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Last-Minute-Erfolg für den TSV Teisendorf

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Teisendorfs Stefan Hoiß (links, hier im Laufduell mit Reischachs Bastian Berger) startete mit seinem Tor die Aufholjagd seines Teams beim TSV Siegsdorf. Sein Teamkollege Robert Aicher flog dabei kurz vor Schluss mit Gelb-Rot vom Platz. (Foto: Butzhammer)

In einer nicht nur aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen hitzigen Kreisliga-Begegnung (neun Gelbe Karten, drei Platzverweise) entführte der TSV Teisendorf am Ende glücklich, aber nicht unverdient drei Punkte aus Siegsdorf und unterstrich damit seine hohen Ansprüche in dieser Saison.


Bei brütender Hitze überraschte die Aigner-Elf den Gast sehr früh, denn mit der allerersten Chance brachte Kapitän Maxi Huber sein Team bereits in der 2. Minute in Führung, als er nach einer Petzka-Ecke am höchsten stieg und wuchtig einköpfte. Wer allerdings dachte, die Partie ging danach so rasant weiter, sah sich getäuscht, Mittelfeldgeplänkel ohne Tempo und Zug nach vorne war angesagt.

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Erst die Schlussminuten in der ersten Halbzeit hatten es dann wieder in sich. Maxi Huber leitete in der 41. Minute einen Siegsdorfer Konter ein, der agile Neuzugang Jonas Neuhofer bediente Manuel Schlesak butterweich in den Lauf, dieser zog scharf aus 18 m halbrechter Position ab, Gästetormann Franz Schwangler konnte nur nach vorne abprallen lassen und im Nachsetzen scheiterte Schlesak per Kopfball-Aufsetzer.

In der 44. Minute schlugen die Hausherren kurz vor dem Halbzeitpfiff psychologisch günstig nochmals zu: Nach einer erneuten Petzka-Ecke, die zu kurz abgewehrt wurde, stand Tobias Huber am Sechzehner goldrichtig und zirkelte das Leder sehenswert zum 2:0 ins rechte obere Eck. In der Nachspielzeit von Durchgang eins fiel beinahe noch der Anschlusstreffer für die Gäste, als ein Befreiungsschlag den auf und davoneilenden Markus Haslberger erreichte, dieser scheiterte aber an TSV-Schlussmann Fabian König, der den verdienten 2:0-Halbzeitstand festhielt.

Gäste kommen energisch aus der Kabine

Teisendorf kam nun deutlich energischer aus der Kabine, prompt hatte erneut Haslberger das 1:2 auf dem Fuß, scheiterte aber nach schönem Zuspiel aus kurzer Distanz äußerst knapp (46.). Siegsdorf hatte außer einer kleinen Doppelchance durch Schlesak und Wittmann, dessen Schüsse im Strafraum jeweils abgeblockt wurden (56.) sowie einem Schlesak-Kopfball, der aber übers Gehäuse flog (59.), nicht mehr viel zu bieten.

In der 66. Minute konnte Siegsdorfs Tormann Fabian König einen 30-m-Freistoß-Aufsetzer noch festhalten, nur zwei Minuten später war er aber dann bei einem weiteren Freistoß von der Strafraumgrenze machtlos, Tobias Köck zirkelte das Spielgerät unhaltbar ins rechte Kreuzeck zum 1:2-Anschlusstreffer. Die Gäste witterten nun ihre Chance und erarbeiteten sich Möglichkeit um Möglichkeit. So verzog Raimund Gasser einen Eck-Kopfball aus 7 m nur knapp (70.). In der Folgezeit dezimierten sich die Hausherren nach einer Gelb-Roten-Karte für Andi Frauendienst selbst und die Beine wurden immer schwerer. Bei einem Köck-Freistoß aus 20 m zentraler Position blieb König diesmal Sieger (80.), doch nur eine Minute später belohnten sich die Teisendorfer für den Aufwand mit dem 2:2-Ausgleich. Stefan Hoiß wurde perfekt in die Gasse geschickt, wo er aus halblinker Position vor König cool blieb und an diesem vorbei einschob.

Die Schlussphase wurde immer hitziger. Dem jungen Schiedsrichter Hannes Nick entglitt die Partie zusehends, zahlreiche Verwarnungen und schließlich auch noch der zweite Platzverweis gegen Siegsdorf (Gelb-Rot für Manuel Schlesak/84.) waren die Folge. An ein schönes Fußballspiel war nicht mehr zu denken.

Heimelf kann kaum mehr für Entlastung sorgen

Die Heimelf schaffte es auch nicht mehr, für die nötige Entlastung zu sorgen, zu groß wurde der Druck vom TSV Teisendorf in doppelter Überzahl. In der letzten Spielminute hatte Hoiß den Siegtreffer auf dem Schlappen, doch sein strammer Schuss aus 12 m konnte König parieren.

Anschließend musste mit Robert Aicher dann auch ein Teisendorfer nach wiederholtem Foulspiel vom Feld. Als alle bereits mit dem Schlusspfiff rechneten, landete eine letzte Flanke äußerst unglücklich an der Hand eines Siegsdorfer Abwehrspielers. Der Schiedsrichter entschied sofort auf Strafstoß. Standardspezialist Tobias Köck ließ sich die Chance nicht entgehen und vollendete unhaltbar für König zum glücklichen, aber aufgrund der zweiten Halbzeit nicht unverdienten 3:2-Auswärtssieg. MG