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Leistung macht Mut fürs WM-Finale in Inzell

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Er zeigte in Russland eine starke Leistung: Günther Bauer (Schleching). (Foto: Weitz)

Mit stark verbesserten Auftritten präsentierten sich in der Eisspeedway-Einzel-Weltmeisterschaft (Grand Prix) die heimischen Piloten Günther Bauer (Schleching) und Stefan Pletschacher (Ruhpolding): Das Duo holte in Blagowestschensk (Russland) schon am ersten Tag im Grand Prix III je 5 Punkte und damit so viele Zähler wie beim GP I und II in Krasnogorsk (Russland) insgesamt.


Noch besser lief es am zweiten Tag: Günther Bauer holte hier sogar sechs Punkte und wurde Neunter – der Schwede Stefan Svensson als Achter war der einzige nicht-russische Fahrer, der mehr Punkte als der Schlechinger Routinier holte.

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An der Spitze nämlich lagen im Grand Prix IV gleich sieben Russen. Dies war auch dadurch bedingt, dass neben den fünf »WM-Dauergästen« der führenden Eisspeedway-Nation auch noch Pawel Tschajka mit der Veranstalter-Wildcard im Feld war sowie im GP IV Sergej Logaschew in allen fünf Läufen als Reservefahrer vor Ort mit am Start war. Er kam für Harald Simon ins Feld: Der Österreicher hatte zunächst im GP III einen Ausfall im ersten Lauf. Es folgte ein Sturz in seinem zweiten Auftritt, bei dem er sich verletzte und nicht mehr antreten konnte.

So kamen Logaschew und der andere Reservefahrer, Roman Akimenko, bereits im GP III zu ersten Einsätzen, blieben hier aber ohne Zähler. Ebenfalls neu im WM-Feld war der Finne Tomi Tani, der seinen Landsmann Antti Aakko ersetzte und einen bzw. zwei Zähler holte.

Sehr gut hielt sich auch am ersten Tag der Edlinger Max Niedermaier, der ja für den verletzten Franz Zorn (Österreich) ins WM-Feld gekommen war. Er holte sich gleich drei Punkte, blieb aber am zweiten Tag ohne Zähler.

WM-Spitzenreiter bleibt Daniil Iwanow, der auch in Blagowestschensk die meisten Zähler einheimste. Er führt mit 72 Zählern vor seinen Landsleuten Dimitri Koltakow (68), Dimitri Khomisewitsch, Igor Konjonow (je 57), Sergej Makarow (49) und Witali Khomisewitsch (30). Dahinter folgen: 7. Stefan Svensson (Schweden) 29, 8. Pawel Tschajka (Russland) 27, 9. Per Anders Lindström (Schweden) 25, 10. Jan Klatovsky (Tschechien) 20, 11. Rene Stellingwerf (Niederlande) 17, 12. Günther Bauer (Schleching) 16, 13. Stefan Pletschacher (Ruhpolding) 13, 14. Antti Aakko (Finnland), 15, Wasili Kosow (Russland) je 14, 16. Sergej Logaschew (Russland) 11, 17. Grzegorz Knapp (Polen) 9, 18. Harald Simon (Pfaffenschlag) 8, 19. Tomi Tani (Finnland), 20. Jewgeni Kosow (Russland) je 3, 21. Max Niedermaier (Edling) 3.

Für Niedermaier und Pletschacher geht es nun weiter nach Kamensk-Uralsky (Russland), wo am kommenden Wochenende die Europameisterschaften ausgetragen werden.

Günther Bauer dagegen trat die Heimreise aus dem Ort nahe der chinesischen Grenze an. Für ihn geht es – wie auch für seine zwei Kollegen – am 8./9, März beim GP in Assen (Niederlande) weiter, dann mit der Deutschen Meisterschaft (14. März) und einem internationalen Rennen (15./16. März) – jeweils in Berlin – sowie dem WM-Abschluss im heimischen Inzell am 22./23. März.

Die starken Leistungen aus dem weitest entfernten WM-Ort haben jedenfalls Mut gemacht, dass das heimische Trio im März auch vor heimischem Publikum in der Max-Aicher-Arena zu guten Leistungen fähig sein dürfte. who