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Leistungskontrolle mit einem »Schnee-Erlebnis«

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Gut in Schwung sind derzeit die Skilangläufer des heimischen Stützpunkts, so wie hier (von vorn) Andreas Katz, Lucas Bögl, Anian Sossau, Jonas Dobler und Josua Strübel – doch beim Deutschlandpokal am kommenden Wochenende werden einige von ihnen noch geschont. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Endlich wieder ein Wettkampf: Die Erleichterung bei den Skilangläufern ist groß, denn ab dem morgigen Freitag (15.30 Uhr) wird in Oberhof die Zentrale Leistungskontrolle (ZLK) ausgetragen. Beim Deutschlandpokal für die Altersklassen U 16, U 18, U 20 und Erwachsene gibt es zum Auftakt am Freitag für Damen und Herren sogar ein echtes Schnee-Erlebnis. Denn für die Erwachsenen wird in der Skihalle in Oberhof ein Freistil-Sprint ausgetragen.


Ein ganz neues Erlebnis ist dies zumindest für die Angehörigen der Lehrgangsgruppe 1 und 2 nicht, »denn die waren heuer schon mal in der Skihalle«, berichtet Trainer Frank Nitsch vom Stützpunkt Ruhpolding. Zudem war das heimische Stützpunktteam auch schon am Gletscher in Ramsau (Dachstein) unterwegs.

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Insgesamt »läuft das Training ganz gut«, freut sich Nitsch. Allerdings habe es besonders bei den älteren Sportlern des Teams »immer mal ein paar Wehwehchen« gegeben. Daher werden Jonas Dobler vom SC Traunstein (Schulter-OP im Frühjahr) und Andreas Katz (SV Baiersbronn/Gürtelrose im Frühjahr) bei der ZLK nicht antreten, obwohl Katz inzwischen wieder fit ist. Bei Lucas Bögl (SC Gaiß- ach/Kreuzprobleme) ist noch unklar, ob er vorsichtshalber geschont wird.

Dagegen sind Starts von Nadine Herrmann (Bockauer SV) sowie den letztjährigen Junioren-WM-Teilnehmern Jonas Schröter (SCMK Hirschau/war zuletzt auch zeitweise angeschlagen), Florian Knopf (SLV Bernau) und Alexandra Danner (SC Lenggries) fest eingeplant. Bei Anian Sossau (SC Eisenärzt) – den kürzlich eine Magen-Darm-Erkrankung gebremst hatte – »müssen wir abwarten. Wahrscheinlich startet er im Sprint, vielleicht noch im Wettbewerb mit den Skirollern.«

In der derzeitigen Phase der Vorbereitung ist die ZLK ein wichtiger Bestandteil, um den momentanen Leistungsstand zu erfassen und zu sehen, woran noch gefeilt werden muss. Dennoch: »Abgerechnet wird erst im Winter. Wir sind erst am Anfang«, betont Nitsch.

Derzeit verlaufe die Vorbereitung sehr erfreulich. Denn trotz aller kleineren Rückschläge »haben alle in den Tests eine gute Leistungsentwicklung gezeigt.«

Man habe im Training die Philosophie auch etwas verändert, hin zu individuelleren Trainingsplänen. Neben der Unterstützung durch Trainingswissenschaftler Michael Veith (er macht die Betreuung vor Ort, dazu gehören auch die Laufbandtests) vom Stützpunkt hat man nun auch noch Hilfe von Sebastian Weber: Dieser hat eine Software entwickelt, mit der man noch mehr Analysen betreiben kann und mehr Messdaten erhält. Weber arbeitet übrigens unter anderem mit dem Radsportteam Jumbo Visma zusammen, das derzeit bei der Tour de France am Start ist. Inzwischen wird die Zusammenarbeit mit ihm vom Deutschen Skiverband (DSV) auch finanziell unterstützt.

So soll diese Zusammenarbeit ein weiteres Mosaiksteinchen auf dem Weg zum Erfolg sein. Hilfe erhielt das Trainerteam mit Falk Göpfert auch durch Felian Schubert (SLV Bernau), der im Vorjahr noch als Athlet aktiv gewesen war. Er half im Sommertraining viel mit. Auch wenn Schubert nun mit dem Studium der Sportwissenschaft beginnt, »wollen wir ihn gerne bei uns halten. Vielleicht können wir ihn sogar mittel- bis langfristig für den Stützpunkt gewinnen«, hofft Nitsch. Für seine Athleten sowie die Sportler des Jugendtrainerteams um Fabian Heib-ler geht es am Samstag (ab 10 Uhr) mit einem Crosslauf auf dem Rollerbahnareal Rennsteig weiter. Die Sportler sind dabei im Einzelstart (alle weiblichen Klassen und U 16 m je 5 km; U 18 m 7,5 km; U 20 m und Herren je 10 km) gefordert.

Auf Skirollern geht es am Sonntag ab 9 Uhr zur Sache. Für die Klassen U 16 w (5 km), U 18 w und U 16 m (je 10 km) und U 18 m (15 km) geht es dabei wieder auf dem Rollerbahnareal Rennsteig jeweils im Skating zur Sache. Die Altersklassen U 20 w und m und Damen und Herren laufen dagegen im klassischen Stil je 17 Kilometer. Für sie geht es bei einem »Roller-Anstiegslauf« nach dem Start erst einmal richtig bergauf, ehe sie nach Oberhof kommen.

Bei der ZLK gelten die üblichen Hygienevorschriften, »und wir sind froh, dass so eine Veranstaltung überhaupt stattfinden kann«, betont Nitsch. Dennoch hofft man im Team darauf, dass auch die Ergebnisse erfreulich sein werden – schließlich will man mit einem guten Gefühl die weitere Vorbereitung angehen. who

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