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»Lehrstunde« für den SB Chiemgau

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Traunsteins Stefan Mauerkirchner wird zum Ligastart in Landshut noch nicht auflaufen. (Foto: Weitz)

Der SB Chiemgau Traunstein hat auch das letzte Testspiel vor dem Auftakt der Fußball-Landesliga Südost (Samstag um 15 Uhr bei der SpVgg Landshut) verloren: Beim 0:7 (0:3) in Anif bekamen die Schützlinge von Trainer Miroslav Polak am Dienstagabend »eine Lehrstunde erteilt«, wie es SBC-Abteilungschef Rainer Hörgl formuliert. Der gastgebende USK, amtierender Meister der drittklassigen Regionalliga West (wegen unzulänglicher Infrastruktur nicht in die II. Liga aufgestiegen), sei aufgetreten »wie eine absolute Spitzenmannschaft, die wahrscheinlich sogar Zweitliga-Niveau hatte«, erklärte Hörgl.


Dennoch hielt der SBC in der Anfangsphase gut dagegen, ehe ein Doppelschlag in Minute 18 die Kicker aus dem Salzburger Vorort auf die Siegerstraße brachte. Die Anifer ließen in der 31. Minute dann noch den Treffer zum 3:0-Pausenstand folgen.

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Auch im zweiten Durchgang gelang es den Traunsteinern nicht, sich im Spiel nach vorne entscheidend durchzusetzen. Stattdessen hagelte es weitere Gegentreffer in der 47., 50. und 77.  Minute sowie in der Nachspielzeit (90.+1). Vor allem in puncto Tempo und Spielverständnis waren die Gastgeber das klar überlegene Team und ließen dem Ex-Bayernligisten nicht den Hauch einer Chance.

Polak setzte 15 Spieler ein, wobei er neben Torwart Maximilian Tanzer (durfte gegen seinen Ex-Verein 20 Minuten lang ran) auch Moritz Seban, Maxi Fenninger und A-Junior Florian Hunklinger einwechselte. Geschont wurde Offensivmann Stefan Mauerkirchner, der nach seiner in der Vorsaison beim TSV Kornburg erlittenen und im Relegationsspiel beim BCF Wolfratshausen wieder aufgebrochenen Muskelverletzung zwar schon wieder sehr gut trainiert, jedoch auch am Samstag in Landshut noch nicht eingesetzt werden kann.

»Ich habe ja von Anfang an gesagt, dass es möglicherweise holprig losgehen wird«, redet Hörgl Klartext. Nun sei er gespannt, wie sich der neue Kader »als Mannschaft entwickelt«. Mit einem Punkt in Landshut wäre er sehr zufrieden. »Aber das wäre ich auch, wenn wir mit einer top eingespielten Truppe dorthin fahren könnten. Denn die Landshuter wollen ja, was man so hört und liest, eine Landesliga-Spitzenmannschaft sein.« Die Partie in der niederbayerischen Hauptstadt dürfe man also keinesfalls zu hoch hängen, meint der Spartenboss, »sie ist eines von 34 Spielen – nicht mehr, aber auch nicht weniger«. cs