten zeigte kurz darauf eine Klassereaktion, als er eine knifflige Situation 20 Meter vor dem Tor bereinigte. Gleich im Anschluss traf Andreas Kasten aus 35 Meter den Außenpfosten (21.).

Doch auch der SVK meldete sich wieder in der Offensive zu Wort: Es lief die 30. Minute, als Christian Jung und Leitmeier schön für Schmidhuber vorbereiteten, der jedoch allein vor Hanglberger abgedrängt wurde.

Dennoch war das Ergoldinger 1:1 in der 37. Minute völlig verdient – allein schon wegen der vorherigen Holztreffer. Doch dieser Ausgleich war aus SVK-Sicht unnötig: Dreimal versäumte man es zu klären, ehe FCE-Torjäger Andreas Kasten allein vor Thanbichler auftauchte und unhaltbar vollendete.

Die letzte nennenswerte Torszene im ersten Durchgang kreierten die Gäste, als Omelanowsky auf Schmidhuber spielte. Der sah Leitmeier, der jedoch einen Schritt zu spät kam.

Auch aus der Kabine kam die Aschauer/Habl-Crew konzentriert. In der 55. Minute zirkelte Patrick Mölzl von der Außenposition einen Freistoß auf Kapitän Alexander Köberich, der legte zurück auf Omelanowsky und dessen Versuch wurde von einem Ergoldinger Abwehrbein geblockt.

»Das war Abseits«, schimpfte Manfred Abfalter nach dem 2:1-Führungstreffer der Gastgeber (75.). Was war passiert? Daniel Treimer hatte bei einem Konter der Ergoldinger den verdächtig postierten Florian Hirnich bedient, der sich durchsetzte und das Leder aus kurzer Entfernung ins kurze Eck knallte.

Auch in der nächsten Szene haderten die Kirchanschöringer mit Schiedsrichter Martin Mooser (SV Oberbergkirchen). Florian Hofmann hatte den eingewechselten Christian Heinrich in Szene gesetzt, der laut Abfalter »elfmeterwürdig gelegt wurde«. Doch der Unparteiische pfiff nicht Strafstoß, sondern Abseits.

In der 84. Minute wurden die Gäste aber doch noch für ihren engagierten Auftritt belohnt: Einen weiten Einwurf von Maxi Sturm verlängerte Heinrich auf Leitmeier, der per Kopf über den Torhüter hinweg zum 2:2 in die Maschen traf und damit seinen Doppelpack schnürte.

Jetzt war sogar noch mehr möglich für die Gelb-Schwarzen: In der 88. Minute segelte eine Mölzl-Ecke auf den Kopf von Köberich, der aus fünf Meter den Kasten verfehlte. Und in der vierten Minute der Nachspielzeit jagte Jung einen langen Ball in den Ergoldinger Sechzehner, der von den Platzherren nur kurz abgewehrt wurde. Hofmann kam zum Abschluss, doch ein FCE-Verteidiger klärte auf der Linie. cs