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Lauter Frauen und ein »Hahn im Korb«

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Auch Biathlet Simon Eder trainierte zuletzt in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena für die neue Saison. (Foto: Wukits)

Nur lobende Worte hat es von der österreichischen Damen-Biathlon-Nationalmannschaft für die Bedingungen bei ihrem Trainingslager in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena gegeben. »Eine perfekte Rollerbahn mit einer super Asphaltanlage und ein anspruchsvolles Höhenprofil«, schwärmte Cheftrainerin Sandra Flunger. Vor allem die große Hilfsbereitschaft der Verantwortlichen der Chiemgau-Arena freuten die Damen aus dem Nachbarland besonders. »Wir kommen gerne wieder«, meinte die Trainerin.


In der Staffel unter die besten sechs

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Auf dem Programm standen für die Sportlerinnen Grundlagen beim Schießen und mit dem Skiroller und das alles sehr komplex bei einer hohen Belastung. Bei den heißen Temperaturen eine schweißtreibende Angelegenheit. Saisonziel ist eine weitere Annäherung an die Weltspitze, nachdem die österreichischen Damen schon zuletzt durch Katharina Innerhofer (Weltcupsieg 2013 in Pokljuka) und Lias Hauser für Aufsehen gesorgt haben. Auch dahinter tummeln sich eine Reihe von Talenten wie Dunja Zdouc, Julia Schweiger und Simone Kupfner die bereits bei Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften oder Nachwuchs-Europameisterschaften Podestplätze erreichen konnten.

Sandra Flunger will in diesem Winter im Weltcup Top-15-Plätze anvisieren und in der Staffel soll es auch mal unter die besten sechs gehen. Außerdem will sie das Startplatz-Kontingent im Weltcup und IBU-Cup bei fünf Starterinnen halten. Einen Großteil der Gruppe trainiert sie bereits seit sieben Jahren, damals noch im Skigymnasium Saalfelden. Gute Nachwuchsarbeit wird aber auch am Skigymnasium Stams und an der Skihandelsschule Schladming geleistet. Erste Früchte der Arbeit sollen bei der Heim-Weltmeisterschaft 2017 in Hochfilzen eingefahren werden.

Neuer Spitzname für den Herren im Team

»Hahn im Korb« in Ruhpolding ist Simon Eder gewesen. Er trainiert seit zwei Jahren abwechselnd mit den Damen und seinem Vater. Alfred Eder hat sein Engagement in Weißrussland wieder beendet. »Das Trainingskonzept kommt mir sehr entgegen«, betont Simon Eder, allerdings hat er durch sein Training bei den Damen auch ein Problem. »Die haben mich zwar gut aufgenommen, nur mit meinen neuen Spitznamen ,Simone' komme ich nicht klar. Da müssen wir noch einmal darüber reden«, meint er grinsend.

Auch für ihn war in der Chiemgau-Arena ein sehr intensives Training angesagt. Was ihm bei den Verhältnissen in Ruhpolding auch keine Probleme bereitet hat. »Es muss in dieser Phase so intensiv sein. Bald stehen die ersten Testrennen an«, sagt er angesichts der Konkurrenz im eigenen Lager.

Für die neue Saison hat er sich ein besseres Liegendschießen und Top-3-Platzierungen vorgenommen. Auch den fünften Rang bei der WM in Kontiolahti in der Mixed-Staffel hält er für verbesserungswürdig. SHu